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Wenn Verpackung zum Bürokratietreiber für Textilunternehmen wird
Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen. Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen. Komplexe Rollenverteilung schafft Rechtsunsicherheit für Unternehmen Eine zentrale Rechtsunsicherheit liegt bereits in der ersten unternehmerischen Hürde: der Rolleneinordnung. Lässt ein Unternehmen bspw. Verkaufsverpackungen von einem Dritten herstellen, gestaltet diese jedoch mit eigenem Logo oder Design, gilt…
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Vom Klimaproblem zur Klimalösung: Hightech-Textilien sind Gamechanger in der Hitzewelle
Extreme Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für Gesundheit und Infrastruktur – bringt aber zusätzlich auch hohe Kosten für den Wirtschaftsstandort mit sich. Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass Baden-Württemberg mit seiner starken industriellen Wertschöpfung deutschlandweit besonders stark betroffen ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt Südwesttextil, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Ausbau des Hitzeschutzes im Verkehr als wichtige Zukunftsaufgabe bezeichnet und der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit einer Hitze-Taskforce Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung bündelt und weiterentwickelt. Für Südwesttextil zeigen diese Entwicklungen vor allem eines: Klimaanpassung wird zu einem entscheidenden Standortfaktor – und innovative Textilien können dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „Hitze ist…
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Effizienzgesetz: Baden-Württemberg hat das Potenzial zum Vorreiter zu werden
Mit dem Effizienzgesetz setzt die Landesregierung ein zentrales Vorhaben ihrer im Koalitionsvertrag verankerten Staatsmodernisierung um. Um dies zu ermöglichen, setzt die Initiative auf eine Umkehr der Beweislast: nicht der Abbau muss begründet werden, sondern der Erhalt einer Regelung. Bis Ende 2027 laufen alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten aus, sofern sie nicht notwendig sind. Wie groß der Handlungsbedarf in Baden-Württemberg ist, zeigt ein Blick auf die konjunkturelle Lage: die Textilindustrie in Baden-Württemberg hat in den ersten fünf Monaten des Jahres einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 4,0 Prozent sowie ein Umsatzminus von 4,9 Prozent verzeichnet. Positive Impulse gehen weiterhin von den Technischen Textilien aus. Dort stieg die Beschäftigung um 4,0 Prozent…
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Nationaler Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen: Südwesttextil warnt vor Eingriffen in Tarifautonomie und Koalitionsfreiheit
Das Bundeskabinett hat am 22. Juli 2026 den Nationalen Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen beschlossen. Dieser entspricht der Anforderung der europäischen Mindestlohn-Richtlinie, wonach Mitgliedstaaten mit einer tarifvertraglichen Abdeckung von unter 80 Prozent einen ebensolchen Aktionsplan vorlegen müssen. Deutschland kam nach den Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) im Jahr 2024 auf eine Tarifabdeckung von 49 Prozent. Der nach der Anhörung der Sozialpartner entwickelte Nationale Aktionsplan bleibt aus Sicht von Südwesttextil nicht nur hinter seinem Anspruch zurück, indem er überwiegend bereits bekannte oder bereits umgesetzte Vorhaben nennt. Er sammelt gleichzeitig Maßnahmen und Forderungen, die tief in die Tarifautonomie und die durch das Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit…
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Digitaler Produktpass: Südwesttextil fordert überprüfbare Daten und fairen Vollzug
Anlässlich der Durchführungsverordnung zum zentralen Digitalen Produktpassregister mahnt Südwesttextil eine praxistaugliche Umsetzung an. Nur mit kontrollierbaren Angaben und wirksamer Marktüberwachung kann ein fairer Wettbewerb sichergestellt werden. Mit dem Digitalen Produktpass (DPP) führt die EU im Rahmen der Ökodesign-Verordnung (ESPR) ein zentrales Instrument für mehr Transparenz und Kreislauffähigkeit ein. Doch das Tempo der Umsetzung läuft der Klärung zentraler Grundfragen voraus: in der letzten Woche wurde die Durchführungsverordnung zum DPP-Register veröffentlicht. Seit dieser Woche ist die erstmalige Registrierung von Organisationen sowie der Zugriff auf eine Testumgebung möglich. Der erste delegierte Rechtsakt für Textilien wird für Ende 2026 erwartet, mit anschließend rund 18 Monaten Übergangsfrist. „Der Digitale Produktpass kann die Stärken unserer Branche…
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Ein Jahr TEXHUB.WORLD: Von digitaler Erlebniswelt zum Best Case
Als Südwesttextil vor einem Jahr im Juni 2025 mit TEXHUB.WORLD eine digitale Erlebniswelt für die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie startete, war das Ziel klar: Die Innovationskraft, Vielfalt und Zukunftsfähigkeit der Branche auf eine neue Art sichtbar machen. Heute zeigt die Bilanz, dass dieser Ansatz aufgegangen ist. Die Plattform verzeichnet bislang mehr als 350.000 Besuche. Begleitende Kommunikationsmaßnahmen erzielten über 225 Millionen Impressionen. Gleichzeitig wurde TEXHUB.WORLD diesen Sommer mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK) in der Kategorie „Digital Experience“ ausgezeichnet und erreichte den zweiten Platz als „Innovation des Jahres“. „Mit TEXHUB.WORLD wollten wir Menschen dort erreichen, wo sie sich heute informieren und inspirieren lassen. Die Resonanz zeigt, dass die Verbindung von…
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Klientelpolitik statt dringend notwendiger Arbeitszeitflexibilisierung
Die im Koalitionsvertrag angekündigte Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit analog zur EU-Richtlinie soll im Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nur über tarifvertragliche Regelungen ermöglicht werden. Zudem soll das daran geknüpft werden, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer*innen durch besondere Regelungen geschützt wird. Südwesttextil kritisiert, dass diese Reform selbst bei tarifgebundenen Unternehmen die dringend benötigte Flexibilisierung unter die Bedingung der Zustimmung der Gewerkschaft stellt und nicht tarifgebundenen Arbeitgebern gar nicht zugutekommt. Die arbeitgeberseitige Forderung nach einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit entspricht den Möglichkeiten der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, die auf eine Wochenarbeitszeit auch ohne zwingende tarifvertragliche Regelung abstellt und von den Nachbarstaaten schon lange umgesetzt wurde. Europäische Wettbewerber nutzen diese Spielräume zur…
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Höhe der Paketgebühr für Billigimporte greift zu kurz gegen die Paketflut
Ab dem 1. Juli wird für kleine Pakete aus Drittstaaten mit einem Warenwert unter 150,00 € eine pauschale Gebühr von drei Euro für jede im Paket befindliche Warenkategorie erhoben. Die Maßnahme soll die wachsende Zahl von Billigimporten über asiatische E-Commerce-Plattformen adressieren, bleibt aus Sicht von Südwesttextil jedoch weit hinter der Größenordnung des Problems zurück. „Die Gebühr von drei Euro wird nicht ausreichen, um die Paketflut wirksam einzudämmen. Wer Produkte für wenige Euro verkauft und sein Geschäftsmodell auf eine Vielzahl von Kleinsendungen mit niedrigen Warenwert zur Nutzung der 150-Euro Zollfreigrenze ausgelegt hat, wird dieses Geschäftsgebaren wegen einer Gebühr von drei Euro nicht grundsätzlich verändern. Die Wettbewerbsnachteile für europäische Unternehmen bleiben bestehen…
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Entgelttransparenz: Südwesttextil bekräftigt Forderungen nach substanzieller Nachbesserung
Die Frist für die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht ist am gestrigen 07.06.2026 abgelaufen. In der Bundespolitik wird die Kritik an der Richtlinie lauter – die zuständige Bundesfamilienministerin Karin Prien hat nun den erheblich höheren Bürokratieaufwand benannt und angekündigt, sich um Nachverhandlungen auf EU-Ebene bemühen zu wollen. Die Textil- und Bekleidungsindustrie bekennt sich klar zum Ziel der Entgeltgleichheit – als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil aber vor den erheblichen bürokratischen, organisatorischen und rechtlichen Konsequenzen, die mit der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie einhergehen. In einem Positionspapier fordert der Verband insbesondere, dass bewährte Prinzipien – insbesondere die Tarifautonomie und die Angemessenheitsvermutung – erhalten bleiben und dass die Regulierung bürokratiearm und praxistauglich umgesetzt…
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Südwesttextil Gewinner beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation – vom Mut neue Wege zu gehen
Was passiert, wenn die Textil- und Bekleidungsindustrie nicht nur erklärt, sondern spielerisch erlebbar wird? Mit dieser Idee überzeugte Südwesttextil beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation: Die TEXHUB.WORLD wurde als Gewinnerprojekt in der Kategorie „Digital Experience“ ausgezeichnet und erreichte zusätzlich den zweiten Platz in der Kategorie „Innovation des Jahres“. Am 21. Mai fand das Finale des Deutschen Preises für Onlinekommunikation (DPOK), dem wichtigsten Award für digitale Kommunikation im deutschsprachigen Raum, in Berlin statt. Zu den nominierten Projekten zählte in diesem Jahr die spielerische Online-Experience von Südwesttextil. Neben dem ersten Platz in der Kategorie „Digital Experience“ wurde die TEXHUB.WORLD als zweitplatzierte „Innovation des Jahres“ ausgezeichnet. Rebekka Rüth, Kommunikationsleiterin bei Südwesttextil, nahm den Preis…