• Bildung & Karriere

    Arbeitszeitgesetz: Südwesttextil fordert Kurswechsel bei Reform

    Die dringend notwendige Arbeitszeitflexibilisierung muss endlich konsequent umgesetzt werden. Südwesttextil kritisiert den bisherigen Referentenentwurf als unzureichend und fordert eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit ohne zusätzliche regulatorische Hürden. Mit dem Wechsel an der Spitze des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bietet sich die Chance für den notwendigen Kurswechsel beim Arbeitszeitgesetz. Obwohl die Bundesregierung im Koalitionsvertrag ausdrücklich die Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit vereinbart hatte, bleibt der bisherige Referentenentwurf weit hinter diesem Anspruch zurück. Statt einer grundsätzlichen Flexibilisierung sieht er lediglich bei einer entsprechenden tariflichen Regelung Ausnahmen von der derzeit geltenden täglichen Höchstarbeitszeit vor, die zudem an den Gesundheitsschutz als zusätzliche Anforderungen geknüpft wird.  „Während andere EU-Mitgliedstaaten die Spielräume…

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  • Finanzen / Bilanzen

    Geplante Entlastungen bei Herstellerverantwortung für Verpackung & Co greifen zu kurz und kommen zu spät

    Das Europäische Parlament will Unternehmen bei den Vorgaben zur erweiterten Herstellerverantwortung, unter anderem im Rahmen der EU-Verpackungsverordnung, entlasten. Südwesttextil begrüßt den Ansatz, kritisiert jedoch die Beschränkung auf kleine Unternehmen und fordert einen grundlegenden Kurswechsel beim Bürokratieabbau. Das Europäische Parlament hat sich am 20. Oktober 2026 für eine teilweise Aussetzung der Bevollmächtigtenpflichten im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) ausgesprochen. Die geplanten Erleichterungen betreffen unter anderem die europäische Verpackungsverordnung (PPWR), sollen jedoch auf Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten sowie höchstens zehn Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme beschränkt bleiben. Südwesttextil bewertet den Vorstoß als grundsätzlich positives Signal, kritisiert jedoch die unzureichende Reichweite und den späten Zeitpunkt der geplanten Entlastungen.…

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  • Unterhaltung & Technik

    Umweltregulatorik im Blick: Südwesttextil entwickelt KI-gestützte und datenbasierte Verbandsservices

    Ob Ökodesign, Verpackungsregulierung, Lieferkettenanforderungen oder Chemikalienstandards: Die regulatorischen Anforderungen an die Textil- und Bekleidungsindustrie wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig steigt für Unternehmen der Aufwand, relevante Informationen zu recherchieren, einzuordnen und auf die eigene betriebliche Praxis zu übertragen. Südwesttextil setzt deshalb verstärkt auf digitale Lösungen, um das über Jahre aufgebaute Fachwissen des Verbands noch schneller und gezielter für seine Mitgliedsunternehmen verfügbar zu machen.  Mit TEXI, dem bereits im Mai dieses Jahres veröffentlichten KI-gestützten Umwelt- und Nachhaltigkeitschatbot, hat Südwesttextil einen innovativen KI-Assistenten für Nachhaltigkeitsfragen geschaffen. Dank der Retrieval-Augmented-Generation-Technologie (RAG) basiert jede Antwort nicht auf frei verfügbaren Internetquellen, sondern auf einer eigens aufgebauten, qualitätsgesicherten und kuratieren Wissensdatenbank des Verbands. Dazu gehören unter anderem EU-Verordnungen und…

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  • Verbraucher & Recht

    EmpCo: Last-Minute-Nachbesserung schafft keine echte Übergangsfrist

    Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung. Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hat der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt wer den. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.  Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und…

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  • Medien

    Textilindustrie im Dialog: die richtigen Weichen für den Standort stellen

    Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen Thomas Dörflinger, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, und Süd-westtextil-Präsident Bodo Bölzle sowie Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner stan-den aktuelle industriepolitische Herausforderungen und die Frage, wie Politik die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Textil- und Bekleidungsindustrie stär-ken kann. „Unsere Mitgliedsunternehmen entwickeln Lösungen für die Zukunft – von Schutz und Sicherheit über Gesundheit und Mobilität bis hin zu Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig steht die Branche wirtschaftlich erheblich unter Druck. Entscheidend ist aber, dass aus Innovationskraft auch industrielle Wertschöp-fung am Standort entstehen kann. Dafür brauchen wir Rahmenbedingungen, die In-vestitionen ermöglichen, fairen Wettbewerb gewährleisten und heimische Produkti-onskompetenz nicht strukturell benachteiligen“, betont Südwesttextil-Präsident Bodo Bölzle. Aus Sicht von Südwesttextil kann…

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  • Energie- / Umwelttechnik

    Textilrecycling zwischen Anspruch und Realität: Südwesttextil ordnet Status quo ein

