-
Finanzmarkt und Realwirtschaft müssen vernetzter handeln
Die Herausforderung ist bekannt: Bis 2050 werden jährlich 3,5 Billionen US-Dollar an Investitionen benötigt, um die Netto-Null-Ziele zu erreichen. Erschwert wird dieses Ziel durch die Entwicklung der vergangenen Jahre: 2020 gingen die Emissionen zwar pandemiebedingt um etwa 7 % zurück, aber abgesehen von dieser Ausnahme stiegen die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen – einschließlich des Kohleverbrauchs – in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an und erreichten 2022 ein Allzeithoch, das in diesem Jahr auf das nächste Rekordniveau ansteigen dürfte. Um diesen alarmierenden Zahlen einen Aktionsplan entgegen zu setzen, ergibt es keinen Sinn, Finanzmarkt und Realwirtschaft getrennt voneinander zu betrachten. Um Netto-Null effektiv umsetzen zu können, ist ein weltweit koordiniertes Vorgehen elementar. Die Experten von Amundi sehen…
-
Überschwemmt der Anleiheabbau der Zentralbanken die Märkte?
Der jüngste Anstieg der weltweiten Anleiherenditen ist zum Teil auf die Sorge über ein größeres Angebot von Staatsanleihen auf den Märkten zurückzuführen. Ein Teil dieses Renditeanstiegs dürfte sich umkehren, wenn sich die Inflation den Zielen der Zentralbanken nähert und somit die Geldpolitik weniger restriktiv wird. Aber auch die Zentralbanken werden das Angebot an Staatsanleihen am Markt erhöhen, wenn sie ihre beispiellos großen Bilanzen abbauen – von aktuell 30 % des BIP bei der US-Notenbank Fed bis zu 50 % des BIP der Eurozone bei der Europäischen Zentralbank gemäß Bloomberg-Daten. Das ist deutlich mehr als die durchschnittlichen 10 % des BIP, die die Zentralbanken vor der Finanzkrise hielten. Aufgrund des Wachstums der…
-
Auf das Wachstum achten, aber die Inflation im Blick behalten
Die Märkte blieben in den letzten Wochen in einer gewissen Bandbreite, da sie versuchen, die Richtung der Geldpolitik, das Wirtschaftswachstum und den Inflationsverlauf einzuschätzen, was durch den Krieg zwischen Israel und der Hamas weiter erschwert wird. Wir rechnen weiterhin mit einer milden Rezession in den USA im ersten Halbjahr 2024. Die Ausrichtung auf höhere Zinsen für längere Zeit und angespannte finanzielle Bedingungen, zusammen mit den folgenden Hauptfaktoren, geben uns weiterhin Anlass zur Sorge über die globalen Wirtschaftsaussichten: Die Unklarheit über die Geldpolitik, Erwartung einer geldpolitischen Pause. Der Anstieg der Renditen hat zu einer weiteren Straffung geführt, und die Zentralbanken könnten jetzt eine Pause einlegen. Der Erfolg bei der Inflationsbekämpfung dürfte letztlich…
-
„Whatever. It takes Funds!“
Alter der Zielgruppe: junge Investoren zwischen 20 und 35 Jahren Themen der Kampagne: Altersvorsorge, Nachhaltigkeit und Träume erfüllen Zeitraum: 25. Oktober bis 30. November 2023 Kanäle: TikTok, Facebook, Instagram, YouTube, Twitch und Google Search Amundi Deutschland lanciert die erste Markenkampagne für die Zielgruppe junge Investoren. Die Kampagne „Whatever. It takes Funds!“ besteht aus drei kurzen, Lifestyle-orientierten Videos, die Fragen junger Investoren zu Altersvorsorge, Nachhaltigkeit und zusätzlichem Einkommen in den Mittelpunkt stellen und über Social-Media-Kanäle ausgespielt werden. Die Kampagne fußt auf Ergebnissen einer Marktforschung, durch die Amundi mehr über die Anlagegewohnheiten der 20- bis 35-Jährigen und ihren Medienkonsum erfahren hat, und sie zahlt auf das Selbstverständnis von Amundi als größtem europäischen…
-
Hype oder Innovationsmotor – Was bringt uns KI? Transformation fordert deutsche Wirtschaft
Stark wachsende Bedeutung von KI durch Ergebnisse der TED Umfrage bestätigt Deutliche Veränderung des beruflichen Aufgabengebiets durch KI erwartet Bürokratieabbau größte Herausforderung für den Standort Deutschland Die rapide Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI), steht für Innovationskraft, wirtschaftliche Veränderungen und Chancen für Investoren, weckt aber auf der anderen Seite auch Vorbehalte und Ängste aufgrund des großen Veränderungspotentials. Das betonte auch Christian Pellis, CEO von Amundi Deutschland, auf der dritten Investmentkonferenz von Amundi in diesem Jahr und unterstrich, wie wichtig diese Transformation gerade für die Asset Management Branche sein wird. An der virtuellen Amundi Investment Konferenz zum Thema „Hype oder Innovationsmotor – Was bringt uns KI?“ nahmen rund 1.500 Kundinnen und Kunden aus den…
-
Der Klimawandel in Afrika muss finanziert werden
