Corolla im Dauertest: Zuverlässig wie eine Mercedes A-Klasse
Verschleißerscheinungen hielten sich während des zweijährigen Tests in Grenzen: Die Bremsscheiben und -beläge haben sogar 110.000 km durchgehalten. Lediglich das sanfte Verzögern bis zum Stillstand gelang am Ende nicht mehr ganz so gut dosierbar wie zu Dauertestbeginn. Das reibungslose Zusammenspiel von Elektromotor und Verbrenner über das Planetengetriebe hat Toyota perfektioniert: kein Ruckeln und keine Verzögerungen, wenn sich der Verbrenner zuschaltet. Rein elektrisches Fahren gelingt in Geschwindigkeitsbereichen bis 30 km/h auch per „EV“-Knopfdruck – wenn auch meist nur für ein paar Hundert Meter. Deshalb genügen dem Hybrid im Stadt- und Überlandverkehr fünf bis sechs Liter auf 100 Kilometern. Bei flotten Autobahnfahrten ist der Corolla-Hybrid allerdings mit 10,6 Litern ausgesprochen durstig, dann reichen die 43 Liter im rechten kleinen Tank gerade für 400 Kilometer.
Bemängelt wurde im Dauertest, dass das Navi keine aktuellen Staudaten empfängt und der Touchscreen träge reagiert. Die Kopplung von Android Auto und Apple CarPlay funktioniert nur per Kabel und läuft nicht immer stabil – das ist ärgerlich. Aber das sind eher Kleinigkeiten mit Blick auf die hohe Zuverlässigkeit des Autos.
Redakteur: Clemens Hirschfeld
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