Finanzen / Bilanzen

Geschäftsjahr 2022 – Implenia steigert Gewinn in herausforderndem Marktumfeld deutlich

  • EBIT deutlich gesteigert auf CHF 138,9 Mio. (währungsbereinigt CHF 144,1 Mio.); Free Cash Flow und Eigenkapitalquote signifikant erhöht
  • Alle Divisionen verbesserten ihre operative Leistung und trugen zum starken Ergebnis bei
  • Akquisition grosser und komplexer Projekte bestätigt die Kompetenzen von Implenia sowie die Stärken in Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit 
  • Für 2023 strebt Implenia ein EBIT von CHF ~120 Mio. sowie eine weitere Erhöhung der Eigenkapitalquote auf >20% an
  • Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von CHF 0.40 pro Aktie
  • Personelle Veränderung im Verwaltungsrat

«Das deutlich verbesserte Jahresergebnis trotz steigender Zinsen und Inflation beweist, dass Implenia auf dem richtigen Weg ist», sagt CEO André Wyss. «Unser Geschäft ist strategisch und operativ hervorragend positioniert für nachhaltigen Erfolg.»

EBIT deutlich gesteigert auf CHF 138,9 Mio. (währungsbereinigt CHF 144,1 Mio.); Free Cash Flow und Eigenkapitalquote signifikant erhöht

Implenia steigerte das EBIT deutlich auf CHF 138,9 Mio. (2021: CHF 114,8 Mio.), währungsbereinigt auf CHF 144,1 Mio.. Der Umsatz der Gruppe betrug CHF 3’563 Mio. (2021: CHF 3’765 Mio.), währungsbereinigt lag er mit CHF 3’716 Mio. auf Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge betrug 3,9% (2021: 3,1%). Durch den Fokus auf grosse und komplexe Immobilien- und Infrastrukturprojekte erhöhte sich der Auftragsbestand auf CHF 7’221 Mio. (2021: CHF 6’881 Mio.), währungsbereinigt auf CHF 7’464 Mio.. Die strikte Anwendung von Value Assurance – dem Risikomanagement von Implenia – stellt dabei ein solides Risiko- und Margenprofil dieser Projekte sicher. Das Konzernergebnis belief sich auf CHF 106,0 Mio. (2021: CHF 64,0 Mio.).

Implenia konnte das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2022 um CHF 136,8 Mio. auf CHF 482,7 Mio. (2021: CHF 345,9 Mio.) erhöhen. Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2022 betrug 17,5% (2021: 11,6%). Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf CHF 2’753 Mio. reduziert (2021: CHF 2’988 Mio.). Der operative Cash Flow stieg auf CHF 128,1 Mio. (2021: CHF -69,2 Mio.) und der Free Cash Flow auf ein hohes Niveau von CHF 124,0 Mio. (2021: CHF -17,5 Mio.). Positiv auf den Free Cash Flow wirkten hauptsächlich das operative Geschäft und erfolgreiches Management des Nettoumlaufvermögens. Die Netto-Cash-Position konnte verbessert werden auf CHF 120,3 Mio. (exkl. Verbindlichkeiten aus Leasing).

Alle Divisionen verbesserten ihre operative Leistung und trugen zum starken Ergebnis bei

Die Division Real Estate steigerte das EBIT signifikant auf CHF 81,1 Mio. (2021: CHF 42,1 Mio.). Dazu geführt haben vor allem überdurchschnittliche Erträge im ersten Halbjahr aus der Veräusserung grosser Immobilienprojekte nach mehrjähriger erfolgreicher Entwicklungsleistung. Dies hatte Auswirkungen auf den Marktwert des Real Estate Portfolios, der per 31.12.2022 bei CHF 351 Mio. (2021: CHF 410 Mio.) lag. Implenia investiert unverändert in das eigene attraktive Real Estate Portfolio. Die Division hat in den letzten Jahren ihr Dienstleistungsgeschäft kontinuierlich ausgebaut mit steigenden, wiederkehrenden Erträgen. Die Partnerschaft mit Ina Invest hat sich über den Erwartungen entwickelt.

