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Lebenszyklusmodelle für eine zukunftsgerichtete Altersvorsorge
In jungen Jahren zu sparen, um die später die staatliche Rente – und im besten Fall die betriebliche Rente – aufzustocken, erscheint vielen sinnvoll, wenn nicht sogar zwingend. Aber wie lässt sich das sinnvoll gestalten? Wer mehr als eine statische Vermögensallokation möchte, sollte über Lebenszyklusmodelle nachdenken. Ein Gleitpfad, also die schrittweise Veränderung der Anlagestrategie über Zeit, kann dabei helfen, das Portfolio immer neu an der jeweiligen Lebensphase auszurichten, während der Ruhestand näher rückt. Dabei ist die Gestaltung eines effektiven Gleitpfads nicht einfach eine Frage der Risikominderung mit zunehmendem Alter. Sie erfordert einen langfristigen Blick die Entwicklung von Beiträgen, Gehaltswachstum, Zeithorizont, Altersvorsorgebedarf und Risikotragfähigkeit. Und das über das gesamte Erwerbsleben einer…
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Gegensätzliche Marktsignale
Im letzten Monat beeinflussten sehr unterschiedliche Kräfte die Aktien- und Anleihemärkte. Die Anleiherenditen am kurzen Ende der Zinskurve sind aufgrund des Inflationsdrucks und einer restriktiveren Geldpolitik der Zentralbanken gestiegen, während die Renditen am langen Ende der Zinskurve aufgrund höherer Laufzeitprämien angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten und anhaltend hoher Haushaltsdefizite zulegten. Aktien waren dagegen weniger stark vom Krieg betroffen. Die Märkte erholten sich von ihren Tiefstständen im März. Und das, obwohl die Rallye weitgehend von einigen wenigen Themen, wie Energie, Hyperscaler oder Speicherchips, und einer Handvoll Unternehmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Aussicht auf Produktivitätsgewinne getrieben wurde, die unserer Meinung nach erst langfristig eintreten werden. Für uns…
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Weltweite Diversifizierung am Wendepunkt
Es ist keine neue Erkenntnis: Oft markieren Krisen den Beginn anhaltender Entwicklungen. Nach der Finanzkrise 2008 nahm beispielsweise die Konzentration auf US-Aktien stark zu. Diese Entwicklung hält seitdem an, obwohl die Führungsrolle der US-Wirtschaft durch den Aufstieg Chinas zunehmend in Frage gestellt wird. Trotzdem hat diese Konzentration in den vergangenen Jahren durch KI weiter an Boden gewonnen und die Märkte, angeführt von den USA, angetrieben. Dieser Trend hat sich auch bei Anleihen gezeigt. Eine anhaltende Phase von geringen oder negativen Renditen außerhalb der USA haben zu starken Zuflüssen in US-Staatsanleihen geführt. Auf der Währungsseite laufen die Hälfte des Handelsumsatzes und rund 45–50 % der SWIFT-Zahlungen in USD, obwohl die USA…
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Neue Weltordnung, neuer Investmentansatz? Drei Erkenntnisse
Die jüngste Krise ist noch nicht vorbei. Wenn wir aber über die kurzfristigen Reaktionen hinausblicken, hat sie mehrere Trends offenbart, die langfristig denkende Anleger nicht ignorieren sollten. Erste Erkenntnis: Traditionelle sichere Häfen funktionieren nicht mehr Bestimmte Vermögenswerte, die als sichere Häfen gelten, haben ihre Rolle nicht erfüllt. Auf dem Höhepunkt der Krise blieben Staatsanleihen hinter den Erwartungen zurück, während der Dollar nur leicht anstieg, bevor er wieder auf sein Ausgangsniveau zurückfiel. Und auch Gold ist seiner traditionellen Funktion nicht gerecht geworden. Was sich dagegen gut behauptete, waren hochwertige Unternehmensanleihen und die Aktien bestimmter multinationaler Unternehmen. Diese Umkehr ist durchaus wichtig und bestätigt zwei strukturelle Bedenken. Erstens verschlechtert sich die Situation…
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KI trifft auf Behavioural Finance: Intelligentere Tools für Privatanleger
Technologie und KI können eine wertvolle Rolle bei der Verbesserung der Anlageergebnisse spielen – und zwar innerhalb eines Rahmens, der Daten und Privatsphäre schützt. Asset Manager nutzen diese Systeme bereits, um die Bedürfnisse der Anleger effektiv zu ermitteln und personalisierte, datengestützte Erkenntnisse zu liefern. Verhaltensanalysen und Clusterbildung bei Privatanlegern bieten zusammen mit synthetischen Umfragen, die auf Large Language Models (LLM) basieren, neue Möglichkeiten Anlegerpräferenzen zu verstehen und Kommunikationsstrategien zu testen. Die daraus entstehenden Ergebnisse helfen Anlegern, von klareren Empfehlungen und Entscheidungshilfen und verbesserten finanziellen Ergebnissen zu profitieren. Herausforderungen beim Einsatz von KI Der Einsatz von KI zur genaueren Erfassung von Anlegerpräferenzen und zur Entwicklung von Verhaltensvorhersagemodellen ist vielversprechend, bringt aber…
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Europas Wandel der Rentensysteme: Von der Herausforderung für die Altersvorsorge zur Chance für den Kapitalmarkt
