-
Saarwirtschaft in der Krise: Für 2023 kaum Wachstum in Sicht
Das Jahr 2023 dürfte für die Saarwirtschaft kein einfaches werden. Wie IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé in einem Jahresrückblick und -ausblick erläutert, belasten neben konjunkturellen Risiken die Herausforderungen der ökonomischen, ökologischen und digitalen Transformation die Unternehmen im Land. „Insbesondere wirken verstärkte Klimaschutzanforderungen, hohe Energiepreise, der zunehmende Arbeitskräftemangel und steigende Zinsen kostentreibend. Damit engt sich der Spielraum für Investitionen und Beschäftigungsaufbau erheblich ein“, sagt Thomé. Angesichts der nach wie vor schwachen und unsicheren Weltkonjunktur rechnet die IHK für 2023 mit einer Wirtschaftsleistung knapp unter dem Niveau dieses Jahres (minus 0,5 Prozent BIP-Wachstum), bestenfalls mit Nullwachstum. Dies allerdings auch nur unter der Voraussetzung, dass der Ukraine-Krieg und die Spannungen im asiatisch-pazifischen Raum nicht…
-
Saarkonjunktur: Ohne Schwung ins neue Jahr
Die Energiekrise und die Inflation lasten weiterhin schwer auf der Stimmung der Saarwirtschaft. Das zeigen die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und zu den Erwartungen für die kommenden Monate. So fiel der IHK-Lageindikator gegenüber dem Vormonat um 1,1 Punkte auf 22,6 Zähler. Ursache hierfür ist, dass sich die Lageeinschätzungen in der Saarindustrie nach einem leichten Anstieg im November nun wieder verschlechterten. Diesen Rückgang kann die Verbesserung der Geschäftslage im Dienstleistungsgewerbe nicht kompensieren. Eine Zweiteilung der Bewertung zwischen dem Industrie- und dem Dienstleistungssektor zeigt sich auch bei den Aussichten für die nächsten sechs Monate – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Während sich die Erwartungen in der Industrie geringfügig aufhellen, blicken…
-
IHK übt scharfe Kritik am Haushaltsentwurf der Landeshauptstadt Saarbrücken
Die IHK Saarland hat mit deutlicher Kritik auf den Haushaltsentwurf für die Landeshauptstadt Saarbrücken reagiert und eindringlich vor jeder weiteren Belastung der Wirtschaft gewarnt. Die Kammer kritisiert vor allem die geplante Einführung einer Beherbergungssteuer zum 1. Juli 2023 in Höhe von fünf Prozent des Umsatzes bei Privat- und Geschäftsreisen. „Die Einführung einer Beherbergungssteuer wäre ein verheerendes Signal für das Hotelgewerbe in Saarbrücken. Das ist ein Schlag ins Gesicht ausgerechnet der Branche, die ohnehin mit die größten Lasten der Corona-Pandemie schultern musste. Der schon in den Jahren vor Corona gestiegene Wettbewerbsdruck und die hohe Preistransparenz werden in vielen Fällen dazu führen, dass sich die bereits unterdurchschnittliche Gewinnmarge der Hotelbetriebe weiter verschlechtert.…
-
Entscheidung von historischer Dimension – IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé zu den Investitionsplänen der Stahl-Holding Saar
„„Die Entscheidung für diese Milliardeninvestition ist von historischer Dimension. Die Stahl-Holding-Saar mit ihren beiden Traditionsunternehmen Dillinger und Saarstahl marschiert bei der Transformation hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft mit Siebenmeilen-Stiefeln voran. Jetzt müssen Berlin und Brüssel rasch nachziehen und die notwendige öffentliche Förderung auf den Weg bringen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé. Die saarländische Landesregierung hat bereits klar ihre Bereitschaft signalisiert, über den Transformationsfonds die Umstellung auf die Produktion von grünem Stahl zu unterstützen. Nimmt man das vor einigen Wochen angekündigte Vorhaben des Autozulieferers ZF hinzu, den Standort Saarbrücken zu einem Leitwerk für die Elektromobilität zu machen, haben sich nun die beiden größten Industriearbeitgeber im Saarland mit zukunftsweisenden Investitionsentscheidungen zu diesem…
-
Saar-Arbeitsmarkt noch relativ robust
„Trotz der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Lage zeigt sich der saarländische Arbeitsmarkt noch in einer vergleichsweise robusten Verfassung. Dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit im November gegenüber dem Vorjahr nicht stärker ausfiel, ist dem Mangel an Fachkräften geschuldet. Die Arbeitgeber versuchen derzeit ihr Personal zu halten und weiter zu qualifizieren. Denn sie wissen: Sollte die Konjunktur ab dem Frühjahr wieder anziehen, werden sie den Personalbedarf nicht decken können. Angesicht der nach wie vor hohen Beschäftigung halten wir an unserer Jahresprognose von bis zu 2.000 zusätzlichen Beschäftigten im Saarland fest. Um das Ziel von 400.000 Beschäftigten mittelfristig zu erreichen, muss die Politik alles dafür tun, um die Kostenbelastung für die Unternehmen zu reduzieren.“…
-