Die Division Buildings steigerte das EBIT weiter auf CHF 35,4 Mio. (2021: CHF 32,4 Mio.). Alle Geschäftsbereiche trugen positiv zu diesem Ergebnis bei. Der Umsatz lag mit CHF 1’743 Mio. (2021: CHF 1’819 Mio.) leicht unter Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand stieg auf CHF 3’118 Mio. (2021: CHF 2’809 Mio.) und verbesserte sich auch qualitativ. Durch eine frühere Einbindung in die Projekte sowie partnerschaftliche Vertragsmodelle geht die Division neue Wege, um den Kundennutzen zu steigern. In den wachsenden Bereichen Generalplanung, Beratung und Ausführung von Immobilien im Gesundheitswesen sowie in der Forschung und Entwicklung konnte die Division neue Projekte gewinnen und ihre Kompetenzen stark erweitern.

Die Division Civil Engineering erreichte ein EBIT exkl. Einmaleffekte von CHF 34,9 Mio. (2021: CHF 25,0 Mio.). Der Umsatz betrug CHF 1’921 Mio. (2021: CHF 2’061 Mio.), währungsbereinigt lag er auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand lag mit CHF 3’951 Mio. (2021: CHF 3’918 Mio.) auf Vorjahresniveau, währungsbereinigt konnte er gesteigert werden und war von verbesserter Qualität sowie im Einklang mit der strategischen Ausrichtung auf profitable und komplexe Infrastrukturprojekte. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise ist die Division die ideale Partnerin für öffentliche Auftraggeber.

Die Division Specialties erreichte ein EBIT exkl. Einmaleffekte von CHF 2,6 Mio. (2021: CHF -3,2 Mio.). Der Umsatz ging aufgrund der Anpassung des Portfolios der Division zurück auf CHF 164 Mio. (2021: CHF 209 Mio.). Der Auftragsbestand lag bei CHF 152 Mio. (2021: CHF 154 Mio.), währungsbereinigt über Vorjahresniveau. Die Division wird ihre Kompetenzen im Bereich Planung und Engineering weiterhin mit der Entwicklung und Skalierung kundenzentrierter Geschäftsmodelle erweitern, ihr Portfolio weiter anpassen und sucht dabei nach attraktiven Akquisitionsmöglichkeiten. Mit ihrem innovativen Leistungsportfolio trägt die Division zur nachhaltigen Entwicklung der Bauindustrie bei.

Akquisition grosser und komplexer Projekte bestätigt die Kompetenzen von Implenia sowie die Stärken in Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Im Bereich Immobilienentwicklung hat Implenia die Studienaufträge «Rocket» und «Tigerli» in der Lokstadt, Winterthur, erfolgreich abgeschlossen. Ebenso wurde mit dem nachhaltigen, standardisierten und industrialisierten Immobilienprodukt «Green Hospitality» ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Im Hochbau konnte Implenia zahlreiche Wohn-, Büro- und Gewerbeprojekte gewinnen, zum Beispiel den Nachhaltigkeits- und Innovationscampus EUREF in Düsseldorf. Mit dem Laborneubau für das Departement Biomedizin der Universität Basel sowie Erweiterungsbauten für das Luzerner Kantonsspital kamen weitere neue grosse Aufträge in den Wachstumsbereichen Gesundheit sowie Forschung und Entwicklung hinzu.

Im Tiefbau erhielt Implenia den Zuschlag für das Hauptlos Nord der zweiten Röhre des Gotthard Strassentunnels. Zudem gewann die Gruppe weitere grosse Infrastrukturprojekte wie einen Verbindungstunnel für die Stockholmer Metro, die längste Eisenbahnbrücke Norwegens oder komplexe, nachhaltig ausgerichtete Ersatzneubauten für Autobahnbrücken in Deutschland.

Die Leistungen der Division Specialties, wie Holzbau, BCL, BBV Systems, Planovita und Fassadentechnik, werden von Projekten der anderen Divisionen sowie auch von Drittkunden zunehmend nachgefragt. Die Division hat unter anderem mit Berlin Decks ein attraktives Projekt im Bereich Fassadentechnik gewonnen und erbringt für den Neubau des Kantonsspitals St. Gallen mit BCL die Baulogistikdienstleistungen.