Europa altert. In mehreren großen europäischen Ländern machen die Rentenausgaben bereits einen zweistelligen Anteil am BIP aus, und sie werden voraussichtlich noch weiter steigen. Gleichzeitig ist die Staatsverschuldung in weiten Teilen Europas hoch und der Schuldendienst wegen gestiegener Zinsen teurer geworden. Dies beschränkt die Möglichkeiten der Regierungen, den demografischen Druck durch mehr Transferleistungen abzufedern. Außerdem ändert sich die Struktur der Altersvorsorge. Zwar spielen traditionelle leistungsorientierte Systeme (defined benefit) in vielen Märkten weiterhin eine wichtige Rolle, allerdings gewinnen beitragsorientierte Systeme (defined contribution) und individuelle Sparmodelle mehr und mehr an Bedeutung. Hinzu kommt die höhere Erwartung, dass ein System zur Altersvorsorge nicht einfach Vermögen ansammelt, sondern dazu beiträgt, ein sicheres Einkommen während…
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Amundi begleitet die Auflegung eines der weltweit größten Blended-Finance-Fonds
Amundi, der führende europäische Asset Manager[1], bringt seine Expertise bei der weiteren Entwicklung der Global Green Bond Initiative (GGBI) ein. Die GGBI ist eine innovative, von Europa angeführte Koalitionsinitiative, die privates institutionelles Kapital für Klima- und Umweltprojekte in Partnerländern der Europäischen Union mobilisieren möchte. Der Schwerpunkt liegt hierbei insbesondere auf Schwellen- und Entwicklungsländern. Die GGBI ist eine Leitinitiative der „Global Gateway“-Strategie der EU. Amundi wird als Asset Manager des am 24. April in Brüssel aufgelegten GGBI-Fonds fungieren. Der Public-Private-Fonds hat ein Zielvolumen von bis zu 3 Milliarden Euro. Fast 1 Milliarde Euro wird von Investoren aus multilateralen und europäischen Entwicklungsbanken erwartet und bis zu 2 Milliarden Euro von privaten Investoren. Der…
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Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check
Wir gehen davon aus, dass die Gewinne europäischer Unternehmen im ersten Quartal relativ stabil bleiben. Da der Iran-Konflikt erst Ende Februar begann, dürften die Auswirkungen in den Berichten zum zweiten Quartal und darüber hinaus deutlich sichtbarer werden. Während der Invasion in die Ukraine 2022 wurde das EPS-Wachstum für viele Sektoren nach oben korrigiert, wobei der Energiesektor hier besonders herausstach. Dies dürfte auch im Falle des Iran-Konflikts wieder der Fall sein. Ebenso könnten die Umsätze des Finanzsektors von dem Umfeld höherer Renditen profitieren, wenngleich dies durch eine mögliche Vorziehung von Kreditrückstellungen gemäß den neuen IFRS-9-Rechnungslegungsvorschriften bei einigen Instituten – vor allem bei britischen und asiatischen Banken, die Engagements in der Nahostregion…
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Finanzwelt und Künstliche Intelligenz: neue unsichtbare Risiken
Viele finanzielle Risiken werden mit den herkömmlichen Tools nur unzureichend erfasst oder sogar übersehen. Das haben die großen Finanzkrisen gezeigt. Der derzeitige explosionsartige Anstieg alternativer Daten, die Verbreitung von KI und die Zunahme dezentraler Infrastrukturen schaffen neue Risiken in der Finanzwelt. Alternative Daten in den Bereichen Text, Ton, Bilder erhöhen den Grad der Detailliertheit, die Häufigkeit sowie die Vielfalt der Signale, die verwertet werden können, um Anlagesignale zu generieren und Risiken genauer zu bewerten. Das scheint zunächst mit Blick auf die Informationseffizienz positiv, kann aber von dem Bemühen um grundlegende Informationen abhalten und langfristige Aussichten wie auch die Wirtschaftlichkeit von Kapitalallokationen untergraben. Die neuen Daten haben zudem Schwachstellen: Datenpannen,böswillige Manipulationen,…
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CPR Invest – European Strategic Autonomy: Drei Jahre Innovation im Dienst der europäischen Souveränität
Mit einem verwalteten Vermögen von über 700 Mio. Euro[1] feiert der „CPR Invest – European Strategic Autonomy“, ein aktiver Fonds mit Fokus auf die europäische Souveränität, sein dreijähriges Bestehen. Die Strategie ist einer der Grundpfeiler des Angebots an Themenaktienfonds, für das CPR AM bekannt ist. Die Corona-Pandemie, der Ukrainekrieg und globale geopolitische Verschiebungen haben Europa dazu veranlasst, eine Reihe konkreter, langfristiger und sektorspezifischer Aktionspläne auf den Weg zu bringen, um seine Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die jüngsten Initiativen konzentrieren sich auf die Sicherheit im Allgemeinen („Rearm Europe – Readiness 2030“), künstliche Intelligenz („Invest AI“), die Sicherung von Lieferketten („RESource EU“, „Critical Medicine Act“) und die Unterstützung der europäischen Industrie („Industrial Accelerator…