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Altersdiversität: Südwesttextil für Engagement ausgezeichnet
Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband setzt sich nicht nur für bessere Rahmenbedingungen für die Weiterbeschäftigung von Rentnern und Qualifizierungen über alle Altersstufen ein, sondern lebt auch im eigenen Team die Generationenvielfalt. Dank einer Nominierung aus den eigenen Reihen wurde Südwesttextil Ende Januar als eines von drei Unternehmen deutschlandweit mit dem Siegel „Altersdiverser Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Anita Glombik, Expertin für Karriere 55+ und generationsübergreifende Führung, würdigte bei der Verleihung an Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner, dass der Verband Generationenvielfalt als strategische Stärke begreift und als festen Bestandteil der eigenen Kultur lebt. Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Als Verband wollen wir in allen Bereichen stets mit einem Maximum an Kompetenz, Qualität und Engagement für unsere Mitglieder da sein. Bei…
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Flexibilisierung der Arbeitszeit & Work-and-Stay-Agentur von der Agenda in die Umsetzung bringen
. Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit, steuerliche Begünstigung von Überstundenzuschlägen und Prämien für Mehrarbeit sowie Erleichterungen bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland – Südwesttextil begrüßt die in der nationalen Tourismusstrategie enthaltenen Maßnahmen. Für qualifizierte Einwanderung befürwortet Südwesttextil die Zentralisierung und Digitalisierung des Prozesses durch eine „Work-and-Stay-Agentur“. Die Einheitlichkeit des Prozesses und der Abbau von bürokratischen Hürden sind entscheidend, um den Standort für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland attraktiv zu machen. Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit, steuerliche Begünstigung von Überstundenzuschlägen und Prämien für Mehrarbeit sowie Erleichterungen bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland – Südwesttextil begrüßt die in der nationalen Tourismusstrategie enthaltenen Maßnahmen. Das Bundeskabinett hat in dieser Woche…
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EmpCo-Richtlinie: rechtssichere und rechtzeitige Umsetzung bleibt utopisch
Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbe-werb wird morgen im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussa-gen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmit-telbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg. Aktuell gibt es nur wenige Anhaltspunkte, was und wie Unternehmen weiterhin rechtssicher kommunizieren können. Zwar stellt eine Beschlussempfehlung des Aus-schusses klar, dass „anerkannte, auf Grundlage vorab festgelegter Kriterien unabhän-gig durchgeführte und belastbare Verbrauchertests“ weiterhin verwendet werden können. Trotzdem bleibt unklar, ob branchenspezifische…
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Global orientierte Textilindustrie sieht Potenzial für neue Märkte durch Freihandelsabkommen
Die wirtschaftliche Lage in der baden-württembergischen Textilindustrie bleibt herausfordernd – EU-Freihandelsabkommen könnten wichtige Wachstumsimpulse bewirken und sollten nicht ausgebremst werden. Die baden-württembergische Textilindustrie verzeichnet ein gemischtes Bild: der Umsatz stieg im November zwar um 1,6 %, allerdings lag der Rückgang in der Mehrmonatsbetrachtung bei 3,2% im Vergleich zum Vorjahr. Der Wettbewerb mit internationalen Produktionsstandorten und der daraus resultierende hohe Kostendruck spiegelt sich ebenfalls in einem Rückgang der Beschäftigtenzahl um 6,1 % wider. EU muss wirtschaftliche und sicherheitspolitische Weichen neu stellen Als Verband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sieht Südwesttextil daher großen politische Handlungsbedarf. Mit Blick auf die vorerst zurückgezogene Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump ist seitens der EU vor allem…
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Hohe Krankenstände
Südwesttextil fordert beim eAU-Verfahren mehr Transparenz in Hinblick auf die enthaltenen Angaben, die Schaffung einer zusätzlichen Möglichkeit mittels eines „Push-Verfahrens“ für Arbeitgeber sowie die Vereinheitlichung für gesetzlich und privat Versicherte. Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Wochenende die hohen Krankenstände in Deutschland kritisiert und die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gefordert. Arbeitnehmer waren laut Statistischem Bundesamt 2024 durchschnittlich an 14,8 Arbeitstagen arbeitsunfähig gemeldet, 3,6 Tage mehr als 2021. Südwesttextil sieht neben der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung insbesondere den Bedarf, das Verfahren zur Elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zu überarbeiten. Denn dem Fortschritt durch Digitalisierung des Prozesses seit 2023 stehen nach der Einführungsphase erhebliche Herausforderungen in der Praxis gegenüber. Südwesttextil fordert mehr Angaben in der…
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Aufhebung des Vorbeschäftigungsverbots wichtiger Schritt für Weiterbeschäftigung von Rentnern
Ihrem Wissen und ihrer Erfahrung wegen werden Arbeitnehmer in Zeiten des Fachkräftemangels auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze gerne noch weiterbeschäftigt. Eine Befristung des Arbeitsverhältnisses ist dabei oft im Interesse beider Parteien – dies war allerdings sachgrundlos bei bereits zuvor beschäftigten Arbeitnehmern nicht möglich. Südwesttextil hatte dies als praxisfern identifiziert und eine Anpassung vor dem Hintergrund gefordert, dass die befristete Weiterbeschäftigung eines bereits bewährten Arbeitnehmers nach Erreichen der Regelaltersgrenze in der Regel dem Interesse beider Parteien entspricht und daher eine rechtliche Möglichkeit geschaffen werden muss. Erleichterungen wichtig – Begrenzungen nicht verständlich Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband begrüßt nun, dass mit dem Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur Gleichstellung der Kindererziehungszeiten diese…
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Statt Wirtschaftswende droht Strukturbruch: Zeit zu Handeln
Die Zehnmonatsbilanz der baden-württembergischen Textilindustrie fällt herausfordernd aus: neben einem Umsatzrückgang von 3,6 % im Vergleich zum Vorjahresniveau, verzeichnet die Branche gleichzeitig einen Verlust an Beschäftigten um 6,8 %. Die Branche bleibt unter Druck – aus Perspektive des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbands Südwesttextil braucht es ein aktives Gegensteuern auf allen Ebenen. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Wir erleben gerade eine massive Strukturkrise und müssen uns nicht nur sicherheits-, sondern ebenso industriepolitisch neu aufstellen. Entscheidungen über Industriestrukturen in Baden-Württemberg, die wir heute verlieren, sind unwiderbringlich; es wird kein Reset geben.“ Vor diesem Hintergrund zieht Südwesttextil eine zweigeteilte Bilanz des bisherigen Regierungshandelns auf Bundesebene. Grundsätzlich ist der gute Wille, der Verantwortung gerecht zu werden, erkennbar.…
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Übergangslösung für asiatische Billigimporte: Abschreckung sieht anders aus
Die EU-Finanzminister haben sich heute darauf verständigt, dass ab 1. Juli 2026 eine Abgabe von drei Euro für Pakete in die EU bis zur 150 Euro Zollfreigrenze anfallen. Dieser Entscheidung war ein Entschluss im November voran-gegangen, die Zollfreigrenze für EU-Importe abzuschaffen und bereits im kommen-den Jahr eine Übergangslösung zu implementieren. Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband hatte Südwesttextil die Beschleunigung die-ses Prozesses begrüßt – bewertet die Übergangslösung allerdings als wenig wirkungs-voll. Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „Der europäische Markt wird von Billigimporten asiatischer E-Commerce Plattformen überschwemmt. Diese unterlaufen nachweislich immer wieder europäische Standards in Bereichen wie Qualität, Produktsicherheit oder Chemikalieneinsatz. Dass diese nun bis zur Zoll-reform 2028 zollfrei bleiben, ist für die europäischen…
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Rentenpaket mit Realitätsverlust: Südwesttextil fordert mehr als leere Reformversprechen
Der Bundestag hat am Freitag dem Rentenpaket zugestimmt. Es schreibt das Rentenniveau von 48 Prozent bis 2031 fest und weitet die sogenannte Mütterrente aus. Gleichzeitig kündigt Friedrich Merz die Einrichtung einer Rentenkommission und eine umfassende Reform im Jahr 2026 an. Diese solle den Sozialstaat zukünftig „finanzierbar, leistungsstark und generationengerecht“ machen. Südwesttextil hat das Rentenpaket im Vorhinein bereits stark kritisiert. Dass am Ende des angekündigten Herbstes der Reformen ein Rentenpaket einer ebensolchen Reform vorgreift, sieht Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner als verpasste Chance: „Die Bundesregierung bringt mit dem Rentenpaket ein großes Opfer für den Koalitionsfrieden – auf Kosten der Beitragszahler und der Generationengerechtigkeit. Das Signal ist fatal: statt die Ergebnisse der Kommission abzuwarten,…
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Entwaldungsverordnung: verschieben, vereinfachen und endlich praxiskonform überarbeiten
Das EU-Parlament hat einer Verschiebung der Entwaldungsverordnung zugestimmt – ebenso wie Vereinfachungen, die insbesondere im Bereich der Sorgfaltspflichten Entlastungen für kleine und nachgelagerte Akteure beinhalten. Als mittelbar betroffene Branche begrüßt die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie diesen Schritt, kritisiert aber den politischen Prozess deutlich: Bereits zum zweiten Mal soll eine Verschiebung kurz vor dem geplanten Anwendungsstart passieren – obwohl längst absehbar war, dass ohne inhaltliche Korrekturen keine praktikable Umsetzung möglich sein wird. „Die EU muss sich dringend auf eine gemeinsame Linie verständigen und die Umsetzbarkeit von Regularien in den Vordergrund stellen“, betont Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner. „Gerade in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Lage ist Planbarkeit essenziell. Die nun gewonnene Zeit muss unbedingt…