• Verbraucher & Recht

    Eiskalt erwischt

    Winterzeit, Frostzeit, Schneezeit – und für das Dach ein „Stresstest“. Die meisten Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen denken da zuerst an die Wärmedämmung oder in schneereichen Gebieten an die Dachlast durch Starkschneefall. „In der kalten Jahreszeit wird das Dach härter gefordert als im gesamten Rest des Jahres“, weiß Kay Preißinger vom Landesinnungsverband des Bayerischen Dachdeckerhandwerks. Und damit meint er die (zunächst) „unsichtbaren“ Gefahren, die in der Dämmschicht lauern. „Wenn die Wärmedämmung von Heimwerkern nicht fachgerecht ausgeführt wurde, droht der schleichende Totalschaden in der Dämmschicht“. Gleiches gilt bei später erfolgten Maßnahmen wie etwa der nachträgliche eigenhändige oder von wenig qualifizierten Handwerkern ausgeführte Einbau von Dachfenstern. „Im Dachbereich müssen stets Wärmebrücken ausgeschlossen sein“, so…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Bayerisches Dachdeckerhandwerk: Steigende Energiepreise machen energetische Gebäudeoptimierung attraktiver

    Die CO2-Bepreisung geht in die nächste Runde: Nach der Einführung 2021 mit einem Zuschlag von 25 € pro Tonne CO2 auf fossile Brennstoffe stieg die Bepreisung zum Jahresbeginn 2022 auf 30 €. Und jedes Jahr steigt dieser „Aufpreis“. Bevor nun gleich in eine neue Heizung investiert wird, sollte zuerst die Gebäudehülle energetisch optimiert werden, so der Tipp des Landesinnungsverbands des Bayerischen Dachdeckerhandwerks. Denn erst wenn „Schwachstellen“ der Wärmedämmung von Dach und Fassade beseitigt sind, kann auch der Brennstoffbedarf und damit der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Soll im Rahmen einer grundlegenden Sanierung oder Modernisierung die Heizungsanlage erneuert werden, muss sich deren Dimension an dem tatsächlichen Bedarf orientieren. Damit wird vermieden, dass eine…

  • Bildung & Karriere

    16 neue Meister aus Bayern für die Dachdecker-Welt

    16 Teilnehmer des Meisterkurses haben kürzlich die Weiterbildung im KPZ Kompetenzzentrum Dachtechnik Waldkirchen e. V. erfolgreich absolviert. In Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz wird dort der bayernweit einzige Meisterkurs im Dachdeckerhandwerk angeboten. Seit dem Frühjahr 2021 wurden die Teilnehmer in Vollzeit auf ihre Meisterprüfung vorbereitet. Die Pandemie stellte dabei eine besondere Herausforderung für die angehenden Meister und ihre Ausbilder dar: Der Kursbeginn – eigentlich im Januar eines jeden Jahres – musste ins Frühjahr verschoben werden. Dennoch blieb die Zahl der 1.176 Unterrichtsstunden unangetastet. Von der Berechnung und Bemessung von Dachstühlen über die Kalkulation, Auftragsabwicklung, Materialkunde, Betriebswirtschaft und Betriebsführung bis zur Arbeitssicherheit und den Fachregelwerken und Verordnungen reichten die Inhalte des…

  • Bauen & Wohnen

    Zierde, Aberglaube oder Blickfang?

    Mit traumwandlerischer Sicherheit balanciert der Schlafwandler über den Dachfirst. Die Katze schleicht über das Dach. Immer häufiger sorgen Figuren an und auf dem Dach für Aufmerksamkeit, manchmal auch für Schmunzeln und Staunen. Dabei ist der Dachschmuck keine Erfindung der Neuzeit. Bereits in der Antike „schützten“ sich die Griechen mit verzierten Ziegeln vor bösen Geistern. Im Mittelalter glaubte man, Dachschmuck bewahre das Haus vor Blitzeinschlag. Und im Barock verzierten Kugeln und Metallfahnen das Dach. Übrigens ist auch das christliche Kreuzsymbol ist ein Dachschmuck. Seit einigen Jahren erlebt der Dachschmuck eine Renaissance. Die inzwischen sehr „sachlichen“ Schutz- und Nutzdächer erfahren durch Keramikfiguren eine optische Aufwertung. Keramikfiguren wie der Schlafwandler zaubern vielen Betrachtern…

  • Bauen & Wohnen

    Zwischen planbar und machbar

    Grau ist alle Theorie – und manche Bauherren sehen im Bauverlauf schwarz, wenn die Pläne an der Praxis scheitern. Während allerorts das barrierefreie Bauen (DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen –Teil 2: Wohnungen) gefordert wird, kann das in der Praxis zur echten Herausforderung für alle Beteiligten werden. So z. B. bei einem barrierefreien Zugang zu einer Terrasse.  Die normgerechte Barrierefreiheit ist nur gegeben, wenn die Schwellenhöhe unter 2 cm liegt. Dennoch muss sichergestellt sein, dass kein Wasser in die Wohnung eindringen kann.  Gemäß der fachgerechten Abdichtung von Terrassen und Balkonen ist eine solche Ausführung nach der für den ausführenden Dachdecker verbindlichen Flachdachrichtlinie (Fachregel für Abdichtungen) des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks…