Der Klimawandel bedroht die nachhaltige Entwicklung in Afrika, insbesondere in den armen und anfälligen Ländern. Erschwert wird der Übergang durch die sozialen, wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks der vergangenen drei Jahre. Die Pandemie und in jüngster Zeit die Lebensmittel- und Gasknappheit infolge des Ukraine-Kriegs, belasten die afrikanischen Länder stark. Die zunehmende Bedrohung durch den Klimawandel verstärkt die sozioökonomischen Auswirkungen dieser Krisen. Dabei wäre allein der Klimawandel Herausforderung genug: Afrika war und ist aktuell in nur zwei Jahren von verheerenden, durch den Klimawandel verursachten, Phänomenen betroffen und verzeichnete mehr als 130 Extremwetterkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürme, und Dürren. Der weltweite Temperaturanstieg wird die Auswirkungen des Klimawandels auf die afrikanischen Volkswirtschaften in den kommenden…
-
Der Markt für grüne Anleihen hat sich inmitten der globalen Unsicherheit als widerstandsfähig erwiesen
Der Emerging Market Green Bonds Report der International Finance Corporation (IFC) und Amundi zeigt, dass sich die Emission grüner, sozialer, nachhaltiger und nachhaltigkeitsbezogener Anleihen (GSSS) im Jahr 2022 als widerstandsfähiger erwiesen hat, als der breitere globale Markt für festverzinsliche Wertpapiere. Die fünfte Ausgabe des Reports gibt einen Überblick über die wichtigsten Trends bei den GSSS-Anleihen im Jahr 2022 und umreißt die Erwartungen für 2023. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen in den Bereichen Politik, Regulierung und Technologie auf die Anlageklasse erörtert. Im vergangenen Jahr gab es das erste Mal einen Rückgang der GSSS-Anleiheemissionen um 13 % auf ein Volumen von 877 Mrd. USD. Im Vergleich dazu haben sich die gesamten festverzinslichen…
-
Widerstandskraft der Schwellenländer ebnet den Weg für neue Anlagechancen
Die Widerstandskraft und der Wachstumsvorteil gegenüber den Industrieländern machen die Schwellenländer aktuell zu einem attraktiven Anlageziel. Die Auswirkungen der restriktiveren Geldpolitik schlagen insbesondere in den Industrieländern derzeit auf die Realwirtschaft durch. Die US-Wirtschaft könnte gegen Jahresende in eine leichte Rezession fallen, Europa kämpft weiterhin mit einer hartnäckigen Kerninflation, die den Konsum einschränkt. Im Gegensatz dazu haben die Schwellenländer günstigere makroökonomische Aussichten. Wir prognostizieren eine durchschnittliche Wachstumsrate von 4 % in diesem Jahr, gegenüber 1,1 % in den Industrieländern. Asien trägt dabei einen erheblichen Teil des Wachstums, trotz der jüngsten Schwäche in China. Die Größe der Märkte in der Region, geringere Arbeitskosten und die staatlichen Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsklimas –…
-
Die aktuellen geopolitischen Risiken werden die Welt dauerhaft verändern
Russlands Einmarsch in die Ukraine und die Spannungen zwischen den USA und China haben die Welt in eine neue Realität wachsender geopolitischer Risiken und Veränderungen katapultiert. Viele Länder positionieren sich in der aktuellen Situation, um für sich aus dem Wettbewerb zwischen den Weltmächten Vorteile zu ziehen und ihre strategischen und kommerziellen Ziele zu verstärken. Dies eröffnet auch neue Ansätze und Chancen für Investoren.Die neue geopolitische Ordnung rückt andere Länder in den FokusDer so genannte „Globale Süden" zeigt ein gewisses Unverständnis für den starken Fokus der USA und der EU auf den Ukraine-Krieg, während Konflikte in anderen Regionen der Welt weitgehend ignoriert werden. Die Verstimmung erwächst auch aus der Erwartungshaltung, dass…
-
Die kommende wirtschaftliche Schwäche nicht ignorieren
Von Vincent Mortier, Group CIO Amundi und Matteo Germano, Deputy Group CIO AmundiDer Optimismus im Zusammenhang mit der nachlassenden Inflation und den stabilen Wirtschaftsdaten hat den Aktienkursen in letzter Zeit Auftrieb gegeben. In den USA stammte ein großer Teil dieser Kursgewinne von den Mega-Tech-Aktien sowie Aktien-Werten, die von der KI-Welle profitierten. Die aktuellsten Live-Daten aus den USA haben uns dazu veranlasst, unsere Wachstumsprognosen für die USA für 2023 nach oben zu korrigieren, die Rezession sollte milder ausfallen und etwas später beginnen: Die Stimmungsindikatoren (wie Unternehmensumfragen) deuten immer noch auf Schwäche hin. Für Europa haben wir unsere Wachstumsprognose für 2023 leicht nach unten korrigiert, wobei die einzelnen Länder unterschiedliche Entwicklungen aufweisen. Das Vereinigte…