Finanzen / Bilanzen

Wichtiges Förderinstrument weiter stärken

Neue Tischtennisplatten, Treffpunkte für Jung und Alt, Veranstaltungstechnik, Betriebserweiterungen oder die Anschaffung neuer Maschinen, die mit Investitionen im sechsstelligen Euro-Bereich zu Buche schlagen und die Schaffung neuer Stellen: „Das LEADER-Programm sorgt im Vogelsbergkreis seit Jahrzehnten für ganz viel Bewegung im Ehrenamt, bei Städten und Gemeinden sowie in der Wirtschaft“, stellt Landrat und Vorstandsvorsitzender des Vereins Region Vogelsberg, Dr. Jens Mischak, fest. „Damit das auch für die kommenden Jahre so bleibt, braucht es auf EU-Ebene ein klares Bekenntnis – und eine umfassende finanzielle Ausstattung für das Programm“, sagt der Landrat mit Blick auf die aktuellen Verhandlungen des mehrjährigen EU-Finanzrahmens. Denn derzeit werden Agrar- und Förderpolitik umstrukturiert. Eine mögliche Auswirkung: weniger Geld für die LEADER-Regionen.

„Das Programm zeigt im Vogelsbergkreis über Jahre hinweg seine Wirkung. Es trägt zur Daseinsvorsorge bei und fördert gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, führt der Landrat aus. Allein in der aktuellen Förderperiode, die noch bis ins kommende Jahr reicht, sind rund 6,3 Millionen Euro in die Region geflossen, rechnet er vor. Darunter auch das LEADER-Regionalbudget, mit dem in der Region Vogelsberg Projekte von bis zu 10.000 Euro unkompliziert unterstützt werden. „Mit seinem Fokus auf Vereins- und Jugendarbeit hilft das Regionalbudget besonders ehrenamtlichen Initiativen und Kommunen bei der Umsetzung – etwa für Freizeit- oder Kulturprojekte“, sagt Dr. Mischak. „Sprechen wir über Projekte mit Investitionen ab 10.000 Euro, stehen vor allem die Daseinsvorsorge, die wirtschaftliche Entwicklung sowie Naherholung, ländlicher Tourismus und Bioökonomie im Mittelpunkt“, sagt Dr. Mischak. Und auch hier sind in den vergangenen Jahren seit 2023 insgesamt 107 Projekte unterstützt worden, ergänzt er.

Stärkung für den ländlichen Raum

Die LEADER-Förderung ist für den ländlich strukturierten Vogelsbergkreis ein echter Gewinn. „Werden in Zukunft weniger Mittel bereitgestellt, würden sicher einige Projekte nicht in Angriff genommen“, ist sich der Landrat sicher. EU, Bund und Land haben es also in der Hand, und sind gefordert, mit einem klaren Bekenntnis für den ländlichen Raum das LEADER-Projekt umfänglich zu finanzieren, merkt er an.

Positionspapier der hessischen LEADER-Regionen

Auch der Zusammenschluss der hessischen LEADER-Regionen setzt sich auf EU-Ebene für den Erhalt des LEADER-Programms ein. Dazu hat das Netzwerk Unterschriften gesammelt und sie gemeinsam mit einem Positionspapier an Landes- und EU-Politik übergeben. Das Bündnis wirbt für eine umfassende und kontinuierliche Finanzierung, da hessenweit zwischen 2023 und 2025 insgesamt 176 Unternehmen gefördert und mehr als 1.000 Projekte über das Regionalbudget unterstützt werden konnten. Weiter teilen die hessischen LEADER-Regionen mit, dass in den zurückliegenden Jahrzehnten durch Fördermaßnahmen mehr als 1.200 Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen wurden.

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