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und herausforderndem Marktumfeld besteht für grosse Immobilienprojekte an attraktiven, urbanen Lagen sowie für komplexe Infrastrukturprojekte nach wie vor eine grosse Nachfrage. Der anhaltend erfreuliche Auftragseingang zeigt, dass Implenia in den relevanten Märkten hervorragend positioniert ist. Die Gruppe wird mittels organischem und anorganischem Wachstum margenstarke Geschäftsfelder erschliessen. Dabei fokussiert sie sich auf sektororientierte Spezialisierung und Integration entlang der Wertschöpfungskette.

Für 2023 strebt Implenia ein EBIT von CHF ~120 Mio. sowie eine weitere Erhöhung der Eigenkapitalquote auf >20% an

Implenia erwartet für das Gesamtjahr 2023 ein EBIT von CHF ~120 Mio., basierend auf dem starken operativen Geschäft aller Divisionen. Der EBIT-Beitrag der Division Real Estate wird voraussichtlich deutlich tiefer ausfallen als im Vorjahr, insbesondere im ersten Halbjahr. Zusätzlich erwartet Implenia 2023 eine Verbesserung der Eigenkapitalquote auf >20%. Mittelfristig wird eine Eigenkapitalquote von 25% anvisiert. Die Gruppe hat zum Ziel, kurz- bis mittelfristig eine EBIT-Marge von ~3,5% und mittel- bis langfristig von >4,5% zu erreichen.

Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von CHF 0.40 pro Aktie

Implenia will die Aktionäre am Erfolg des Unternehmens nach erfolgreich abgeschlossener Transformation beteiligen. Aus diesem Grund wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 28. März 2023 beantragen, eine Dividende von CHF 0.40 pro Aktie auszuschütten. Der Verwaltungsrat geht davon aus, dass Implenia auch zukünftig kontinuierlich Dividenden ausschütten kann.

Personelle Veränderung im Verwaltungsrat

Anlässlich der Generalversammlung vom 28. März 2023 wird sich der Verwaltungsrat, Laurent Vulliet, nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Er ist seit 2016 Mitglied des Gremiums sowie des Nomination and Compensation Committee. 

Der Generalversammlung wird Raymond Cron (1959, Schweizer, nicht exekutiv und unabhängig) als neuer Verwaltungsrat vorgeschlagen. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in Führungspositionen bei Unternehmen in den Bereichen Immobilien und Bau wird er umfassende Branchen-Expertise und Führungskompetenz in den Verwaltungsrat einbringen. Seit 2015 hält er verschiedene Verwaltungsrats- und Geschäftsführungsmandate. Raymond Cron ist Bauingenieur ETH und hat ein Nachdiplomstudium in Betriebswissenschaften am BWI ETH Zürich absolviert.

Über die Implenia AG

Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister entwickelt und realisiert Implenia Lebensräume, Arbeitswelten und Infrastruktur für künftige Generationen in der Schweiz und in Deutschland. Zudem bietet Implenia in weiteren Märkten Tunnelbau- und damit verbundene Infrastrukturprojekte. Entstanden 2006, blickt Implenia auf eine rund 150-jährige Bautradition zurück. Das Unternehmen fasst das Know-how aus hochqualifizierten Beratungs-, Entwicklungs-, Planungs- und Ausführungseinheiten unter einem Dach zu einem integrierten, multinational führenden Bau- und Immobiliendienstleister zusammen. Mit ihrem breiten Angebotsspektrum sowie der Expertise ihrer Spezialisten realisiert die Gruppe grosse, komplexe Projekte und begleitet Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Bauwerke. Dabei stehen die Bedürfnisse der Kunden und ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg sowie sozialer und ökologischer Verantwortung im Fokus. Implenia mit Hauptsitz in Opfikon bei Zürich beschäftigt europaweit mehr als 7‘600 Personen und erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von CHF 3,6 Mrd. Das Unternehmen ist an der SIX Swiss Exchange kotiert (IMPN, CH0023868554). Weitere Informationen unter implenia.com

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