  • Bauen & Wohnen

    Wartung ist besser als zu warten, bis es tropft

    Der „Arme Poet“ auf dem weltberühmten Gemälde von Carl Spitzweg kannte ganz sicher noch keine Dachwartung. Pech für ihn, Glück für die Kunstwelt, denn sonst gäbe es dieses Werk nicht. Gegen ein undichtes Dach oder ein „vom Winde verwehtes“ Dach gibt es heute glücklicherweise eine Vorsorgemaßnahme, die auch von Gebäudeversicherungen begrüßt wird: die regelmäßige Dachwartung. Diesen Tipp gibt Kay Preißinger vom Bayerischen Dachdeckerhandwerk allen Hausbesitzern und Hausverwaltungen. „Herbst und Frühjahr sind in unseren Breitengraden typische Sturmzeiten“, so der Dach-Fachmann. „Und da können schon einige wenige mangelhafte Elemente der Dacheindeckung der Anfang eines kapitalen Dachschadens sein“. Gerade der Windsog an der dem Wind abgewandten Dachseite – und hier besonders in den…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Wände, die schützen und sparen

    Die meisten Menschen denken beim Dachdeckerhandwerk nur an Fachkräfte und Facharbeit auf dem Dach. Weniger bekannt ist, dass diese Fachkräfte für die gesamte Gebäudehülle qualifiziert sind – also auch für alle vier Wände. Um den Klimaschutz bei Gebäuden effektiv zu unterstützen, müssen (im wahrsten Sinne des Wortes) rund ums Haus Wärmeverluste – und im Sommer das Eindringen von Wärme ins Haus – vermieden werden. Im Dachbereich geschieht dies durch die schützende Dacheindeckung und die darunter liegende Wärmedämmung. Erst danach kann der Wärmebedarf eines Gebäudes genau berechnet werden. Diese konstruktive Trennung von Witterungs- und Wärmeschutz prädestiniert das Dachdeckerhandwerk auch für die Anwendung des gleichen Prinzips an der Gebäudefassade. Vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Einen kühlen Kopf bewahren

    Wenn im Sommer neue Hitzerekorde und im Winter neue Energiepreisrekorde gemeldet werden, sind viele Hausbesitzer und Mieter davon direkt betroffen. „Und das wäre eigentlich vermeidbar“, so Kay Preißinger vom Landesinnungsverband des Bayerischen Dachdeckerhandwerks. „Nach dem Gebäudeenergiegesetz – dem GEG – sind z. B. Dachflächen so zu dämmen, dass sie einen optimalen Wärmeschutz bieten – im Sommer gegen die Hitze und im Winter gegen unnötig hohe Heizkosten“, so der Dach-Fachmann. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Bei Steildächern wird ein U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) von 0,24 gefordert. Das entspricht – je nach verwendetem Dämmmaterial – etwa einer Dämmstoffdicke von 14-18 cm. Gleiches gilt auch für die oberste Geschossdecke, wenn der Dachraum darüber nicht zu…

  • Bauen & Wohnen

    Dachdecker-Einkaufsgenossenschaft Süd spendet Corona-Testsets für Dachdecker-Azubis

    Das Aus- und Weiterbildung von Bayerns Dachdeckern findet im KPZ Kompetenzzentrum Dachtechnik Waldkirchen e. V. im Landkreis Freyung-Grafenau statt. Um der Gefahr von Corona-Infektionsketten vorzubeugen, führen alle Auszubildenden in den überbetrieblichen Lehrgängen zweimal wöchentlich einen Selbsttest durch. Die Testergebnisse werden in der täglichen Gesundheitsabfrage durch die Ausbilder festgehalten. Die Dachdecker-Einkaufsgenossenschaft DE Süd unterstützt diese Maßnahme durch eine Spende von 500 Selbsttests an das KPZ. Thomas Neumann, Vertriebsleiter Süd-Ost der Genossenschaft überreichte am Mittwoch, den 28. Juli 2021, diese große Sachspende in der DE Süd Niederlassung in München an den 1. Vorsitzenden des KPZ e. V. und Landesinnungsmeister des Bayerischen Dachdeckerhandwerks, A. Ewald Kreuzer. „Im Herbst wird sich zeigen, ob wieder…

  • Bauen & Wohnen

    Urlaub zuhause steht ganz oben auf der Liste

    Die Pandemie hat das Wohnen, Leben und Arbeiten innerhalb nur eines Jahres verändert. Die eigenen vier Wände vereinen immer mehr den Wohn- mit dem Arbeitsbereich. Und während vor Corona noch fleißig auf den nächsten Urlaub gespart wurde, sind heute die Ferien zuhause für immer mehr Menschen vorstellbar. Weil dem vorhandenen Raum Grenzen gesetzt sind, gilt es, neuen Raum für Wohnung, Homeoffice und Wohlfühlen zu erschließen. Bisher ungenutzte Dachräume bieten sich dafür in erster Linie an. Und das eigentlich für einen Vier-Wochen-Urlaub angesparte Geld kann in einen Dauer-Urlaubsplatz unter dem Dach investiert werden. Damit wird der Dachdecker-Fachbetrieb zum ersten Ansprechpartner für die Wohn-, Arbeits- und Urlaubsplanung. Denn um einen Dachraum nutzbar…