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Konsequente Kreislaufwirtschaft im Garten
Sobald im Frühling die Temperaturen steigen und die Sträucher erste Knospen tragen, erwacht die Gartenleidenschaft der Deutschen. Rund 23 Millionen Menschen arbeiten hierzulande regelmäßig im Garten; der Markt für entsprechende Produkte umfasst inzwischen ein Volumen von rund 20 Milliarden Euro. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Nachhaltigkeit allein reicht nicht mehr – gefragt sind Produkte, die ökologische Verantwortung mit hoher Wirksamkeit verbinden. "Ein wichtiger Baustein dafür ist eine moderne Festdüngerproduktion. Der Gartenmarkt ist bereit für einen Technologiesprung", sagt Stephan Engster, CEO von COMPO. Herr Engster, wie sieht ein solcher Technologiesprung denn konkret aus? Wir haben eine neue Anlage errichtet, in der nachwachsende und regional bezogene Rohstoffe aus der Kreislaufwirtschaft mit unserer neuen…
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Das zweite Leben der Filterkartusche
Die moderne Kreislaufwirtschaft markiert den notwendigen Abschied von der traditionellen Linearwirtschaft, die nach dem Prinzip "Take-Make-Waste" funktioniert. In einem geschlossenen Kreislauf werden Produkte und Materialien so konzipiert, dass sie nach Ende ihrer Nutzungsdauer nicht als Abfall enden, sondern als wertvolle Sekundärrohstoffe wieder in den Produktionsprozess einfließen. Dies schont endliche natürliche Ressourcen, da der Bedarf an Primärrohstoffen wie Erdöl, Metallen oder Seltenen Erden drastisch sinkt. Für die Umwelt ist dieses Modell von existenzieller Bedeutung. Effektives Recycling reduziert den Energieverbrauch massiv, da die Aufbereitung vorhandener Materialien meist deutlich weniger Energie benötigt als die Gewinnung und Verarbeitung neuer Rohstoffe. Dies führt zu einer erheblichen Senkung der CO2-Emissionen und schützt sensible Ökosysteme. Zudem verhindert…
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Neue Hebel für die Kreislaufwirtschaft
In Deutschland entsteht jährlich ein erheblicher Ressourceneinsatz, doch trotz steigender Recyclingquoten sind noch viele Materialströme linear. Dabei ist längst bekannt, dass es effizienter ist, Ressourcen wiederzuverwenden und hierfür effektive Materialkreisläufe auf- und auszubauen. Dies unterstreicht die strukturellen Herausforderungen einer echten Circular Economy, die ein Umdenken in Produktion, Konsum und Nutzung von städtischer Infrastruktur erfordert. Zur Stärkung der Transformation zur Kreislaufwirtschaft wurde in Berlin 2023 die Zero-Waste-Agentur ins Leben gerufen: eine Initiative von Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie der Berliner Stadtreinigung (BSR). Ihr jüngst veröffentlichter Impact Report 2023-2025 zeigt: Die Agentur konnte bereits sichtbare Netzwerke zwischen Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und lokalen Initiativen knüpfen und damit Handlungsräume…
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Zirkulär denken, wettbewerbsfähig handeln
Deutschland gilt technologisch als stark, wenn es um zirkuläre Lösungen geht. Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb, während andere Volkswirtschaften strategisch immer mehr Tempo aufnehmen. Innovation allein genügt nicht mehr, wenn sie nicht in Wertschöpfung übersetzt wird. Parallel dazu stehen politische Strategien auf dem Prüfstand. Die EU treibt ihre industriepolitischen Rahmenwerke voran, Deutschland setzt mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie einen eigenen Fahrplan. Entscheidend wird sein, wie ambitioniert und verbindlich dieser umgesetzt wird. Zwischen Patenten, Marktmechanismen und Regulierung entscheidet sich, ob Kreislaufwirtschaft zum Wettbewerbsfaktor wird oder ein gut gemeintes Konzept bleibt. Darüber sprechen wir im Interview mit Marc Wolinda, Wirtschaftsexperte der Bertelsmann Stiftung. Laut Ihrer Innovationsanalyse zur Circular Economy liegt Deutschland mit…
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Phosphor als strategische Chance
Phosphor ist systemrelevant für Ernährung und Landwirtschaft, doch Europa ist bei Phosphat auf Importe angewiesen – aus politisch sensiblen Regionen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Boden- und Gewässerschutz. Was künftig aus Klärschlamm zurückgewonnen wird, muss hochwertig, entgiftet und wirtschaftlich tragfähig sein. Mit der gesetzlich fixierten Frist 2029 beginnt der Wettlauf um Investitionen, Standards und regionale Wertschöpfung. Die Kreislaufwirtschaft wird damit vom Umweltprojekt zur industriepolitischen Aufgabe. Wie sich Qualität, Versorgungssicherheit und Marktakzeptanz verbinden lassen, erläutert Dr. Agnes Janda, Vorständin der GELSENWASSER AG. Welche Bedeutung hat Kreislaufwirtschaft für Gelsenwasser und warum spielt Phosphor eine zentrale Rolle? Für uns ist Kreislaufwirtschaft kein Schlagwort, sondern ein Auftrag.Wir wollen Ressourcen schützen und wirtschaftlich widerstandsfähiger werden,…
