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Amundi begleitet die Auflegung eines der weltweit größten Blended-Finance-Fonds
Amundi, der führende europäische Asset Manager[1], bringt seine Expertise bei der weiteren Entwicklung der Global Green Bond Initiative (GGBI) ein. Die GGBI ist eine innovative, von Europa angeführte Koalitionsinitiative, die privates institutionelles Kapital für Klima- und Umweltprojekte in Partnerländern der Europäischen Union mobilisieren möchte. Der Schwerpunkt liegt hierbei insbesondere auf Schwellen- und Entwicklungsländern. Die GGBI ist eine Leitinitiative der „Global Gateway“-Strategie der EU. Amundi wird als Asset Manager des am 24. April in Brüssel aufgelegten GGBI-Fonds fungieren. Der Public-Private-Fonds hat ein Zielvolumen von bis zu 3 Milliarden Euro. Fast 1 Milliarde Euro wird von Investoren aus multilateralen und europäischen Entwicklungsbanken erwartet und bis zu 2 Milliarden Euro von privaten Investoren. Der…
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Wer gewinnt, wer verliert? Europas Branchen im Energiekrisen-Check
Wir gehen davon aus, dass die Gewinne europäischer Unternehmen im ersten Quartal relativ stabil bleiben. Da der Iran-Konflikt erst Ende Februar begann, dürften die Auswirkungen in den Berichten zum zweiten Quartal und darüber hinaus deutlich sichtbarer werden. Während der Invasion in die Ukraine 2022 wurde das EPS-Wachstum für viele Sektoren nach oben korrigiert, wobei der Energiesektor hier besonders herausstach. Dies dürfte auch im Falle des Iran-Konflikts wieder der Fall sein. Ebenso könnten die Umsätze des Finanzsektors von dem Umfeld höherer Renditen profitieren, wenngleich dies durch eine mögliche Vorziehung von Kreditrückstellungen gemäß den neuen IFRS-9-Rechnungslegungsvorschriften bei einigen Instituten – vor allem bei britischen und asiatischen Banken, die Engagements in der Nahostregion…
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Finanzwelt und Künstliche Intelligenz: neue unsichtbare Risiken
Viele finanzielle Risiken werden mit den herkömmlichen Tools nur unzureichend erfasst oder sogar übersehen. Das haben die großen Finanzkrisen gezeigt. Der derzeitige explosionsartige Anstieg alternativer Daten, die Verbreitung von KI und die Zunahme dezentraler Infrastrukturen schaffen neue Risiken in der Finanzwelt. Alternative Daten in den Bereichen Text, Ton, Bilder erhöhen den Grad der Detailliertheit, die Häufigkeit sowie die Vielfalt der Signale, die verwertet werden können, um Anlagesignale zu generieren und Risiken genauer zu bewerten. Das scheint zunächst mit Blick auf die Informationseffizienz positiv, kann aber von dem Bemühen um grundlegende Informationen abhalten und langfristige Aussichten wie auch die Wirtschaftlichkeit von Kapitalallokationen untergraben. Die neuen Daten haben zudem Schwachstellen: Datenpannen,böswillige Manipulationen,…
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CPR Invest – European Strategic Autonomy: Drei Jahre Innovation im Dienst der europäischen Souveränität
Mit einem verwalteten Vermögen von über 700 Mio. Euro[1] feiert der „CPR Invest – European Strategic Autonomy“, ein aktiver Fonds mit Fokus auf die europäische Souveränität, sein dreijähriges Bestehen. Die Strategie ist einer der Grundpfeiler des Angebots an Themenaktienfonds, für das CPR AM bekannt ist. Die Corona-Pandemie, der Ukrainekrieg und globale geopolitische Verschiebungen haben Europa dazu veranlasst, eine Reihe konkreter, langfristiger und sektorspezifischer Aktionspläne auf den Weg zu bringen, um seine Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die jüngsten Initiativen konzentrieren sich auf die Sicherheit im Allgemeinen („Rearm Europe – Readiness 2030“), künstliche Intelligenz („Invest AI“), die Sicherung von Lieferketten („RESource EU“, „Critical Medicine Act“) und die Unterstützung der europäischen Industrie („Industrial Accelerator…
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Mit fast 3.000 beteiligten Unternehmen in 2025 setzt Amundi seine Initiative zum Aktionärsengagement fort, um deren ESG-Praktiken zu verbessern
Amundi, der führende europäische Vermögensverwalter[1], hat wichtige Kennzahlen zum Unternehmensengagement und den Stimmrechtsaktivitäten im Jahr 2025 veröffentlicht. Die Stewardship-Aktivitäten werden von einem rund 40-köpfigen Experten-Team aus fünf Ländern durchgeführt und sind einer der Eckpfeiler der verantwortungsvollen Anlagepolitik von Amundi. Sie basieren auf der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit für ein widerstandsfähiges und langfristiges Wirtschaftswachstum grundlegend ist. Auf Basis der Überzeugung, dass ein konstruktiver Dialog zu besseren Ergebnissen führt, möchte Amundi durch sein Engagement und seine Stimmrechtsausübung einen spürbaren Einfluss auf die Wirtschaft nehmen. Ein sowohl ambitionierter als auch pragmatischer Ansatz soll dabei Anpassungen wirkungsvoll fördern. Die wichtigsten Punkte der Amundi Engagement-Aktivitäten in 2025: Dialog mit 2.948 Unternehmen in 2025: Diese Zahl hat…
