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Hochschule Worms beteiligt an Forschung zu globalen biopharmazeutischen Lieferketten – BioPharma-Atlas veröffentlicht

Die Hochschule Worms ist an der Entwicklung des BioPharma-Atlas beteiligt, einer neu veröffentlichten, interaktiven Analyseplattform zur weltweiten Produktion biopharmazeutischer Wirkstoffe. Das Forschungsprojekt unter Leitung von Prof. Dr. David Francas (Studienrichtung International Business Administration) macht erstmals umfassende Daten zu Produktions- und Lieferkettenstrukturen von in der Europäischen Union zugelassenen biopharmazeutischen Arzneimitteln öffentlich zugänglich.

Der BioPharma-Atlas analysiert die zeitliche Entwicklung und geografische Verteilung globaler Produktionsstandorte für Originalpräparate und Biosimilars. Grundlage der Untersuchung sind Zulassungsdaten der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Die Plattform ermöglicht detaillierte Auswertungen zur Struktur und Entwicklung internationaler Lieferketten sowie zur Bedeutung einzelner Wirtschaftsregionen.

Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist die zunehmende Verschiebung von Produktionskapazitäten in Richtung Asien. Während Europa und Deutschland anteilig an Produktionsstandorten verlieren, steigt die Bedeutung von Ländern wie China, Indien, Südkorea und Taiwan – insbesondere im Bereich der Biosimilars.

„Was derzeit am Markt für Biosimilars geschieht, erinnert stark an die Entwicklung bei Generika“, so Projektleiter Prof. Dr. David Francas. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Relevanz resilienter Lieferketten für die Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen sowie für die wirtschafts- und gesundheitspolitische Diskussion in Europa.

Der BioPharma-Atlas ist als öffentlich zugängliche und interaktive Plattform konzipiert und soll künftig weiter ausgebaut werden. Gemeinsam mit Projektmitarbeiter Niklas Currenti ist geplant, die Plattform perspektivisch zu einem Frühwarnsystem für mögliche Versorgungslücken weiterzuentwickeln und weitere empirische Analysen bereitzustellen.

Die Forschung greift eine hochaktuelle wirtschafts- und gesundheitspolitische Debatte auf, die unter anderem auch in einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen wurde. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über Versorgungssicherheit, globale Abhängigkeiten und die Zukunft der biopharmazeutischen Industrie.

Die Forschung der Hochschule Worms knüpft damit an die Landesstrategie Rheinland-Pfalz an, die Biotechnologie als zentrale Zukunftsbranche hervorhebt.

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