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Volle Energie in die Ausbildung stecken
Eines der wichtigsten Themen für die Zukunft ist die Energieversorgung. Die zur Verfügung stehende Energie muss effektiv genutzt werden. Der Ausstieg aus der fossilen Energienutzung muss so schnell wie möglich vollzogen werden. Die Energiegewinnung muss neu gedacht – und gemacht – werden. Denn E-Mobilität und Künstliche Intelligenz (KI) benötigen immer mehr Energie. Was wie die Vorgaben für die weltweite Wirtschaftspolitik der Zukunft klingt, beschreibt gleichzeitig das Berufsbild und die Perspektiven des Dachdeckerhandwerks. Dieses Handwerk entwickelte sich vor rund 1.000 Jahren als ein Handwerk für den Wetterschutz gegen Wind und Regen. Spätestens mit der Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wurde aus dem Dach-Handwerk ein Klima-Handwerk, als die ersten Solaranlagen auf Dächern…
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„Die Sonne scheint auch morgen noch“
Importierte Energieträger wie Öl und Gas sind angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage ein Auslaufmodell. Und das alte Vorurteil „Solaranlagen – da profitiere ich doch nur im Sommer“, ist auch von gestern. Der Geschäftsführer der Dachdecker-Landesinnung Berlin, Sebastian Bobinski, fasst die Argumente für Solartechnik auf dem Dach und an der Fassade so zusammen: „Strom aus PV-Anlagen kann in Verbindung mit Stromspeichern rund um die Uhr genutzt werden. Und das auch für die E-Mobilität. Solarthermie reduziert den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung zur Heizungsunterstützung“. Dazu weist Bobinski auf die attraktiven Konditionen hin: Bereits seit 2023 sind die Investition in die Solaranlage und deren Montage von der Mehrwertsteuer komplett befreit. Dieser 19-%-Preisvorteil, gesunkene Modul-…
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Künstliche Intelligenz repariert kein Dach
Wenn Menschen arbeiten, bleibt immer ein „Restrisiko“ von menschlichen Fehlern. Kann Künstliche Intelligenz (KI) diese Arbeiten in Zukunft fehlerfrei erledigen? Auch wenn die Fachbetriebe des Berliner Dachdeckerhandwerks verstärkt auf KI als „Werkzeug“ setzen: Der Computer wird die ausgebildeten Handwerker-Spezialisten für Dach und Wand kaum ersetzen können. Denn jedes Dach ist ein Unikat, das individuell geplant, berechnet und ausgeführt wird – ob bei der Neuerrichtung oder der Sanierung und Reparatur. Das Dachdeckerhandwerk ist eben mehr als ein „Ziegelaufleger-Gewerk“. Dennoch unterstützen auch PC, Laptop und Tablet das Dachdeckerhandwerk schon heute bei seiner Arbeit. Softwarelösungen erleichtern die Planung von Dächern und Detaillösungen, ohne jedoch auf die Erfahrung von menschlichen Dach-Experten verzichten zu können.…
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Schon gute Vorsätze für das Haus gefasst?
Meist sind die guten Vorsätze, die spätestens zum Jahreswechsel gefasst werden, schon wenige Wochen später vergessen. Hausbesitzer und Häuslebauer sollten da schon mehr Durchhaltevermögen zeigen. Denn Gebäudeoptimierungen müssen längerfristig geplant werden. Beispiel Solarpflicht: Auch wenn es hier (noch) keine bundesweit einheitliche Verpflichtung für Solaranlagen bei Neubauten oder umfassenden Dachsanierungen gibt, darf über eine Nach- und Aufrüstung des Hausdaches nachgedacht werden. Denn bei den zu erwartenden Energiepreissteigerungen macht eine Entlastung durch die Eigenenergieerzeugung durchaus Sinn. Doch auch Solaranlagen müssen geplant und sollten keinesfalls durch eine spontane Auftragsvergabe an der Haustüre entschieden werden. Der kompetente Ansprechpartner für das Dach ist hier auf jeden Fall der qualifizierte Dachdecker-Fachbetrieb. Die energetische Optimierung der Gebäudehülle…
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Zeichen der (kalten) Zeit
Die fehlerhafte oder fehlende Wärmedämmung zeigt jetzt in den ersten Frostnächten und nach Schneefällen, wo möglicherweise ein Optimierungsbedarf besteht. Denn die hinterlassen Zeichen auf vielen Dächern. In der kalten Jahreszeit soll die fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung gewährleisten, dass – je nach Raum – eine angenehme Raumtemperatur von 20 – 22o C mit minimalem Energieaufwand für die Beheizung erreicht und gehalten wird. Und das auch, wenn draußen mal -10o C gemessen werden. Diese Temperaturdifferenz innen/außen von 30o C und mehr stellt die Dämmung vor eine Herausforderung. Im Sommer kann dieser Temperaturunterschied auch weit höher sein, wenn die Wärmedämmung für erträgliche Raumtemperaturen trotz intensiver Sonneneinstrahlung sorgen soll. Nach dem Gebäudeenergiegesetz GEG ist ein…
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Meister- und Freisprechungsfeier der Berliner Dachdecker-Landesinnung
