• Verbraucher & Recht

    Online-Glücksspiel – EU geht gegen Malta vor

    Ohne entsprechende Genehmigung waren und sind Online-Glücksspiele in Deutschland verboten. Zahlreiche Gerichte haben bereits entschieden, dass Spieler ihre Verluste aus illegalen Glücksspielen im Internet zurückverlangen können. Mit der sog. Bill 55 will Malta verhindern, dass Spieler ihren Rückzahlungsanspruch gegen Anbieter mit Sitz in dem Inselstaat durchsetzen können. Die EU-Kommission spielt da jedoch nicht länger mit. Sie hält die maltesische Regelung für rechtswidrig und hat nun ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Malta eingeleitet. Zum Hintergrund: Bis zum 30. Juni 2021 waren Online-Glücksspiele in Deutschland grundsätzlich verboten und sind seitdem auch nur dann zulässig, wenn der Veranstalter der Glücksspiele über eine in Deutschland gültige Lizenz verfügt. Viele Glücksspielanbieter haben ihren Sitz auf Malta und…

  • Finanzen / Bilanzen

    BGH: Sparkasse hat keinen Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung

    Banken und Sparkassen müssen Darlehensnehmer klar und verständlich über die Berechnungsmethode einer Vorfälligkeitsentschädigung aufklären. Ist das nicht der Fall, verlieren sie ihren Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung eines Darlehens. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 20. Mai 2025 bestätigt. Der BGH entschied, dass eine von Sparkassen verwendete Klausel zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung unzureichend ist und der Darlehensnehmer seine bereits geleistete Vorfälligkeitsentschädigung deshalb zurückverlangen kann. Damit hat BGH die Rechte der Darlehensnehmer in puncto Vorfälligkeitsentschädigung ein weiteres Mal entscheidend gestärkt. Schon mit Urteil vom 3. Dezember 2024 hatten die Karlsruher Richter entschieden, dass eine von Volksbanken verwendete Klausel zur Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung unzureichend ist. Gleiches gilt nun auch…

  • Verbraucher & Recht

    Klage gegen Anleger des Fonds ConTrust GmbH & Co. KG i.L auf Rückzahlung von Ausschüttungen

    Der Liquidator der ConTrust GmbH & Co. KG i.L., Herr Ralf Laupheimer, hatte bereits in den letzten Jahren Anleger der ConTrust GmbH & Co. KG zur Rückzahlung von erhaltenen Ausschüttungen aufgefordert. Anscheinend möchte der Fonds diese Ansprüche gegen die Anleger nun gerichtlich geltend machen. Der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte liegt zwischenzeitlich eine Klage der ConTrust GmbH & Co. KG i.L vor (vertreten durch die Kanzlei Odenthal & Brandt), in welcher der Fonds einen Anleger vor dem Landgericht Rottweil auf Rückzahlung von Ausschüttungen verklagt. Die ConTrust GmbH & Co. KG befindet sich bereits seit längerem in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im Jahr 2023 war die Liquidation des Fonds beschlossen worden. In der CLLB Rechtsanwälte…

  • Verbraucher & Recht

    UniImmo Wohnen ZBI – Anlegerin hat Anspruch auf Schadenersatz

    Das Landgericht Stuttgart hat einer Anlegerin des offenen Immobilienfonds UniImmo Wohnen ZBI Schadenersatz zugesprochen (Az. 12 O 287/24). Sie sei von ihrer Bank nicht ausreichend über die bestehenden Risiken bei der Beteiligung an dem Fonds aufgeklärt worden. Die Bank habe sich dadurch schadenersatzpflichtig gemacht und müsse der Anlegerin ihre Beteiligung vollständig zurückzahlen, entschied das Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Im vergangenen Sommer gab es den Schock für die Anleger des UniImmo Wohnen ZBI: Nach einer Neubewertung der Fondsimmobilien verlor der offene Immobilienfonds rund 800 Millionen Euro an Wert, der Wert der Anteile sank um ca. 17 Prozent. Der Verlust hat die Anleger hart getroffen. Das Urteil des Landgerichts…

  • Verbraucher & Recht

    ConTrust Fonds fordern ausstehende Raten von Anlegern – Anleger sollten jedoch keinesfalls vorschnell zahlen

    Anleger der ConTrust Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und der ConTrust Energiefonds GmbH & Co. 1 KG haben Zahlungsaufforderungen der ConTrust GmbH erhalten. Erst waren die Anleger dieser beiden Fonds, die eine Ratenzahlungsverpflichtung eingegangen waren und die monatlichen Zahlungen nicht mehr geleistet hatten, aufgefordert worden die fällig gewordenen Raten zu zahlen. Nunmehr erhielten Anleger der ConTrust Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG sogar die Aufforderung, nicht nur die fälligen Raten, sondern die gesamte noch ausstehende Zeichnungssumme auf einmal zu begleichen. Für den Fall der Nichtzahlung werden Konsequenzen angedroht. Die auf Bank und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte hilft Betroffenen bei der Wahrung ihrer Rechte. Die Rechtslage ist nach Auffassung der CLLB…

