Trichinenuntersuchung künftig digital
Musste die Trichinenprobe beim herkömmlichen Verfahren noch von Papierformularen begleitet werden, werden künftig alle notwendigen Informationen mit dem neuen System über das Smartphone erfasst und direkt zur Untersuchungsstelle geleitet, schildert Amtsleiter Dr. Torsten Scheid. Nach Abschluss der Untersuchung werden die Befunde und die Freigabe wiederum direkt an das Smartphone des Jägers weitergeleitet und damit das Wildschwein freigegeben.
Neben der schnelleren Bearbeitungszeit hat das neue System noch weitere Vorteile, so sind die erforderlichen Angaben immer leserlich ausgefüllt und vollständig, der Erlegungsort kann automatisiert erfasst werden, was bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest eine wichtige Rolle spielt.
Das neue System der Probenentnahme arbeitet mit einer Handy-App, die vom Jäger kostenfrei über sein Smartphone zu nutzen ist. Hat der Jäger eine Erlaubnis zur Trichinenprobenentnahme, muss er sich einmalig im System registrieren und kann dann alle notwendigen Daten über sein Smartphone eintragen, erläutern Sabine Erbes und Johannes Georg, die die Trichinenuntersuchungen im Lauterbacher Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz durchführen.
Die Eintragungen, die bislang auf einem Probenbegleitpapier im Durchschlag-Verfahren gemacht wurden, werden dann ins Handy eingetragen, die Nummer der Wildmarke wird eingegeben, der Code der Probentüte wird eingescannt. Zusätzlich kann auch der genaue Erlegungsort über GPS angegeben werden. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass das Smartphone in das Funknetzt eingeloggt ist, sobald wieder Empfang besteht, werden die gespeicherten Daten automatisch übertragen.
„Noch befinden wir uns in der Testphase, aber das neue System ist gut angelaufen“, sagt Dr. Scheid und kündigt an, dass das digitale System am 1. April startet. Für eine Übergangsphase bleibt das herkömmliche Verfahren mit den handschriftlich auszufüllenden Begleitzetteln noch bis zum Jahresende bestehen.
„Bei 2000 bis 3000 Proben, die pro Jahr hier im Fachamt untersucht werden müssen, vereinfacht das neue System nicht nur die Abläufe bei der eigentlichen Untersuchung, dank einer schnelleren Freigabe der Trichinenuntersuchung profitieren natürlich auch die Jäger selbst“, fasst Erster Kreisbeigeordneter Patrick Krug abschließend zusammen.
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