Donnerstag, der 2. Oktober 2025, war ein „Feier-Tag“ vor dem Feiertag. In feierlichem Ambiente wurden die Leistungen der neuen Dachdecker-Jungmeister geehrt und die Junggesellinnen und Junggesellen des Abschlussjahres 2025 freigesprochen. Der Loewesaal in Berlin-Wedding bot – wie schon im vergangenen Jahr – den gemeinsamen Rahmen für den Start in einen neuen Lebensabschnitt: 13 Dachdeckermeister bereichern nun den weiterhin boomenden Dachdeckermarkt. Außerdem haben zwei Junggesellinnen und 67 Junggesellen ihre Ausbildung erfolgreich absolviert. Sebastian Bobinski, Geschäftsführer der Dachdecker-Landesinnung, begrüßte 230 Gäste im festlich geschmückten Loewesaal. Unter ihnen Markus Straube, Vizepräsident der Handwerkskammer Berlin, Patrick Heinrich, Schatzmeister der Dachdecker-Landesinnung sowie Antonia Ambrasas, stv. Direktorin der Knobelsdorffschule OSZ Bautechnik I. In seiner Anmoderation beglückwünschte…
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Sorglosigkeit kann teuer werden
Was ist schon eine Geschwindigkeit von 75 km/h? Schon auf den meisten Landstraßen wird schneller gefahren. Gefährlich schnell aber sind Luftbewegungen mit dieser Geschwindigkeit. Meteorologen sprechen dann von einem Sturm. So richtig gefährlich können Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und mehr für das Dach werden, warnt die Dachdecker-Landesinnung Berlin. Dabei ist nicht der Winddruck die größte Gefahr, sondern der Windsog, der besonders in den Randbereichen des Daches auftritt. Entsprechend muss eine Dacheindeckung – übrigens auch nach einer Sanierung oder Reparatur von mehr als 10 % der Dachfläche – gegen Windsog gesichert sein. Dabei berechnet der Dachdecker-Fachbetrieb nach dem Windatlas, dem genauen Standort des Hauses, seiner Dachform und Dachneigung und der Nachbarbebauung…
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Steilgegangen – Azubis zeigen Familien das Dachdeckerhandwerk
Es war ein „Bilderbuch“-Tag des Handwerks: Am Samstag, den 20. September 2025, zelebrierten die Berliner Handwerksinnungen gemeinsam mit der Handwerkskammer den „Tag des Handwerks 2025“ mit einem riesigen Mitmach-Festival. Mehr als 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, das Handwerk in all seiner Vielfalt zu erleben. Unter dem Motto „Handwerk zum Anfassen“ präsentierte sich auch die Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin im Mellowpark Berlin-Köpenick und lud die großen und kleinen Gäste zum Ausprobieren, Staunen und Mitmachen ein. Feierlich eröffnet wurde das Fest von Carola Zarth, Präsidentin der Handwerkskammer Berlin, Jörg Paschedag, Vorsitzender des Innungsvereins „Wenn Handwerk dann Innung“, und Jens Werner vom Mellowpark. Bilderbuchmäßig war auch das Wetter und schuf damit die Grundlage für…
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Wenn der Himmel die Schleusen öffnet
Ein Jahr der Extremwetter? Schon jetzt sind unglaubliche Niederschlagsmengen in Berlin gefallen. Dazu kamen Gewitterfronten mit Sturm und krassen Temperaturstürzen. „Viele Unwetterschäden wären durchaus vermeidbar gewesen, wenn Hausbesitzer und Hausverwaltungen entsprechende Vorkehrungen getroffen hätten“, ist sich Stephan Ziemann, Landesinnungsmeister der Dachdecker-Landesinnung Berlin, sicher. Auch wenn ein Dach natürlich nicht vor allen Extremwettern geschützt werden kann, sind es häufig kleine Ursachen, die große Wirkung haben können – also zu enormen Schäden führen, weiß der Landesinnungsmeister. Solche typischen Auslöser für kapitale Dachschäden können beispielsweise gelockerte Elemente der Dacheindeckung, eine fehlende Windsogsicherung oder auch mangelhafte Entwässerungssysteme sein. So genügt es nicht, auf der Traufseite eines Steildaches irgendeine beliebige Dachrinne zu montieren, die gerade…
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Das Wetter können wir nicht ändern – aber die Dächer
Möglichst schnell sollen die zunehmenden Extremniederschläge vom Haus abgeführt werden. Und damit ist die Kanalisation oft überlastet. Doch die Errichtung eines jeden Gebäudes versiegelt noch mehr Bodenflächen, die bis dahin Niederschläge aufnehmen konnten. Einen Beitrag zur Lösung könnten Gründächer darstellen. Ein erfreulicher „Nebeneffekt“ von begrünten Dächern ist, dass sie Niederschlagsmengen verzögert abgeben und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor lokalen Überflutungen durch überlastete Kanalsysteme leisten können. Doch das ist, wie die Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin betont, nur eine „positive Nebenwirkung“. Weitaus mehr schätzen Planer, Bauherren und für die Errichtung von Gründächern entsprechend qualifizierte Dachdeckerbetriebe die positiven Auswirkungen auf das Mikroklima – im Haus und am Standort des Hauses. Denn…