• Bauen & Wohnen

    Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und Brandenburgische Ingenieurkammer nehmen Krankenhaus-Modul in Betrieb

    Das Laborgebäude der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg dient primär der Untersuchung thermischer, energetischer und strömungstechnischer Prozesse in der Gebäudetechnik sowie als Erprobungsfläche für praxisnahe Versuchsstände in der Lehre und Wissenschaft. Die technische Ausstattung des Laborgebäudes bildet im Kern die folgenden wesentlichen Fachrichtungen der sicherheitstechnischen Gebäudeausrüstung ab: Lüftungsanlagen CO-Warnanlagen (in Garagen) Rauchabzugsanlagen Druckbelüftungsanlagen Feuerlöschanlagen (z.B. Sprinkler- und Gaslöschanlagen) Brandmelde- und Alarmierungsanlagen Sicherheitsstromversorgungsanlagen einschl. Sicherheitsbeleuchtung (z.B. Netzersatzanlagen) sonstige elektrische Anlagen nach spezifischem Landesrecht (vgl. neue MPrüfVO vom 21.10.2025) Der Prüfungsausschuss der Brandenburgischen Ingenieurkammer (BBIK) führt im Laborgebäude der BTU den mündlich-praktischen Teil der Prüfung für die bauaufsichtliche Anerkennung der Prüfsachverständigen in den o.g. Fachrichtungen durch. Hierfür besitzt das Laborgebäude eine Reihe…

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    Bestehendes weiterbauen statt neu bauen: Kuhdammbrücke zeigt nachhaltige Ingenieurlösung

    Was tun, wenn eine Brücke nach wenigen Jahren bereits zu klein für den wachsenden Verkehr ist? In Wustermark lautete die Antwort nicht: neu bauen. Die Kuhdammbrücke über den Havelkanal wurde stattdessen weitergebaut. Die 76,60 Meter lange Stabbogenbrücke wurde in der Mitte aufgetrennt, um 3,50 Meter verbreitert und gezielt verstärkt. Eine ungewöhnliche Lösung, die zeigt, wie Ingenieurleistung, Nachhaltigkeit und Baukultur zusammenwirken können. Die 2005 errichtete Brücke war ursprünglich für eine einspurige Fahrbahn von 4,50 Metern ausgelegt. Mit der Entwicklung des Güterverkehrszentrums Wustermark nahm auch der Schwerlastverkehr deutlich zu. Eine zweispurige Fahrbahn mit acht Metern Breite wurde erforderlich. Ein Ersatzneubau wäre die naheliegende Lösung gewesen. Stattdessen untersuchten die Verantwortlichen fünf Varianten und…

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    Bürokratie abbauen, Qualität sichern

    Mit der Novelle der Brandenburgischen Bauordnung geht Brandenburg einen wichtigen Schritt: Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen einfacher und schneller werden. Die Brandenburgische Ingenieurkammer unterstützt dieses Ziel ausdrücklich. Bürokratieabbau darf jedoch nicht zu Lasten von Qualität und Sicherheit gehen. Gerade die neuen Verfahrensarten der BbgBO zeigen, warum beides zusammen gedacht werden muss. Zum 1. Januar 2027 wird der Prüfungsumfang der Bauaufsichtsbehörden in bestimmten Verfahren reduziert. Damit verlagert sich Verantwortung stärker auf Bauherrschaften, Entwurfsverfasser und Fachplaner. Weniger staatliche Prüfung bedeutet deshalb nicht weniger Verantwortung, sondern mehr Eigenverantwortung der am Bau Beteiligten. Für Bauherrschaften wird es damit umso wichtiger, qualifizierte und fachlich geeignete Planende einzubinden. Gleichzeitig müssen diejenigen, die Verantwortung übernehmen, für ihre Leistungen…

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    Gebäudemodernisierungsgesetz braucht Planungssicherheit und faire Honorierung

    Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Nachdem das Bundesverfassungsgericht eine Organklage gegen das Gesetz zurückgewiesen hatte, wurde das Gesetz kurzfristig verabschiedet. Auch der Bundesrat verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt treten die ersten Regelungen bereits in den kommenden Wochen in Kraft. Die Brandenburgische Ingenieurkammer begrüßt das Ziel, den Gebäudebestand klimafreundlicher weiterzuentwickeln und die Anforderungen an Energieeffizienz im Gebäudesektor zu stärken. Gleichzeitig sieht die Kammer die Geschwindigkeit des Gesetzgebungsverfahrens kritisch. Umfangreiche gesetzliche Änderungen mit weitreichenden Auswirkungen auf die Bau- und Planungsbranche benötigen aus Sicht der Kammer ausreichend Zeit für die fachliche Bewertung und Vorbereitung. „Die Transformation des Gebäudesektors braucht klare politische Ziele. Ebenso wichtig sind verlässliche Rahmenbedingungen…

  • Bauen & Wohnen

    Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung beschlossen

    Mit dem Beschluss der Novelle der Brandenburgischen Bauordnung am 19. Juni 2026 hat der Landtag wichtige Weichen für schnelleres, einfacheres und kostengünstigeres Bauen gestellt. Die Brandenburgische Ingenieurkammer begrüßt insbesondere die stärkere Digitalisierung der Verfahren, verbindliche Fristen für Genehmigungsprozesse, Erleichterungen beim Bauen im Bestand sowie die Förderung serieller und modularer Bauweisen. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, dringend benötigten Wohnraum schneller zu schaffen und Planungs- sowie Genehmigungsprozesse effizienter zu gestalten. Gleichzeitig sieht die Kammer einzelne Regelungen kritisch. Beschleunigung darf nicht mit einem Abbau von Qualitätsstandards verwechselt werden. Bauwerksicherheit, Planungsqualität und Baukultur sind keine verzichtbaren Luxusgüter, sondern Voraussetzungen für dauerhaft funktionierende, nachhaltige und wirtschaftliche Gebäude. Bereits im Gesetzgebungsverfahren haben die Brandenburgische Ingenieurkammer, die…

