Kunst & Kultur

Schülerinnen und Schüler machen Rieser Trachten lebendig

Wie lassen sich regionale Traditionen lebendig vermitteln und mit den Themen des UNESCO Global Geoparks Ries verbinden? Antworten darauf gaben Schülerinnen und Schüler der Geopark Ries Schulen bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Trachten im Ries – alles, was wir tragen“ im Kloster Maihingen.

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung fand das diesjährige Schulprojekt „Trachten im Ries – alles, was wir tragen“ der Geopark Ries Schulen seinen Höhepunkt. Schülerinnen und Schüler präsentierten die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit den historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründen der Rieser Trachten. Dabei wurde deutlich, dass Trachten weit mehr sind als historische Kleidungsstücke: Sie erzählen von Herkunft, Gemeinschaft und handwerklichem Können und spiegeln die Geschichte einer Region wider. Das Projekt verband regionale Kulturgeschichte mit Fragen von Identität, Mode und Nachhaltigkeit und stärkte zugleich Kreativität, Teamarbeit, handwerkliche Fähigkeiten sowie Präsentationskompetenz.

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, welche Bedeutung Trachten heute noch für die regionale Identität haben. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten die Geschichte der Rieser Tracht, führten Gespräche mit Expertinnen und Experten, Heimatpflegerinnen und Heimatpflegern sowie mit Eltern und Großeltern und setzten sich kreativ mit dem kulturellen Erbe ihrer Heimat auseinander.

Trachten als Ausdruck regionaler Identität

Heike Burkhardt, Geschäftsführerin Geopark Ries e. V., betonte in ihrer Begrüßung die besondere Bedeutung des diesjährigen Schulprojekts: „Wenn vom Ries die Rede ist, denken viele Menschen an den Meteoriteneinschlag und unsere einzigartige Landschaft. Identität und Heimatgefühl werden vor allem aber auch durch die Menschen, ihre Geschichte, ihre Bräuche und Traditionen geprägt. Genau hier setzt das Projekt ‚Trachten im Ries‘ an und stellt ein immaterielles Kulturgut ins Zentrum, das in Bayern eine lange Tradition hat und deshalb vom Bezirk auch mit finanzieller Förderung unterstützt wurde.“

Die Projektergebnisse zeigten eindrucksvoll die Bandbreite dieses Themas. Die Beiträge reichten von traditionellen Tänzen und der Entwicklung der Alltags- und Festkleidung, über historische Stickmuster, bis hin zu künstlerischen Arbeiten und modernen Neuinterpretationen der Rieser Tracht. Stellvertretender Bezirkstagspräsident Peter Schiele und Landrat Michael Dinkelmeier, 1. Vorsitzender Geopark Ries e. V., zeigten sich gleichermaßen begeistert, mit wie viel Kreativität und Engagement die Schülerinnen und Schüler veranschaulicht hätten, dass Tracht weit mehr sei als historische Kleidung. Das Projekt mache deutlich, wie kulturelles Erbe lebendig vermittelt und von jungen Menschen mit Freude weitergetragen werden könne.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war eine Modenschau, bei der die Schülerinnen und Schüler sowohl traditionelle, als auch nachgeschneiderte oder ganz neu interpretierte Trachten präsentierten. Ergänzend stellten die Schulen ihre Projektergebnisse in einer Ausstellung vor und gaben Einblicke in ihre Arbeitsprozesse. Der Modenschau vorausgegangen waren professionelle Laufstegtrainings sowie Fotoshootings in den Geopark Ries Geotopen Aumühle, Kühstein und Lindle. Mit der Fotografin Melanie Reinbold entstanden erfrischende Aufnahmen der Kinder und Jugendlichen in den verschiedensten Trachten. Die Bilder verdeutlichen die Verbindung von kulturellem und geologischem Erbe – zwei wesentliche Bestandteile der Identität des UNESCO Global Geoparks Ries. Eine Auswahl der Fotografien wird unter www.geopark-ries.de veröffentlicht.

Mehr Selbstvertrauen auf dem Laufsteg

Die Laufstegtrainings leitete Anja Fischer-Mayer. Für sie sei es eine große Freude gewesen, dass die Kinder und Jugendlichen während der Laufstegtrainings sichtbar an Selbstvertrauen gewonnen und die Trachten schließlich mit Stolz und Freude präsentiert hätten.

Projektleiterin Susanne Richt zeigte sich beeindruckt vom Engagement der beteiligten Schulen: „Wir unterstützen die Geopark Ries Schulen nach unseren Möglichkeiten bei besonderen Projekten und fördern den Austausch sowie die Vernetzung zwischen den Schulen – auch über Verwaltungsgrenzen hinweg. Die treibende Kraft hinter all diesen Projekten sind jedoch die engagierten Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler. Mit ihrer Kreativität, ihrer Begeisterung und ihrem Herzblut machen sie die Geopark Ries Schulen zu einem lebendigen Netzwerk.“

Beteiligt waren die Grundschule Mönchsdeggingen mit dem Projekt „Der Kittelschurz – vom Arbeitsgewand zum Kulturgut“ sowie die Grundschule Marktoffingen/Maihingen mit traditionellen Tänzen und einer Fotodokumentation zur Kindermode im Wandel der Zeit. Das Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen präsentierte das Kunstprojekt „Tracht trifft Surrealismus“ sowie traditionelle Rieser Trachten. Mit der modernen Neuinterpretation traditioneller Trachten beschäftige sich das Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen. Die Grundschule Reimlingen widmete sich den Stickmustern des Rieser Blauhemds und den Trachten der Region, während die Montessori-Schule Oettingen ein selbstgenähtes Dirndl präsentierte.

Ein besonderer Dank galt den engagierten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, den beteiligten Trachtenvereinen, Heimatpflegern, den Familien sowie allen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen eingebracht haben. Hervorzuheben ist die Unterstützung des Bezirks Schwabens, der mit seiner Trachtenkultur-Beratung, seinem Museum KulturLand Ries sowie einer finanziellen Förderung wesentlich zum Gelingen des Projekts beigetragen hat.

UNESCO-Ziele lebendig vermittelt

Das Projekt ist Teil des Bildungsangebots des UNESCO Global Geopark Ries und zugleich ein Beitrag zum Jubiläumsjahr „20 Jahre Nationaler Geopark Ries“. Projektergebnisse und Jubiläumsaktionen sind zu finden unter www.geopark-ries.de. Mit dem Projekt „Trachten im Ries – alles, was wir tragen“ griff der Geopark Ries zugleich die Ziele der UNESCO zum Schutz des immateriellen Kulturerbes auf. Es zeigte, wie regionale Traditionen zeitgemäß vermittelt und von jungen Menschen kreativ weiterentwickelt werden können. Damit wird deutlich, was einen UNESCO Global Geopark auszeichnet: Er bewahrt nicht nur sein geologisches Erbe, sondern vermittelt auch das kulturelle Erbe der Region und macht die enge Verbindung zwischen Natur, Geschichte und Menschen erlebbar.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Landratsamt Donau-Ries Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit
Pflegstraße 2
86609 Donauwörth
Telefon: +49 (906) 74258
Telefax: +49 (906) 74248
https://www.donau-ries.de/

Ansprechpartner:
Heike Burkhardt
Telefon: +49 (906) 74-1901
E-Mail: heike.burkhardt@geopark-ries.de
Maria Kränzler
Büroleiterin
Telefon: +49 (906) 74-6332
E-Mail: maria.kraenzler@lra-donau-ries.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel