• Bauen & Wohnen

    Bauplatz in der oberen Etage

    Experten schätzen übereinstimmend, dass der Neubaubedarf in Deutschland bei jährlich weit über 300.000 Wohnungen liegt. Über deren Bezahlbarkeit entscheidet oft auch der hohe Baulandpreis. Dabei sind „Bauplätze“ in großer Zahl verfügbar: im Dachgeschoss oder auf dem Dach vieler Gebäude im Bestand. Darauf weist die Dachdecker-Landesinnung Berlin hin. Wohnraumpotenzial im und auf dem Dach Die Nutzung des verfügbaren Potenzials in und auf dem Dach bietet viele Vorteile. Diese Bauplätze beanspruchen kein zusätzliches Bauland und ermöglichen die Schaffung von Wohnraum ohne Bodenversiegelung. Außerdem sind die „Bauplätze ganz oben“ Grunderwerbssteuerfrei. Darüber hinaus können mit der Nutzung des Dachraums als Wohnflächen Mehrgenerationenhäuser entstehen – ein nicht zu unterschätzender sozialer Aspekt. Vor der Umsetzung des…

  • Finanzen / Bilanzen

    So ist das Dach wirklich versichert

    Die „Vollkasko-Mentalität“ vieler Hausbesitzer und Hausverwaltungen: Versicherungsvertrag unterschreiben und zurücklehnen. Die Realität im Schadensfall: „Unsere Dachdeckerbetriebe sind nach Unwettern natürlich so schnell wie möglich bei betroffenen Hausbesitzern“, betont Sebastian Bobinski, Geschäftsführer der Dachdecker-Landesinnung Berlin. „Doch die Gebäudeversicherer finanzieren nicht in jedem Fall ein neues Dach, wenn beim beschädigten Dach keine Vorkehrungen zur Schadensabwehr oder Schadensminderung getroffen wurden“. Auf die Obliegenheitspflichten achten In allen Verträgen von Gebäudeversicherungen wird auf die Obliegenheitspflichten des Versicherungsnehmers hingewiesen. Das bedeutet, dass der Hausbesitzer bzw. die zuständige Hausverwaltung alle Vorkehrungen treffen muss, um Schäden an der versicherten Sache zu verhindern oder den Schadensumfang zu begrenzen. Die Versicherung hat im Schadensfall das Recht, die entsprechenden Nachweise zu…

  • Energie- / Umwelttechnik

    So bleibt die Hitzewelle draußen

    Benötigt das Haus wegen der Klimaerwärmung künftig weniger Wärmedämmung? Sicher nicht: Denn die sommerlichen Hitzewellen kommen immer früher und werden immer extremer. Gerade das sonst von den Menschen so heißgeliebte Dachgeschoss wird in vielen Gebäuden zur Sauna. Schuld daran kann auch eine nicht optimale Wärmedämmung sein. Denn Wärmedämmung ist auch Hitzeschutz. Der Landesinnungsmeister der Berliner Dachdecker-Landesinnung, Stephan Ziemann, geht ins Detail: „Bei direkter Sonneneinstrahlung im Sommer können auf Dachflächen Temperaturen von 70o C und mehr gemessen werden“. Dagegen werden als angenehme Wohnraumtemperatur maximal 23-25o C empfunden. Nur wenige Zentimeter schützen vor 70o Hitze „Um diese Temperaturdifferenz von bis zu 45o C zu ermöglichen, steht im Dach oft gerade mal eine…

  • Verbraucher & Recht

    Urlaubssperre für das Dach

    Sorglos im Urlaub und die Sonne am Strand oder in den Bergen genießen. Doch zuhause toben Sommerregen und Stürme? „Ein Dach ist immer im Dienst,“ darauf weist die Dachdecker- Landesinnung Berlin hin. Und nicht nur Autos und E-Bikes brauchen eine regelmäßige Überprüfung und Pflege, um zuverlässig ihren Aufgaben nachzukommen. Auch das Dach kann seine Dienste – nämlich den Schutz des Gebäudes und seiner Bewohner – nur zuverlässig erfüllen, wenn es ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit bekommt. Besser geschützt Die regelmäßige Dachüberprüfung gehört zu den Obliegenheitspflichten eines jeden Versicherungsnehmers einer Gebäudeversicherung. Denn der Versicherungsnehmer hat sich durch seine Unterschrift unter den Vertrag verpflichtet, mögliche Schäden abzuwenden bzw. zu verringern. Dazu gehört die…

  • Bauen & Wohnen

    Nichts wie weg mit dem Regen

    So erfrischend ein leichter Sommerregen für Mensch und Natur auch ist: Öffnet Petrus die Schleusen mal richtig, ist Schluss mit lustig. Dann zeigt sich schnell, ob die Dachentwässerung geplant oder dem Zufall überlassen wurde. „Ist das Dach von einem Fachbetrieb geplant und ausgeführt worden, wurde auch die Dachentwässerung korrekt dimensioniert, und Hausbesitzer können sich beruhigt zurücklehnen“, so Stephan Ziemann, Landesinnungsmeister der Dachdecker-Landesinnung Berlin. „Waren allerdings Heimwerker oder unqualifizierte Handwerker am Werk, drohen massive Schäden am Bauwerk“. Ziemann erklärt die Berechnung: Maßgeblich für die Dachentwässerung sind die DIN 1986-100 und DIN EN 12056. Nach diesen beiden Normen werden die Niederschlagswasser-Abführung und die damit verbundenen Dimensionen von Rinnen und Fallrohren bei der…