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Zirkulärer Wirtschaftsstandort
Stellen wir uns eine Stadt vor, in der Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in geschlossenen Kreisläufen zusammenspielen: Gebäude sind modular und langlebig konzipiert, Materialien lassen sich sortenrein zurückbauen und erneut einsetzen. Erneuerbare Energien sichern die Versorgung, Wasser- und Abfallsysteme folgen regenerativen Prinzipien. Produkte werden repariert statt entsorgt und digitale Plattformen erleichtern Tausch und gemeinsame Nutzung. In begrünten Quartieren entstehen Orte der Begegnung, wo Reparaturinitiativen, Secondhand-Angebote und Sharing-Modelle den Alltag prägen. So wächst eine urbane Gemeinschaft, die Ressourcen schont und soziale Nähe stärkt. Mit der Idee der Kreislaufstadt und einem klar definierten städtischen Leitbild als realistisches Zukunftsmodell für urbane Räume, liegt es in der Hand von Städten und Gemeinden, Grundlagen für mehr…
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Kreislaufwirtschaft ist weit mehr als Abfallwirtschaft
. Sie ist ein entscheidender Hebel für eine auch in Zukunft wettbewerbsfähige Wirtschaft. Unternehmen aller Branchen profitieren davon, wenn Prozesse effizienter werden und die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten sinkt. 88 Prozent der Unternehmen erwarten von einer konsequent umgesetzten Kreislaufwirtschaft positive Effekte; ein klares Signal für das enorme Potenzial, das in diesem Ansatz steckt. Doch der Wandel geht weit über das klassische Recycling hinaus. "Es reicht nicht mehr, Recycling-Fragen am Ende der Nutzungskette zu optimieren. Unternehmensstrategien, Produktportfolios und Geschäftsmodelle müssen so weiterentwickelt werden, dass Design für Langlebigkeit, Reparierbarkeit und hochwertige Wiederverwendung zum zentralen Bestandteil des Wert- und Leistungsversprechens werden", betont Carsten Wachholz von der Ellen MacArthur Foundation im Interview. Kreislaufwirtschaft bedeutet…
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Eine neue Dynamik
Udo Jürgens, Roy Black und Gilbert Bécaud traten dort auf und auch die Leipziger Jazztage fanden seit 1978 dort ein Zuhause: Die Rede ist von der Leipziger Kongresshalle. Nachdem das ehemalige repräsentative Gesellschaftshaus des Zoologischen Gartens im September 1900 eröffnet wurde, erlangte es für die bürgerliche Festkultur schnell eine große Bedeutung. Im Unterschied zu den meisten anderen Kulturstätten Leipzigs hat das Gebäude den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden, weshalb es im Schnellverfahren instand gesetzt und zur „Kongreßhalle Leipzig“ umgebaut wurde. 1988 musste das prachtvolle Gründerzeitgebäude aufgrund von Baufälligkeit jedoch geschlossen werden. Zehn Jahre ist es jetzt her, dass das geschichtsträchtige Gebäude nach Umbau und Sanierung seine Türen als modernes Tagungszentrum…
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Eine neue Dynamik
Udo Jürgens, Roy Black und Gilbert Bécaud traten dort auf und auch die Leipziger Jazztage fanden seit 1978 dort ein Zuhause: Die Rede ist von der Leipziger Kongresshalle. Nachdem das ehemalige repräsentative Gesellschaftshaus des Zoologischen Gartens im September 1900 eröffnet wurde, erlangte es für die bürgerliche Festkultur schnell eine große Bedeutung. Im Unterschied zu den meisten anderen Kulturstätten Leipzigs hat das Gebäude den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden, weshalb es im Schnellverfahren instand gesetzt und zur „Kongreßhalle Leipzig“ umgebaut wurde. 1988 musste das prachtvolle Gründerzeitgebäude aufgrund von Baufälligkeit jedoch geschlossen werden. Zehn Jahre ist es jetzt her, dass das geschichtsträchtige Gebäude nach Umbau und Sanierung seine Türen als modernes Tagungszentrum…
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Golf ist mehr als nur ein Freizeitvergnügen
Nationale und internationale Turniere prägen den Sport ebenso wie die persönlichen Geschichten der Profis. Genau hier setzt unsere neue Publikation "Golf" an. Die alten Klischees von Männern in Polohemden, teuren Luxusgegenständen und großen Deals auf dem Golfplatz sind längst überholt. Golf hat sich zum Trendsport entwickelt und begeistert zunehmend auch jüngere Zielgruppen. Gleichzeitig bieten moderne Golfanlagen weit mehr als nur Training: Sie sind Orte der Begegnung, des Netzwerkens und des Austauschs. Deutschland spielt insbesondere im Frauen-Golfsport eine zentrale Rolle. Laut EGA Participation Report 2025 ist es der wichtigste Markt in Europa und liegt auch prozentual bei der Beteiligung weit vorne. Spielerinnen wie Esther Henseleit stehen exemplarisch für diese Entwicklung: Die…