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Credendo erwartet keinen radikalen Politikwechsel in Chile
Gabriel Boric, ein ehemaliger Studentenführer und nun Anführer der linken Koalition Frente Amplio, hat die Präsidentschaftswahlen in Chile am 19. Dezember 2021 mit großem Vorsprung gewonnen. Der Kreditversicherer Credendo sieht in dem Erfolg Borics einen wichtigen Bruch mit drei Jahrzehnten eines Koalitions-Systems mit Parteien der Mitte. Ursprünglich hatte Boric im Wahlkampf angekündigt, linke Ideen umzusetzen und das aktuelle neoliberale System zu Grabe zu tragen. Im letzten Monaten hat der designierte Präsident sein Programm und seinen Ton aber bereits gemäßigt. Auf der wirtschaftlichen Agenda stehen aber weiterhin höhere Steuern, eine größere Einflussnahme der Regierung auf die Wirtschaft, die Stärkung von Gewerkschaften und neue Umweltvorschriften. Ein weiteres bemerkenswertes Versprechen ist die Überarbeitung…
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Ausnahmezustand in Kasachstan
Am 5. Januar hat der kasachische Präsident Tokajew den Ausnahmezustand ausgerufen. Damit reagiert er auf die seit dem 2. Januar anhaltenden Proteste, die zunächst im westlichen Landesteil ausgebrochen waren und sich schnell auf andere Regionen ausgebreitet haben, einschließlich des Finanzzentrums Almaty und seines Flughafens. Eine Gruppe von Arbeitern auf dem riesigen Ölfeld Tengiz schloss sich den Protesten an und verweigete Berichten zufolge die Arbeit, jedoch ohne Unterbrechung der Ölförderung. Die Proteste richten sich gegen einen starken Anstieg der Energie- und Treibstoffkosten, Korruption, hohe Lebenshaltungskosten und den immer noch starken Einfluss des ehemaligen Präsidenten Nursultan Nasarbajew. Um die Proteste zu beruhigen kündigte der Präsident die Senkung der Energiepreise und den Rücktritt…
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Credendo-Upgrades für Geschäftsumfeldrisikorating vieler Länder
Der Kreditversicherer Credendo hat das Geschäftsumfeldrisikorating von 18 Ländern angepasst. 16 Länder wurden herauf-, zwei herabgestuft. Somit bestätigt sich der Erholungstrend nach zahlreichen Herabstufungen im letzten Jahr, der von wirtschaftlicher Erholung und steigenden Rohstoffpreisen gestützt wird. Angesichts der anhaltenden Coronapandemie ist beim Wirtschaftsausblick für 2022 aber weiterhin Vorsicht angebracht. In ärmeren Ländern ist die Impfquote weiterhin sehr niedrig. Wektweit könnten sich zudem die monetären Bedingungen verschärfen. Heraufgestuft wurden Armenien (von F auf E), Botswana (von E auf D), Brunei (von C auf B), Burundi (von G auf F), Chile (von D auf C), Costa Rica (von F auf E), Guatemala (von E auf D), Hong Kong (von D auf C),…
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Credendo aktualisiert zehn Länderratings
Der Kreditversicherer Credendo hat im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung des kurzfristigen politischen Risikoratings die Einstufung von zehn Ländern aktualisiert. Neun wurden herauf-, eins herabgestuft. Die Aufwertungen beruhen auf steigenden Rohstoffpreisen, der langsam nachlassenden Corona-Auswirkungen und der Mittelzuweisung des IWF vor einigen Monaten. Verbessert haben sich die Ratings von Albanien (4 auf 3), Honduras (3 auf 2), Indonesien (2 auf 1), Nordmazedonien (3 auf 2), Sankt Vinzent und die Granadinen (6 auf 5), Seychellen (4 auf 3), Tadschikistan (6 auf 5), Osttimor (3 aud 2) und Uganda (4 auf 3). Herabgestuft wurde Äthopien (von 6 auf 7). In Äthopien nahm der Konflikt zwischen der Bundesregierung von Premierminister Abiy Ahmed und der…
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Credendo sieht Chancen für Anti-Korruptions-Ära in Bulgarien
Nach einer monatelangen politischen Krise, geprägt durch drei Wahlen im laufenden Jahr, hat sich eine Mehrheitskoalition aus vier Fraktionen endlich auf eine Regierungsbildung in Bulgarien geeinigt. Neuer Premierminister ist der 41-jährige Geschäftsmann Kiril Petkov, Mitbegründer der neuen Zentrumspartei "Wir setzen den Wandel fort" (PP), die mit 26 % stärkste Kraft wurde. Der Kreditversicherer Credendo sieht Spielräume für die neue Regierung nach einem Jahrzehnt langsamer Reformen und häufiger Proteste gegen Korruption unter Ex-Premier Borisov. Das neue Regierungsbündnis besteht aus Zentristen, Sozialisten und Liberalen – geeint durch gemeinsame Ziele und die Opposition zu Borisov. Die Prioritäten sind vielfältig, wobei Null-Toleranz gegenüber Korruption wohl das entscheidende Wahlkriterium war. Laut Transparency International hat Bulgarien,…
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Credendo stuft Rating für Bolivien herab