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Der andauernde Konflikt lässt Inflationserwartungen steigen
Der Krieg im Nahen Osten geht nun bereits in den zweiten Monat. Die hohen Energiepreise wirken sich immer mehr auf die globalen Finanzmärkte aus. Die Breakeven-Kurven in den USA und Europa stiegen stark an, da die Märkte die Inflationserwartungen und die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Zentralbanken neu bewerteten. Auch die Nominalrenditen, insbesondere am kurzen Ende, stiegen in Ländern wie Großbritannien deutlich. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint uns ein Teil dieser Reaktion übertrieben. Wir sind der Ansicht, dass die Dauer der hohen Energiepreise ausschlaggebend für die sekundären inflationären Auswirkungen sein wird. Was das Wachstum betrifft, scheinen die Märkte derzeit nicht übermäßig besorgt zu sein. Wir sind der Auffassung, dass anhaltend hohe…
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Reformen und Reflation: Das Aufwärtspotenzial Japans erschließen
Der japanische Aktienmarkt hat sich viele Jahre unterdurchschnittlich entwickelt und wird mit einem niedrigeren Kurs-Buchwert-Verhältnis gehandelt als seine globalen Pendants. Dieser Abschlag ist gerechtfertigt, da die Eigenkapitalrendite niedriger ist. Der Grund hierfür sind überdimensionierte Bilanzen. Viele Unternehmen haben überschüssige Barmittel gehortet, beträchtliche Beteiligungen an anderen Firmen gehalten und umfangreiche Immobilienportfolios aufgebaut. Diese Vermögenswerte werden für den operativen Betrieb nicht benötigt und stellen so eine schlechte Verwendung des Eigenkapitals dar. Reform der Unternehmensführung, um Bewertungsabschläge zu beseitigen Bereits vor über einem Jahrzehnt setzten die japanischen Regulierungsbehörden unter Premierminister Shinzo Abe eine Agenda zur Unternehmensführung durch, um sicherzustellen, dass Unternehmen Kapital effizienter einsetzen und im besten Interesse der Aktionäre handeln. Seitdem haben…
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Die Märkte fahren Achterbahn
Die Krise im Nahen Osten wird den Weg Europas zu strategischer Autonomie und umweltfreundlicherer Energie wahrscheinlich deutlich beschleunigen. Die Zentralbanken werden angesichts des zunehmenden Inflationsrisikos voraussichtlich vorsichtiger werden und eine abwartende Haltung einnehmen. Für Anlegerinnen und Anleger ist es wichtig, weiter gut zu diversifizieren und auch über die Krise hinaus Investments nach hohen Qualitätskriterien auszuwählen. Weltweiter Investmentansatz bleibt bei Aktien entscheidend Die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf den Aktienmarkt zeigen die Sensibilität der Volkswirtschaften gegenüber höheren Energiepreisen und neuen Inflationsängsten. Während sich US-Investments (einschließlich des Dollars) bisher als recht widerstandsfähig erwiesen haben, bleiben die Anfälligkeiten im Zusammenhang mit hochpreisigen KI-Segmenten und einem hohen US-Finanzdefizit bestehen. Im Gegensatz dazu…
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Alles dreht sich noch schneller
Seit Jahresbeginn haben sich mehrere unserer Thesen bestätigt und manche Trends haben sich sogar beschleunigt. Die Märkte sind nach wie vor stabil, auch wenn es auf Länder- und Sektorebene und bei Aktien zu erheblichen Umschichtungen gekommen ist. Geopolitische Fragmentierung und kontrollierte Unruhen bleiben zentrale Themen, wie die aktuelle Eskalation im Nahen Osten gezeigt hat. Die Entwicklungen durch den militärischen Schock sind rasant, und die politischen Auswirkungen sind aktuell nicht vorherzusehen. Die Ölpreise – der wichtigste makroökonomische Transmissionsmechanismus – scheinen unmittelbar eine geopolitische Risikoprämie widerzuspiegeln. In Davos wurde schon eine Verschiebung des Narrativs diskutiert, ein klarer Bruch in der internationalen Ordnung. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz und zuletzt auf den Märkten haben…
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Was der Iran-Konflikt für die Finanzmärkte bedeutet
Die Iran-Krise verstärkt einen strukturellen Wandel, auf den wir bereits hingewiesen haben: Geopolitik wird wieder zu einem makroökonomischen Treiber. Wir bewegen uns weiter in Richtung eines Umfelds „kontrollierter Unordnung”, in dem Schocks eher zu Rotation und Streuung als zu einer einheitlichen Marktrichtung führen. Wir betrachten Öl als Transmissionsmechanismus für Wirtschaft und Märkte. Das aktuelle Ölpreisniveau spiegelt den aktuellen Schock wider. Ohne eine Störung der Straße von Hormus ist ein dauerhafter Ölpreis von über 100 USD unwahrscheinlich – und paradoxerweise würden bei Erreichen dieses Niveaus massive Nachfragerückgänge und Rezessionsrisiken den Anstieg schnell begrenzen. Wir interpretieren die Situation in erster Linie als vorübergehenden stagflationären Impuls und nicht als neuen Öl-Superzyklus. Solange die…