Organspende: Eine Entscheidung, die Leben retten kann
Trotz eines leichten Anstiegs der jährlichen Organspenden bleibt die Situation in Deutschland weiterhin angespannt: Im Jahr 2025 haben bundesweit 985 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Gleichzeitig warten weiterhin mehr als 8.000 schwer kranke Patientinnen und Patienten auf eine Organtransplantation. Im Städtischen Klinikum Karlsruhe haben 2025 zwölf Menschen ihre Organe gespendet. Damit konnte 42 Menschen ein neues Leben geschenkt werden.
„Organe spenden können die meisten Menschen, unabhängig vom Alter. Vorausgesetzt wird immer der sichere Hirntod, der von mindestens zwei Ärztinnen oder Ärzten unabhängig voneinander festgestellt werden muss“, erklärt Dr. Stephanie Hirner, eine von sechs Transplantationsbeauftragten am Klinikum Karlsruhe. „Außerdem muss die Spenderin oder der Spender zu Lebzeiten zugestimmt haben, beispielsweise durch einen Organspendeausweis.“
Ein zentrales Problem bleibt aber die fehlende Dokumentation des persönlichen Willens. Liegt keine Entscheidung der potenziellen Spenderin oder des potenziellen Spenders vor, müssen Angehörige häufig unter großer emotionaler Belastung stellvertretend entscheiden.
„Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er seine Organe spenden möchte, oder nicht. Die Entscheidung ist freiwillig. Wichtig ist nur, dass sich jeder Gedanken macht, was er möchte – und seinen Wunsch in seinem Umfeld klar kommuniziert“, sagt Dr. Hirner.
Einen Organspendeausweis kann man kostenlos online bestellen, oder einfach selbst ausdrucken und ausfüllen.
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