Der auf Exporte in Nicht-OECD-Staaten spezialisierte Kreditversicherer Credendo sieht in Bolivien seit Jahrzehnten eine Anfälligkeit für politische Instabilität, im Wesentlichen aufgrund innerstaatlicher Spannungen zwischen der Elite und armen indigenden Gemeinschaften. Letztere stellen etwa zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. Die Herrschaft von Evo Morales und seiner sozialistischen MAS-Partei brachte zwischen 2005 und 2019 eine relative Stabilität. Seit Morales aber beschloss, für eine Wiederwahl zu kandidieren, nehmen die Spannungen wieder zu. In einem Referendum war eine erneute Kandidatur abgelehnt worden. Er gewann die Wahlen 2019, das Ergebnis wurde aber wegen Betrugsvorwürfen annuliert. Es folgten gewaltsame Unruhen, Morales floh aus dem Land. Eine Übergangsregierung der Mitte-Rechts-(Elite-)Opposition regierte das Land bis zu den Neuwahlen 2020.…
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Credendo veröffentlicht Export Barometer 2021
Der Kreditversicherer Credendo hat sein "Export Barometer 2021" veröffentlicht. Zusammen mit Trends-Tendances wurden über 700 Unternehmensmanager befragt. Der diesjährige Fokus lag auf Lieferkettenproblemen und Logistik. Download: https://credendo.com/… Über Credendo Short-Term Non-EU Risks Credendo ist eine europäische Kreditversicherungsgruppe, die auf dem gesamten Kontinent vertreten ist. Wir sind in allen Bereichen der Warenkreditversicherung und der Versicherung von politischen Risiken tätig und bieten Produkte für die weltweite Abdeckung Ihrer Risiken. Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung: Credendo Short-Term Non-EU Risks Luisenstraße 21 65185 Wiesbaden Telefon: +49 (611) 504052-02 http://www.credendo.com Ansprechpartner: Karsten Koch Country Manager Germany and Austria Telefon: +49 (611) 504052-02 E-Mail: k.koch@credendo.com Weiterführende Links Originalmeldung von Credendo Short-Term Non-EU Risks Alle Meldungen von…
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Credendo beobachtet sinkende Stahlpreise
Als Schlüsselmaterial des verarbeitenden Gewerbes litt Stahl im Jahr 2020 kaum unter einem Nachfragerückgang wegen der Coronapandemie. Ende 2020 begannen die Preise sogar zu steigen und schossen 2021 in die Höhe. Der Kreditversicherer Credendo nennt als Gründe zum einen die geringere Produktion aufgrund pandemiebedingter Beschränkungen und zum anderen eine starke Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe Chinas. Gestützt wurde die Entwicklung auch durch hohe Eisenerzpreise. In den letzten Wochen hat sich der Trend aber umgekehrt, Credendo sieht sinkende Preise von -8 Prozent bis Ende November 2021. Der Eisenerzpreis hat nachgegeben, bleibt aber auf hohem Niveau über dem 3-Jahres-Durchschnittspreis. Die Stahlbranche ist nachfrageorientiert. Unerwartete Nachfrageschwankungen können erhebliche Preisbewegungen auslösen, während die Produktionsmengen stabil bleiben.…
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Credendo besorgt über dschihadistische Aktivitäten in Benin
Mit zunehmender Sorge blickt der auf Exporte in Nicht-OECD-Staaten spazialisierte Kreditversicherer Credendo auf dschihadistische Aktivitäten in und um Benin. Anfang Dezember verübten im benachbarten Burkina Faso stationierte Dschihadisten zwei getrennte Angriffe auf beninische Sicherheitskräfte in der nördlichen Grenzregion. Aufständische sind meist dem Islamischen Staat in der Großsahara (ISGS) angeschlossen und operieren hauptsächlich im Pendjari- und W-Nationalpark. Obwohl die ersten dschihadistischen Angriffe auf Benin seit 2019 waren, sieht Credendo eine zunehmende Gefahr eines Übergreifens der Gewalt von Mali, Burkina Faso und Niger auf die westafrikanischen Küstenstaaten. Benin ist eines der westafrikanischen Länder, die an der Accra-Initiative teilnehmen – einem Sicherheitsabkommen aus dem Jahr 2017, das auch von Burkina Faso, Côte d’Ivoire,…
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Credendo sieht steigende politische Risiken in Bosnien und Herzegowina
Der Kreditversicherer Credendo blickt mit Sorge auf die jüngsten politischen Entwicklungen in Bosnien und Herzegowina. Kürzlich warnte Christian Schmidt, der Hohe Vertreter der Internationalen Gemeinschaft für Bosnien und Herzegowina, vor einer steigenden Gefahr des Auseinanderbrechens des Landes und neuer Konflikte. Hintergund ist die Drohung des bosnischen Serbenführers Milorad Dodik im Oktober, die Republika Srpska, den serbischen Landesteil, aus der bosnischen Föderation herauszulösen. Credendo sieht nach Jahren politischer Lähmung, die die staatlichen Institutionen geschwächt haben, die schwerste politische Krise seit Ende des Krieges 1992-1995. Als Gründe nennt der Kreditversicherer die immer wieder verschobene EU-Beitrittsperspektive, das Ausbleiben von Reformen und das schlechte sozioökonomische Management der bosnischen Eliten. Vor diesem Hintergrund sind Nationalismus…