Finanzen / Bilanzen

Asset Backed Securities 2022: Alternative zur Portfoliodiversifizierung?

  • Schwieriges Umfeld für konventionelle festverzinsliche Anlagen durch hohe anhaltende Inflation
  • Asset Backed Securities (ABS) haben eher variable als feste Zinssätze – mögliche Absicherung im Umfeld höherer Zinsen
  • Emittenten von ABS berücksichtigen zunehmend ESG-Aspekte

Steigende Zinsen und eine anhaltende Inflation bilden zu Jahresbeginn 2022 ein schwieriges Umfeld für Fixed-Income-Märkte. Die Asset-Backed-Securities-Märkte leiden zwar noch unter dem schlechten Ruf der globalen Finanzkrise, bieten aber nach Ansicht von NN Investment Partners im kommenden Jahr erhebliche Chancen für Anleger, die nach Alternativen zur Diversifizierung und Rendite suchen.

Bart Bakx, Leiter des ABS & Mortgages Teams bei NN Investment Partners, sagt: „Asset Backed Securities lassen sich aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten und können ein herkömmliches Fixed-Income-Portfolio erheblich diversifizieren. Nicht nur, dass variabel verzinsliche Anleihen in einem Umfeld steigender Zinsen nützlich sind, Asset Backed Securities finanzieren auch zahlreiche Bereiche – vom Leasing von Ausrüstungen bis hin zu Logistikanlagen. Mit steigenden Zinsen dürften sich die Anleger zunehmend dieser Assetklasse zuwenden.“

Ein wachsender Markt

Der ABS-Sektor wurde während der globalen Finanzkrise hart getroffen und die Emissionen gingen zurück. In Europa und den USA hat er sich jedoch wieder erholt und verzeichnete 2021 auf den europäischen Kernmärkten einen Emissionsrekord von rund 115 Milliarden Euro In den letzten Jahren verzeichneten die europäischen Märkte nur begrenzte Kreditausfälle, deshalb haben die Anleger ihre Meinung über diese Assetklasse nach und nach revidiert. Generell boten ABS eine Prämie gegenüber anderen festverzinslichen Wertpapieren mit einem ähnlichen Rating. In jüngster Zeit hat sich die Entwicklung in diesem Bereich verstärkt, was auf vier wesentliche Faktoren zurückzuführen ist: variable gegenüber festen Zinssätzen, Diversifizierungspotenzial, das Risikospektrum und die zunehmende Berücksichtigung von ESG-Kriterien.

Variable Zinssätze

Asset Backed Securities haben variable Zinskupons. In Zeiten steigender Zinsen und Inflation werden festverzinsliche Wertpapiere wahrscheinlich negative Renditen abwerfen, während variabel verzinsliche Wertpapiere das Portfolio in gewissem Maße absichern können. Denn die Kupons können bei einer veränderten Notenbankpolitik entsprechend nach oben angepasst werden. Dies kann während eines Straffungszyklus häufig zu Zuflüssen in diese Assetklasse führen.

Diversifizierung

Asset Backed Securities werden zur Finanzierung verschiedener Bereiche eingesetzt – häufig dort, wo sich die Banken aus der Kreditvergabe zurückgezogen haben. In den letzten zwölf Monaten wurden neue Arten von Sicherheiten verbrieft, z. B. Leasing von Ausrüstungen, Autobahngebühren und Logistikanlagen. All dies trägt zu den Diversifizierungsvorteilen bei und zeigt, dass ABS-Wertpapiere die Realwirtschaft von Verbrauchern bis zu KMU finanzieren.

Der Sektor kann auch das Verbraucherrisiko, z. B. durch Hypothekenrückzahlungen, abdecken. Dies unterscheidet sich von anderen festverzinslichen Wertpapieren, die in der Regel nur ein Exposure gegenüber Staaten oder Unternehmen bieten. Obwohl es gute und schlechte Zeiten für Investitionen in Verbraucherrisiken geben wird, kann der Bereich eine echte Diversifizierung bieten.

Risikospektrum

Da ABS einen Deckungsstock durch die Ausgabe verschiedener Tranchen finanzieren (Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Risiko-/Ertragsprofilen, die durch denselben Deckungsstock gedeckt sind), können Anleger innerhalb einer einzigen Emission aus verschiedenen Wertpapieren mit unterschiedlichen Ratings wählen. Dies bedeutet, dass die Anleger die Art des Risikos wählen können. Emittenten können neben AAA-Rating-Anleihen auf einen Deckungsstock mit niedrigeren Renditen, Anleihen mit niedrigerem Rating, die potenzielle Verluste abfedern sollen, begeben. Diese haben in der Regel aktienähnliche Renditen mit High-Yield-Eigenschaften.

ESG-Potenzial

Asset Backed Securities sind vielfältig. Die meisten Emittenten haben erkannt, dass ESG-Aspekte an Bedeutung gewonnen haben, und stellen mehr Daten für die Bewertung zur Verfügung. Es gibt auch immer mehr "grüne" Emissionen, da die Emittenten dieses Thema gezielt für sich nutzen: Umweltaspekte bei Hypotheken oder beispielsweise soziale Aspekte bei Verbraucherkrediten. Generell sind die Emittenten bereit, entsprechende Fragen zu beantworten, und die Vielfalt der Optionen, die innerhalb des Sektors zur Auswahl stehen, ermöglicht es den Anlegern, selektiv vorzugehen.

Mit ihren variablen Zinskupons können Asset Backed Securities ein wichtiges Instrument zur Steuerung von Inflations- und Zinsrisiken innerhalb eines Portfolios sein. Ein wachsender Markt bietet den Anlegern ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten. Dies ermöglicht eine größere Diversifizierung und eine Reihe von Risikooptionen. Die Emittenten von ABS erkennen zunehmend die Bedeutung von ESG-Überlegungen bei der Entscheidungsfindung der Anleger an.

Bakx dazu abschließend: „Diese Merkmale tragen zu den Diversifizierungsvorteilen bei, die in der Vergangenheit zu einer geringen Korrelation mit anderen festverzinslichen Wertpapieren geführt haben. Wie bereits erwähnt, entwickelt sich der Markt durch die Einbeziehung neuer Arten von Sicherheiten weiter in diese Richtung. Die Kombination aus Diversifizierungsvorteilen und der positiven Entwicklung der Spreads im Vergleich zu traditionellen festverzinslichen Wertpapieren sowie der variablen Verzinsung sollte in den aktuellen Wirtschaftsszenarien einen Mehrwert bei der Portfoliokonstruktion bieten. Auch die Tatsache, dass ESG-Faktoren von den Emittenten zunehmend berücksichtigt werden, erschließt der Assetklasse eine neue Investorengruppe. Im derzeitigen inflationären Umfeld sollte diese Assetklasse bei den Anlegern ganz oben auf der Agenda stehen.“

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*Stand: 30. September 2021

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