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Digitaler Gerichtssaal: Hälfte der Richterschaft befürchtet durch Künstliche Intelligenz manipulierte Aussagen

Eine aktuelle Umfrage zur Digitalisierung der Justiz zeigt: Professionelle Videokonferenz- und audiovisuelle Präsentationstechnik in den Gerichtssälen sind die Basis für eine digitale Verhandlungsführung. Allerdings sehen 50 Prozent der Befragten auch die Gefahr, dass Video-Aussagen durch Künstliche Intelligenz manipuliert werden könnten. Das Berliner Systemhaus Arktis IT Solutions hat bundesweit rund 130 Richterinnen und Richter zum Thema "Digitaler Gerichtssaal" befragt.

„Mithilfe der digitalen Verhandlungsführung kann die Justiz schneller und effizienter arbeiten. Daher müssen nach Vorgaben der Bundesregierung bis Anfang 2026 alle Gerichtssäle in Deutschland mit Videokonferenztechnik ausgestattet werden“, sagt Jan Christian Hesterberg, der als Prokurist bei Arktis sowohl für den Vertrieb als auch für den Bereich e-Justice verantwortlich ist. Auch die Richterschaft ist von den Vorteilen der Online-Welt überzeugt: So erwarten zwei von drei Richterinnen und Richtern, dass die Digitalisierung der Verhandlungssäle den finanziellen Aufwand für alle Prozessbeteiligten reduzieren wird.

„Künstliche Intelligenz (KI) birgt im Rahmen der Digitalisierung ein zusätzliches Potenzial und kann beispielsweise die Prozessführung durch KI-gestützte Transkription deutlich vereinfachen“, ist e-Justice-Experte Hesterberg überzeugt. Um einem möglichen Missbrauch aber von Anfang an einen Riegel vorzuschieben, sollten die Gerichte bei der Auswahl ihrer Videokonferenztechnik auf ausgereifte und besonders vertrauenswürdige Lösungen setzen. „In Kombination mit begleitenden Schulungen führt die Integration neuer Technologien oder Medien in den Gerichtssaal dann sogar zu einem Sicherheitsgewinn, der mit Effizienz- und Kostenvorteilen einhergeht“, so Hesterberg weiter.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Richterinnen und Richter der digitalen Risiken durchaus bewusst sind: „50 Prozent aller Befragten halten eine Manipulation von Video-Aussagen durch KI für möglich. Um den Einsatz von Deepfakes oder manipulierten Daten zu verhindern, müssen deshalb hohe Sicherheitsbarrieren im IT-Ökosystem integriert und die Nutzerinnen und Nutzer im Umgang geschult werden“, sagt Jan Christian Hesterberg. Noch würden technologische Neuerungen im Gerichtssaal häufig zu Unsicherheiten führen, weshalb sich die Richterschaft in der Umfrage mit großer Mehrheit für eine Anpassung der Juristenausbildung ausgesprochen hat.

ARKTIS auf dem Deutschen Verwaltungsgerichtstag

Die digitale Transformation bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz wird also auch die Justiz verändern. Ihre Lösungen für den digitalen Gerichtssaal zeigen die Experten der ARKTIS IT solutions auf dem Deutschen Verwaltungsgerichtstag. Vom 15. – 17. Mai stehen sie dort Rede und Antwort und erläutern, welche Vorteile und Risiken die neuen Technologien mit sich bringen.

Whitepaper „Digitaler Gerichtssaal“

Die ARKTIS IT solutions GmbH hat im Herbst 2023 Richterinnen und Richter an unterschiedlichen Gerichtsbarkeiten in Deutschland zum Thema „Digitaler Gerichtssaal“ befragt. Die insgesamt 127 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus sieben verschiedenen Bundesländern und allen Hierarchiestufen. Ein Whitepaper mit den zentralen Ergebnissen der Umfrage steht hier zum Download bereit: www.digitaler-gerichtssaal.de

Über die ARKTIS IT solutions GmbH

Die ARKTIS IT solutions GmbH ist ein führender mittelständischer Anbieter von innovativen und zuverlässigen Systemlösungen in den Bereichen Netzwerk- und Datentechnik, Kommunikation, technische Gebäudeausrüstung, Health Care und Digitalisierungslösungen. Seit der Gründung im Jahr 1988 ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen und beschäftigt derzeit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in Deutschland. Als zuverlässiger Partner von Behörden, Kommunen und Städten erhält die ARKTIS IT solutions GmbH rund 80 Prozent ihrer Aufträge von der öffentlichen Hand.

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