    Eine Untersuchung des Verbands zeigt erhebliche Lücken zwischen politischen Zielsetzungen und den tatsächlichen technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten beim Textilrecycling. Südwesttextil fordert deshalb, zunächst belastbare Grundlagen für einen ökologisch wirksamen und wirtschaftlich tragfähigen Markthochlauf zu schaffen. Mit der Ökodesign-Verordnung, der geplanten nationalen Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung durch das Textilgesetz und der Diskussion über Rezyklatquoten werden derzeit zentrale Rahmenbedingungen für die textile Kreislaufwirtschaft ausgestaltet. Eine mehrmonatige Untersuchung von Südwesttextil zu verfügbaren Recyclingverfahren, realen betrieblichen Abfallströmen sowie zur Markt- und Forschungslandschaft zeigt jedoch: Für die Breite real anfallender textiler Abfälle steht derzeit kein flächendeckend industriell verfügbares und wirtschaftlich tragfähiges Faser-zu-Faser-Recyclingsystem zur Verfügung. Für einzelne, klar definierte Stoffströme bestehen zwar geeignete Recyclingwege, in der…

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  • Medien

    Betriebliche Mitbestimmung modernisieren: Klare Regeln für schnellere Entscheidungen

    In der aktuellen Debatte um eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes bekräftigt Südwesttextil seine Forderungen nach einer Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Verfahren müssen beschleunigt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen sichergestellt werden. Die betriebliche Mitbestimmung muss mit den Veränderungen von Arbeitswelt und Technologie Schritt halten. Den notwendigen Reformbedarf hat auch der Koalitionsausschuss von Union und SPD erkannt: In seinem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vom 2. Juli 2026 kündigt er an, die Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen im Zusammenhang mit der Implementierung von KI zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Sozialpartner sollen Vorschläge erarbeiten, wie die Zusammenarbeit dafür auch durch Regelungen im Betriebsverfassungsrecht erleichtert werden kann. Südwesttextil sieht darin einen wichtigen…

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  • Finanzen / Bilanzen

    Textilkonjunktur bleibt schwach: Südwesttextil fordert mehr Tempo für den Wirtschaftsstandort

    Die baden-württembergische Textilindustrie verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 rückläufige Umsätze, Beschäftigtenzahlen und Auftragseingänge. Südwesttextil fordert anlässlich der Kabinettsklausur der Bundesregierung konsequente Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und verlässliche Rahmenbedingungen für Innovationen. Die Konjunktur der baden-württembergischen Textilindustrie blieb im ersten Halbjahr 2026 insgesamt schwach. Rückläufige Beschäftigtenzahlen, sinkende Umsätze und deutlich rückläufige Auftragseingänge zeigen die anhaltenden Belastungen für die Branche: Die Zahl der Beschäftigten ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,0 Prozent zurück, der Umsatz der Textilindustrie sank um 4,1 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich die schwache Nachfrage bei den Auftragseingängen, die 9,6 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Einen Lichtblick bilden die Technischen Textilien: Hier stieg die Beschäftigung im ersten Halbjahr um 4,1 Prozent,…

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  • Medien

    TEXHUB.WORLD – Südwesttextil startet Game Challenge für junge Gaming-Talente

    Südwesttextil startet die TEXHUB Game Challenge. Gesucht werden kreative Ideen für Mini-Games, die an die Locations, Stories und das Universum der TEXHUB.WORLD anknüpfen und die bestehende Open World um neue spielerische Erlebnisse rund um Textil erweitern. Die TEXHUB.WORLD ist eine browserbasierte Erlebniswelt von Südwesttextil, die jungen Menschen die Vielfalt der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie und deren Karrierewege spielerisch näherbringen soll. Seit ihrem Launch verzeichnet die TEXHUB.WORLD mehr als 400.000 Aufrufe und 250 Millionen Impressionen über alle Kanäle hinweg. Beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2026 wurde sie als „Digital Experience des Jahres“ ausgezeichnet und erreichte den zweiten Platz in der Kategorie „Innovation des Jahres“. Mit der Game Challenge wird dieser Ansatz…

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  • Medien

    Vom T-Shirt bis zum Schlafsack: Produktsicherheit braucht differenzierte Regeln

    Mit der Neufassung des Produktsicherheitsgesetzes werden die europäischen Vorgaben zur allgemeinen Produktsicherheit in nationales Recht überführt. Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband unterstützt Südwesttextil das Ziel eines hohen Verbraucherschutzniveaus, fordert aber eine praxistaugliche, verhältnismäßige und rechtssichere Ausgestaltung. Dieser stehen aktuell mangelnde Rechtsklarheit und ein unverhältnismäßiger administrativer Aufwand entgegen. Risiko muss den Unterschied machen So fehlt im Änderungsgesetz eine Differenzierung nach Risikoklassen, sodass die Vielfalt textiler Anwendungen nicht ausreichend berücksichtigt wird. Unternehmen müssen eine Risikoanalyse erstellen – egal, ob es sich um ein T-Shirt oder einen Schlafsack mit integrierter Kapuze handelt. Was bei einem Schlafsack aufgrund zusätzlicher Anforderungen, etwa hinsichtlich der Entflammbarkeit, angemessen sein kann, führt bei einem einfachen T-Shirt zu einem unverhältnismäßigen…

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