-
„BdKom Talent Award“ für Absolventin der Hochschule Pforzheim
Anja Körnle, Absolventin des Masterstudiengangs Corporate Communication Management an der Business School der Hochschule Pforzheim, ist im Rahmen des Kommunikationskongresses in Berlin mit dem „BdKom Talent Award 2026“ ausgezeichnet worden. Der Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom) würdigte ihre Masterarbeit „Deepfakes auf Social Media als disruptive Vertrauenskrise in der Krisenkommunikation“ als beste angewandte Abschlussarbeit deutschlandweit. KI-generierte Bilder, Videos und Stimmen verbreiten sich auf Social Media rasant und sind oft kaum noch von echten Inhalten zu unterscheiden. Für Unternehmen und Organisationen entsteht daraus ein neues Krisenszenario: Deepfakes können Vertrauen innerhalb kürzester Zeit beschädigen. Anja Körnle untersuchte in ihrer Arbeit, welche Folgen dies für die Krisenkommunikation hat und leitet konkrete Empfehlungen für Kommunikationsverantwortliche ab.…
-
Der Faktor Zeit: Warum Pforzheimer Studierende am Auto hängen
Warum steigen Studierende in Pforzheim nicht auf den Bus um, obwohl die Hochschule direkt angebunden ist? Die Studie „Urban Student Mobility in Pforzheim“ von Studierenden der Hochschule Pforzheim liefert eine plausible Erklärung: der massive Zeitverlust. Auf Basis von über 1.000 anonymisierten Wohnadressen und automatisierten Reisezeit-Abfragen zeigt die Untersuchung, dass Busfahrten im Schnitt mehr als dreimal so lange dauern wie die vergleichbare Autofahrt – ein zentraler Befund für die Verkehrswende der Goldstadt. Im Rahmen des Moduls „Ethik & Nachhaltigkeit“ werteten Maximilian Motz, Daniel Landes und Yusrea Valiyakath die Wohnadressen von 1067 Studierenden aus und berechneten für jede Adresse die Reisezeit zur Hochschule – einmal mit dem Auto und einmal mit dem…
-
Eine Mobilitätshilfe, die mitdenkt
Wer schon einmal längere Zeit auf Krücken angewiesen war, kennt das Problem: Jeder Schritt kostet Kraft, die Bewegung wirkt unnatürlich und anstrengend. Eine aktuelle Bachelorarbeit an der Hochschule Pforzheim setzt genau hier an – mit einem Krückenkonzept, das Technologie aus der Sportprothetik nutzt, um Fortbewegung für Menschen mit Einschränkungen einfacher, effizienter und angenehmer zu machen. Kern der Bachelorarbeit „KinAid – more than just a crutch“ von Leon Kast ist die Übertragung von Carbon-Blattfedern, wie sie aus Sportprothetik und Exoskelett-Entwicklung bekannt sind, auf ein neues Anwendungsfeld: klassische Unterarmgehstützen. Diese Federn speichern beim Auftreten Energie und geben sie beim Abstoßen wieder ab – ein Prinzip, das Sportler*innen im Leistungssport längst nutzen, für…
-
Wenn niemand mehr glaubt, was er sieht – Deepfakes als neue Vertrauenskrise für Unternehmen
Manipulierte Bilder, Stimmen oder Videos – Täuschung durch Desinformation ist zwar historisch gesehen kein neues Phänomen, jedoch eröffnet der rasante Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz neue Dimensionen sogenannter Deepfakes. Die Bedrohung entsteht dabei vor allem durch die unkontrollierbare Verbreitung in den sozialen Medien. Eine neue Masterarbeit an der Hochschule Pforzheim zeigt, dass Deepfakes längst auch für Unternehmen zu einem realen und wachsenden Krisenrisiko geworden sind – und dass etablierte Modelle der Krisenkommunikation dem Phänomen nicht gewachsen sind. Die Arbeit von Absolventin Anja Körnle mit dem Titel „Deepfakes auf Social Media als disruptive Vertrauenskrise in der Krisenkommunikation“ ist nach aktuellem Kenntnisstand die erste Studie, die Deepfakes systematisch als eigenständigen Krisentyp für…
-
Projekt „RISE“ stärkt Innovation und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche der Donauregion
Nach zweieinhalb Jahren intensiver internationaler Zusammenarbeit ist das Interreg-Danube EU-Projekt „RISE“ erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit zehn weiteren Partnerorganisationen aus der Donauregion hat ein Team der Hochschule Pforzheim daran gearbeitet, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Lebensmittelbranche bei den Herausforderungen der digitalen und nachhaltigen Transformation zu unterstützen. Im Fokus standen dabei die Themen Digitalisierung, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft. Dies sind Bereiche, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Rahmen des Projekts wurden innovative Unterstützungsangebote entwickelt, die Unternehmen dabei helfen, ihre Innovationspotenziale zu erkennen und gezielt weiterzuentwickeln. Dazu gehören digitale Analyseinstrumente, ein transnationales Mentoring-Programm sowie die Wissens- und Vernetzungsplattform B2GreenHub, die Unternehmen, Mentor*innen sowie weitere Innovationsakteure über Ländergrenzen hinweg…