  • Bildung & Karriere

    Girls‘ Day 2026 in Berlin

    Im Bildungszentrum des Berliner Dachdeckerhandwerks war Donnerstag, 23. April 2026, ein besonderer Tag: Anlässlich des bundesweiten Girls´ Day öffnete die Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin ihre Türen für 31 Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren – und begeisterte ausnahmslos die jungen Besucherinnen. Pünktlich um 8:00 Uhr wurden die jungen Gäste vom Geschäftsführer der Dachdecker-Landesinnung Berlin, Sebastian Bobinski, und dem Team der Landesinnung herzlich begrüßt. Da die Temperaturen noch frisch waren, startete das Programm im Theorieraum: Lehrlingswartin Josephine Süßer berichtete über ihren persönlichen Werdegang und betonte die Bedeutung von Teamgeist und Gemeinschaftssinn im Handwerk. Angelina Zurek aus der Ausbildungsabteilung der Innung gab in einem bilderreichen Vortrag einen Überblick über die Vielfalt des…

  • Bauen & Wohnen

    Dachdecker-Landesinnung Berlin: Gebäudebegrünungen sind emissionsfreie Klimaanlagen

    Ein angenehmes Raumklima auch im heißen Sommer? Dafür sorgt eine optimale Wärmedämmung in Verbindung mit der Klimaanlage. Und im Winter gewährleistet die Wärmedämmung eine Optimierung der Heizkosten. Beide Funktionen – den Wärmeschutz im Winter und den Hitzeschutz im Sommer – können Gebäudebegrünungen spürbar unterstützen. Und das ohne zusätzlichen Primärenergieeinsatz. Darauf weist die Dachdecker-Landesinnung Berlin hin. Mit grüner Dämmung Gründächer stellen eine zusätzliche Dämmschicht auf dem Dach dar – auch auf geneigten Dächern. Denn der mehrere Zentimeter dicke Aufbau von der unteren Abdichtung über die Drainage- und Substratschicht reduziert im Winter Wärmeverluste aus dem Gebäude. Im Sommer verhindert das begrünte Dach eine direkte Sonneneinstrahlung auf die eigentliche Dachfläche. Zusätzlich wird durch…

  • Bauen & Wohnen

    Volle Energie in die Ausbildung stecken

    Eines der wichtigsten Themen für die Zukunft ist die Energieversorgung. Die zur Verfügung stehende Energie muss effektiv genutzt werden. Der Ausstieg aus der fossilen Energienutzung muss so schnell wie möglich vollzogen werden. Die Energiegewinnung muss neu gedacht – und gemacht – werden. Denn E-Mobilität und Künstliche Intelligenz (KI) benötigen immer mehr Energie. Was wie die Vorgaben für die weltweite Wirtschaftspolitik der Zukunft klingt, beschreibt gleichzeitig das Berufsbild und die Perspektiven des Dachdeckerhandwerks. Dieses Handwerk entwickelte sich vor rund 1.000 Jahren als ein Handwerk für den Wetterschutz gegen Wind und Regen. Spätestens mit der Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wurde aus dem Dach-Handwerk ein Klima-Handwerk, als die ersten Solaranlagen auf Dächern…

  • Bauen & Wohnen

    „Die Sonne scheint auch morgen noch“

    Importierte Energieträger wie Öl und Gas sind angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage ein Auslaufmodell. Und das alte Vorurteil „Solaranlagen – da profitiere ich doch nur im Sommer“, ist auch von gestern. Der Geschäftsführer der Dachdecker-Landesinnung Berlin, Sebastian Bobinski, fasst die Argumente für Solartechnik auf dem Dach und an der Fassade so zusammen: „Strom aus PV-Anlagen kann in Verbindung mit Stromspeichern rund um die Uhr genutzt werden. Und das auch für die E-Mobilität. Solarthermie reduziert den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung zur Heizungsunterstützung“. Dazu weist Bobinski auf die attraktiven Konditionen hin: Bereits seit 2023 sind die Investition in die Solaranlage und deren Montage von der Mehrwertsteuer komplett befreit. Dieser 19-%-Preisvorteil, gesunkene Modul-…

  • Bildung & Karriere

    Künstliche Intelligenz repariert kein Dach

    Wenn Menschen arbeiten, bleibt immer ein „Restrisiko“ von menschlichen Fehlern. Kann Künstliche Intelligenz (KI) diese Arbeiten in Zukunft fehlerfrei erledigen? Auch wenn die Fachbetriebe des Berliner Dachdeckerhandwerks verstärkt auf KI als „Werkzeug“ setzen: Der Computer wird die ausgebildeten Handwerker-Spezialisten für Dach und Wand kaum ersetzen können. Denn jedes Dach ist ein Unikat, das individuell geplant, berechnet und ausgeführt wird – ob bei der Neuerrichtung oder der Sanierung und Reparatur. Das Dachdeckerhandwerk ist eben mehr als ein „Ziegelaufleger-Gewerk“. Dennoch unterstützen auch PC, Laptop und Tablet das Dachdeckerhandwerk schon heute bei seiner Arbeit. Softwarelösungen erleichtern die Planung von Dächern und Detaillösungen, ohne jedoch auf die Erfahrung von menschlichen Dach-Experten verzichten zu können.…