Wenn sich Leidenschaft ihren Weg bahnt: Ohne Bohrmaschine wäre alles halb so schön
Kleiderschrank als Gesellenstück
Im vergangenen Jahr war Hannes Marx der glückliche Gewinner in der Kategorie „Gesellenstück“. Der junge Schreiner überzeugte nicht nur mit handwerklichem Können, sondern auch mit Kreativität und großem Engagement. Für sein Gesellenstück, einen Kleiderschrank mit praktischen Details wie einem Hosenauszug, warb er über WhatsApp und Instagram. Freunde und Bekannte voteten kräftig mit, sogar seine Fußballmannschaft half beim Abstimmen. Sein Gesellenstück sprach einfach für sich. Die Idee dazu entstand ganz pragmatisch: „Ich habe mir überlegt, was ich in meinem Zimmer brauche – und daraus ist dann der Kleiderschrank entstanden. Er hat jetzt alles, was ich benötige“, sagt Hannes Marx. Besonders ist die Materialauswahl. So verwendete der junge Schreiner Spanplatten mit Astlöchern, die er sorgfältig bearbeitete. Unter Zuhilfenahme von Spachtelmasse entstand eine glatte Oberfläche. Hinzu kamen farbige Akzente, um dem Möbelstück einen individuellen Look zu geben.
Handwerk lag immer schon im Blut
Dass Hannes Marx irgendwann in einem Handwerksberuf landen würde, überraschte niemanden. „Während andere sich ein Spielzeug gewünscht haben, wollte Hannes eine Bohrmaschine“, erinnert sich seine Oma mit einem Lächeln. Der Weg und die Leidenschaft zeichneten sich also früh ab. Die Berufsentscheidung fiel schließlich nach zwei Praktika in Schreinereien: Holz statt Motoröl. Besonders schön: Die Praktika machte er gemeinsam mit seinem besten Freund. Beide wurden für die Ausbildung im gleichen Betrieb angenommen und jetzt als Gesellen auch übernommen.
Erfolgreich nicht nur bei #zeigsallen
Die zwei Wochen Bauphase für das Gesellenstück beschreibt Hannes Marx als „die stressigsten meines Lebens“. Doch die Mühe habe sich gelohnt: Neben dem Erfolg beim Fotowettbewerb der Handwerkskammer #zeigsallen kam er mit seiner Arbeit auch auf den zweiten Platz bei der Schreiner-Innung und erreichte den ersten Platz beim Zuschauer-Voting in Buchen, wo die Gesellenstücke in einer Bank ausgestellt wurden.
Im nächsten Schritt zum Meister
Seine Zukunft sieht Hannes Marx natürlich weiterhin im Handwerk: Gemeinsam mit einem Kollegen möchte er irgendwann die Meisterausbildung beginnen. „Aber nicht sofort“, sagt er. Erst einmal will er noch ein wenig Berufserfahrung sammeln. Und seine Leidenschaft im Schreinerhandwerk weiter genießen. Was ihn daran so begeistert bringt er knapp auf den Punkt: Man sehe direkt, was man geschaffen habe. Und: „Man hat halt was davon.“ Ganz praktisch und pragmatisch eben.
Weitere Informationen und Teilnahmemöglichkeit beim Fotowettbewerb #zeigsallen auf der Website der Handwerkskammer: www.hwk-mannheim.de/zeigsallen. Kontakt zu Themen rund um die Ausbildung im Handwerk unter E-Mail: ausbildungsberatung@hwk-mannheim.de und zur Meisterfortbildung unter E-Mail: meisterpruefung@hwk-mannheim.de.
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