-
Forschung für die Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Pforzheim gestärkt
Alte Solarmodule auf dem Dach, verschlissene Rotorblätter von Windkraftanlagen, elektrische Einweggeräte aus dem OP-Saal: All diese Produkte enthalten wertvolle Rohstoffe – Metalle, seltene Erden, oder auch hochwertige Fasern. Diese stecken jedoch oft fest in Verbundwerkstoffen, sodass sie sich kaum wirtschaftlich zurückgewinnen lassen. Die Folge: Rohstoffe werden vernichtet, müssen erneut erzeugt werden – mit hohen Umweltkosten. Genau hier setzt die Forschung an der Hochschule Pforzheim an. Mit gezielten Hochspannungsblitzen werden Materialverbunde buchstäblich auseinandergetrieben – schonend, präzise und ohne aggressive Chemie. Was klingt wie Science-Fiction, ist im Labor bereits Realität: Photovoltaik-Paneele, Windkraftbauteile, Elektrogeräte – all diese lassen sich so auftrennen, dass die enthaltenen Wertstoffe in den Kreislauf zurückfließen können. Hierfür wird in…
-
Plug-and-Play für Produktionsanlagen: Studierende entwickeln modulare Fabriksysteme
Wie können Produktionsanlagen so flexibel werden wie Alltagsgeräte? Diese Frage haben sich Studierende des Masterstudiengangs „Mechatronische Systementwicklung“ gestellt. Die Grundlage bietet das Forschungsprojekt METHODS, das von 2020 bis 2025 im Engineerium-Labor der Hochschule Pforzheim entwickelt wurde. Unter der Leitung von Professor Dr. Rainer Drath wurden dabei Methoden für das Engineering erforscht – von standardisierten Informationsmodellen über virtuelle Entwicklung bis hin zu sogenannten digitalen Zwillingen, also virtuellen Abbildern realer Maschinen oder Anlagen. Die Aufgabe der Studierenden war es, ein MTP-fähiges Fertigungsmodul zu entwickeln. Die Ergebnisse des Semesterprojekts fließen direkt in die Ausbildung an der Hochschule ein. Die Technologie „Module Type Package“, kurz MTP, ermöglicht es, Maschinen und Module digital so zu…
-
Mit dem Fahrrad bis nach Indien – 8000 km für den guten Zweck
2022 – John Müller, Student des Studiengangs International Business an der Hochschule Pforzheim, absolviert gerade sein Praxissemester. Während eines Urlaubs in Schweden spürt er zunehmende Schmerzen an den Rippen. Zurück in Stuttgart dann der Schock: Diagnose Ewing Sarkom, eine seltene Form von Krebs, die nur ein Prozent der Krebserkrankungen in Deutschland ausmacht. Unbehandelt führt die Krankheit zum Tod. Das Leben des damals 22-jährigen ist völlig auf den Kopf gestellt. „Es war Glück im Unglück, dass ich den Tumor bemerkt habe, weil er stark auf eine Rippe gedrückt hat. Nach etwa 16 Stunden im Krankenhaus in Stuttgart hat man die Ursache meiner Schmerzen gefunden“, erzählt Müller im Interview mit der Hochschule…
-
Hat die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie wirklich einen Mehrwert?
Die Senkung der Mehrwertsteuer, vor allem in der Gastronomie, wird gerne als wirtschaftspolitische Maßnahme genutzt. Ziel ist es seitens der Bundesregierung, den Konsum zu fördern, Unternehmen zu entlasten und die Konjunktur insgesamt zu stabilisieren. Doch wie stark profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher tatsächlich von der Senkung und welche Auswirkungen hat sie volkswirtschaftlich? Über diese Fragen sprechen wir im Interview mit Dr. Dirk Wentzel, Professor für Volkswirtschaftslehre und Europäische Integration an der Hochschule Pforzheim. Der Forschungsschwerpunkt von Professor Wentzel liegt im Bereich der Ordnungs- und Institutionenökonomik in der Tradition der Freiburger Schule um Walter Eucken sowie in der europäischen Integration im Verständnis von Jean Monnet. Als Herausgeber der Schriften zu Ordnungsfragen der…
-
Hochschule Pforzheim beteiligt sich am BMWE-Leuchtturmprojekt ReDriveS
Mit dem offiziellen Kick-off am 12. und 13. Januar 2026 ist das Forschungsprojekt ReDriveS in die Umsetzungsphase gestartet. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Die Hochschule Pforzheim ist Teil des bundesweiten Konsortiums aus 25 Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft und maßgeblich verantwortlich für das Magnetrecycling. Das STI (Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle; Schmucktechnologisches Institut) wird dabei mit rund 1,36 Mio € gefördert. ReDriveS ("Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme") zählt zu den nationalen Leuchtturmprojekten im Fachprogramm "DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig". Ziel des vorerst 36-monatigen Vorhabens ist die Entwicklung ökonomisch tragfähiger und ökologisch vorteilhafter Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe. Im Fokus stehen…