IHK-Gewerbesteuerspiegel: 60 Millionen Euro Mehrbelastung – Hohe Hebesätze schaden der Wirtschaft und dem Standort Saarland
Die Unternehmen im Saarland sind überdurchschnittlich stark von der Gewerbesteuer belastet. Sie müssen im Vergleich zu ihren Wettbewerbern in anderen Bundesländern eine Mehrbelastung von rund 60 Millionen Euro pro Jahr schultern. Das ergibt sich aus dem Gewerbesteuerspiegel, den die IHK Saarland heute (23.11.2022) vorgelegt hat. Seit 2016 hat die Saarwirtschaft bei der Gewerbesteuer eine kumulierte Mehrbelastung von 320 Millionen Euro getragen. Ein Drittel davon entfällt auf die Unternehmen im Regionalverband Saarbrücken. „Diese Sonderlast ist eine schwere Bürde für den Wirtschaftsstandort Saarland. Die Politik muss daher jetzt eine Trendwende einleiten“, mahnt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé. „Wir appellieren an die saarländischen Kommunen, die Hebesätze für die Gewerbesteuer im Schnitt um ein Fünftel…
-
Ausbildungsmarkt: Nachwuchsmangel spitzt sich zu
Die IHK Saarland verzeichnet für das Jahr 2022 einen leichten Rückgang an Ausbildungsverträgen. So haben die IHK-zugehörigen Unternehmen 3.487 Ausbildungsverträge neu eingetragen. Das sind 32 Verträge (0,9 Prozent) weniger als im Vorjahr. „Wir haben uns ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé. „Der Rückgang an Ausbildungsverträgen scheint moderat zu sein, spiegelt den tatsächlichen Bedarf an Nachwuchskräften in der saarländischen Wirtschaft aber nur sehr bedingt wider. Der Mangel an jungen Fachkräften kostet unsere Wirtschaft bereits jetzt erhebliche Entwicklungschancen.“ Belegt wird dies durch die Zahlen der Bildungsstatistik. So blieben von den bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Ausbildungsstellen 1.100 Stellen unbesetzt. Das sind knapp 36 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.…
-
Betrüger täuschen IHK-Hintergrund und angebliche Steuerrückzahlung vor
Die IHK Saarland warnt vor einer neuen Betrugsmasche zum Datenklau bei Unternehmen. Dabei werden die Betriebe per Mail von einer angeblichen „Bundeszahlstelle“ mit der Abkürzung „BZSt“ aufgefordert, ihre Firmendaten über einen Link weiterzugeben, beziehungsweise „zu aktualisieren“. Die Daten würden dann angeblich bei der zuständigen IHK „geprüft“, heißt es in den gefälschten Mails. Nach der Prüfung könne das Unternehmen mit einer Steuerrückzahlung rechnen. Die IHK weist darauf hin, dass die IHKs keinerlei derartige Überprüfungen vornehmen. Deshalb sollten betroffene Unternehmen nicht auf diese Mails eingehen, keineswegs auf den Link klicken oder gar Daten übermitteln.Es handelt sich vermutlich um eine weitere Methode, an Unternehmensdaten inklusive Kontoverbindungen zu kommen. Es kann auch nicht ausgeschlossen…
-
init-sports, KemBO und DELFA Systems als Sieger des Businessplanwettbewerbs 1,2,3 GO ausgezeichnet
Auch in diesem Jahr haben innovative Gründerinnen und Gründer aus dem Saarland überzeugende Geschäftsideen für den Businessplanwettbewerb 1,2,3 GO entwickelt und eingereicht. Schwerpunkte der Gründerteams waren die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. An der diesjährigen Runde des Wettbewerbs hatten insgesamt 38 innovative Start-ups aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz teilgenommen. Die drei saarländischen Preisträger wurden gestern (10. November) im Rahmen einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung in der IHK Saarland ausgezeichnet. Die Prämierung nahmen vor: Dr. Frank Thomé, Hauptgeschäftsführer IHK Saarland, Dr. Holger Gillet, Referatsleiter Unternehmensfinanzierung und Kapitalmarkt im saarländischen Wirtschaftsministerium, sowie Doris Woll, Vorstandsvorsitzende der SIKB. Die saarländischen Preisträger sind: – init-sports (1. Platz, 4.000 Euro Preisgeld) Gründerteam: Marc Breuer, Daniel Grauvogel Geschäftsidee:…
-
IHK ehrt „Superazubis“
Alljährlich zeichnet die IHK Saarland ihre besten Absolventen in den verschiedenen IHK-Berufen sowie deren Ausbilder und Ausbildungsbetriebe aus. Traditionsgemäß findet dies im Rahmen einer großen Feier im Saarbrücker E-Werk statt. In diesem Jahr musste diese „Bestenfeier“ aufgrund der zugespitzten Corona-Situation erneut ausfallen. Die insgesamt 96 Auszubildenden und 21 Weiterbildungsabsolventen des Jahrgangs 2021/2022, die ihre IHK-Prüfung als Landesbeste bestanden haben, konnten ihre Urkunde nur auf dem Postweg erhalten. In kleinerem Rahmen wurden heute (8. November) in der IHK stellvertretend für alle Top-Absolventen vier Prüfungsteilnehmer ausgezeichnet. Sie hatten unter den Landesbesten noch einmal mit ganz besonderen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Zwei der Teilnehmer erreichten sogar die Traumnote 100 Punkte. Demografische Entwicklung…