  • Verbraucher & Recht

    Verstoß gegen Einzahlungslimit – Tipico zur Rückzahlung verurteilt

    Das Landgericht Würzburg hat mit Urteil vom 13. März 2025 entschieden, dass der Glücksspielanbieter Tipico einem Spieler Verluste in Höhe von rund 167.000 Euro erstatten muss. Ein zentrales Argument des Gerichts: Tipico hat sich nicht an das gesetzlich vorgeschriebene monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro gehalten – trotz entsprechender Verpflichtung im Rahmen der Konzession. Vor der Erteilung der Lizenz habe Tipico außerdem gegen das Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland verstoßen, so das LG Würzburg. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag von 2021 dürfen die Spieler bei Online-Glücksspielen ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro nicht überschreiten. „Wichtig ist, dass das Einzahlungslimit anbieterübergreifend gilt. Es ist daher nicht zulässig, dass…

  • Verbraucher & Recht

    ProReal Europa 9 und 10 – Finanzielles Desaster für die Anleger

    Die Beteilung an den Vermögensanlagen ProReal Europa 9 und ProReal Europa 10 erweist sich für die Anleger als finanzielles Debakel. Wie die Emittentinnen mitteilten, erwartet die Anleger ein Verlust in Höhe von 95 Prozent bezogen auf das Nominalkapital. Ebenso werden keine Zinszahlungen mehr erfolgen. Die entsprechenden Pflichtmitteilungen der ProReal Europa 9 GmbH und ProReal Europa 10 GmbH veröffentlichte die BaFin am 5. Mai 2025. „Die Anleger droht somit fast der Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals. Um sich gegen die drohenden finanzielle Verluste zu wehren, bleibt ihnen noch die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen“, sagt Rechtsanwalt Steffen Liebl, CLLB Rechtsanwälte. Das Emissionshaus One Group hat die nachrangigen Schuldverschreibungen ProReal Europa 9 und 10 herausgegeben…

  • Verbraucher & Recht

    Eilmeldung – Eurogine Fehlerhafte Kupferspirale

    Kürzlich erhielt die Kanzlei CLLB einen Hilferuf von einer betroffenen Frau, welche bereits seit 2021 einen Gerichtsprozess gegen den Hersteller Eurogine wegen gebrochener Seitenarme ihrer Kupferspirale führt. „Da der Gerichtstermin bereits am 09.04.2025 stattfinden sollte, haben wir kurzerhand das Mandat übernommen, den Termin verlegen lassen und Akteneinsicht beantragt“, so RA Ruigrok van de Werve, Kanzlei CLLB. Im laufenden Verfahren werden wir hier detailliert vortragen, wie sich die Rechtsprechung grundlegend zu Gunsten der betroffenen Frauen positiv entwickelt hat, um der Klägerin beizustehen. Denn leider sind nicht alle von CLLB-Rechtsanwälte erstrittenen 21 Urteile (Stand heute) veröffentlicht. Auch liegen mittlerweile rechtskräftige Urteile und oberlandesgerichtliche Beschlüsse vor, welche die grundlegenden Fragen zugunsten der Klägerinnen…

  • Verbraucher & Recht

    Eurogine auf Schmerzengeld in Höhe von € 10.000 verurteilt

    Der Hersteller von Kupferspiralen Eurogine, muss einer von der Kanzlei CLLB vertretenen Mandantin 10.000 Euro Schmerzengeld zahlen. Das hat das Landgericht Dessau mit Urteil vom 17.03.2025 entschieden. Grund für den Schmerzensgeldanspruch der Klägerin ist, dass ein Seitenarm der Spirale abgebrochen war. CLLB-Rechtsanwälte haben schon etliche Urteile gegen Eurogine erstritten. Bei Kupferspiralen des Herstellers Eurogine konnten aufgrund von Materialfehlern die Seitenarme abbrechen. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichte deshalb im Dezember 2019 eine Warnmeldung, später folgte ein Rückruf für bestimmte Chargen. Für viele Frauen kam das jedoch leider zu spät, weil sie sich bereits eine fehlerhafte Spirale hatten einlegen lassen. So auch die Mandantin von CLLB-Rechtsanwälte. Bei ihr brach…

  • Verbraucher & Recht

    Gerichte verurteilen Tipico zur Rückzahlung

    Fast eine Million Euro hatte ein Mandant von CLLB Rechtsanwälte bei Online-Casinospielen und Online-Sportwetten verspielt. Er kann aufatmen. Denn das Landgericht Bielefeld hat mit Urteil vom 20. März 2025 entschieden, dass die Tipico Games Ltd. und die Tipico Co. Ltd. als Anbieter der Online-Glücksspiele ihm seine Verluste zum großen Teil ersetzen müssen – insgesamt rund 864.000 Euro. Zudem haben auch die Landgerichte Saarbrücken und Ingolstadt Tipico zur Rückzahlung von Verlusten aus Online-Sportwetten verurteilt. Grund war in allen drei Fällen, dass Tipico nicht über die nötige Zulassung verfügte, um Online-Glücksspiele in Deutschland anbieten zu dürfen. Die Urteile hat CLLB Rechtsanwälte erstritten. Online-Glücksspiele, zu denen auch Online-Sportwetten zählen, waren in Deutschland gemäß…