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    30. Ingenieurkammertag der BBIK

    Manchmal zeigt sich die Stärke von Ingenieurinnen und Ingenieuren schon, bevor eine Veranstaltung überhaupt begonnen hat. Der 30. Ingenieurkammertag der Brandenburgischen Ingenieurkammer startete am 16. Juni 2026 unter besonderen Vorzeichen: Eine Bombenentschärfung in Potsdam sorgte am Morgen für Unsicherheit, spontane Umplanungen und die bange Frage, ob die Veranstaltung überhaupt wie geplant stattfinden kann. Doch Ingenieurinnen und Ingenieure sind bekanntlich lösungsorientiert. Und so ließen sich mehr als 100 Teilnehmende nicht davon abhalten, der Einladung ins Potsdam Museum zu folgen. Am Ende wurde der Jubiläums-Kammertag nicht nur zu einer erfolgreichen Fachveranstaltung, sondern auch zu einem eindrucksvollen Beweis dafür, wie flexibel und pragmatisch die Ingenieurbranche auf Herausforderungen reagiert. Über 400 Tassen Kaffee und…

  • Bauen & Wohnen

    Bezahlbares Bauen braucht Qualität statt Standardabbau

    Die Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK) unterstützt das Ziel, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Planungs- sowie Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Wohnungsbau sind zusätzliche Impulse für Investitionen und eine stärkere Mobilisierung von Bauland sinnvoll. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion über die Absenkung von Standards weist die BBIK jedoch darauf hin, dass hohe Baukosten nicht allein auf technische Anforderungen zurückzuführen sind. Wesentliche Einflussfaktoren sind unter anderem Grundstückspreise, Finanzierungskosten, lange Verfahrensdauern sowie gestiegene Material- und Personalkosten. „Bezahlbares Bauen braucht intelligente Vereinfachungen – nicht den Abbau von Qualität. Wer heute an den falschen Stellen spart, zahlt morgen doppelt. Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit sind keine verzichtbaren Standards, sondern die Grundlage für…

  • Kunst & Kultur

    Tag der Baukultur 2026 zeigt Brandenburgs gebaute Zukunft

    Brandenburg hat am vergangenen Wochenende seine gebaute Umwelt gefeiert. Beim vierten landesweiten Tag der Baukultur öffneten 60 Projekte, Initiativen und Orte ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Von historischen Dorfkernen über umgenutzte Industrieanlagen und Infrastrukturprojekte bis hin zu neuen Wohnquartieren, Kirchen, Kulturorten und Baustellen entstand ein vielfältiges Bild davon, wie Brandenburg gebaut wird und wie sich Städte, Dörfer und Landschaften weiterentwickeln. Organisiert wurde der Tag der Baukultur von der Brandenburgischen Ingenieurkammer (BBIK) mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL). Tausende Interessierte nutzten die Gelegenheit, Orte zu entdecken, die sonst oft nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind. Führungen, Gespräche, Rundgänge und Ausstellungen machten Planungs- und Bauprozesse nachvollziehbar und zeigten,…

  • Bauen & Wohnen

    Baugesetzbuchnovelle zwischen Beschleunigung und Qualitätsverlust

    Die Bundesregierung verfolgt mit der geplanten Novelle des Baugesetzbuches ein klares Ziel: Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt und der Wohnungsbau erleichtert werden. Angesichts des anhaltenden Wohnraummangels ist dieses Anliegen nachvollziehbar. Viele Kommunen, Bauherrschaften und Planungsbüros erleben täglich, wie langwierige Verfahren Projekte verzögern und Kosten erhöhen. Dennoch stellt sich die Frage, ob die aktuellen Reformansätze tatsächlich die Ursachen der Probleme beseitigen oder ob sie vor allem bestehende Qualitätsstandards und Schutzmechanismen schwächen. Aus Sicht der Ingenieurpraxis ist eine kritische Betrachtung notwendig. Denn nicht jede Verfahrensvereinfachung führt automatisch zu besseren Ergebnissen. Bürokratieabbau darf kein Synonym für den Abbau von Planungsqualität, Nachhaltigkeit und fachlicher Abwägung werden. Die eigentlichen Herausforderungen liegen oft an anderer Stelle…

  • Mobile & Verkehr

    Baukultur vor Ort: Die neue Oderbrücke als deutsch-polnisches Baukulturprojekt

    Schon beim ersten Blick auf die neue Eisenbahnüberführung über die Oder wurde deutlich, warum dieses Bauwerk mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis ausgezeichnet wurde. Im warmen Licht eines sonnigen Frühsommertages spannte sich die filigrane Netzwerkbogenbrücke scheinbar leicht über den Fluss – elegant, technisch präzise und zugleich weithin sichtbar als neue Landmarke der Region. Zum „Baukultur vor Ort“-Gespräch am 21. Mai kamen zahlreiche Gäste, Fachleute und Projektbeteiligte in Küstrin zusammen, um die preisgekrönte Oderquerung dort zu erleben, wo ihre Wirkung am stärksten spürbar ist: mitten in der Landschaft, an der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Bereits die gemeinsame Besichtigung der Brücke machte deutlich, was Baukultur leisten kann. Zwischen Stahl, Carbonhängern und weitem Blick…