Energie- / Umwelttechnik

Vattenfall prüft strategische Optionen für sein Berliner Wärmegeschäft

Vattenfall hat eine strategische Neubewertung seines Berliner Wärmegeschäfts gestartet, um zu prüfen, wie es am besten zur Energiewende beitragen kann. Die Neubewertung beinhaltet die Frage, ob Vattenfall Eigentümer des Berliner Wärmegeschäfts bleibt oder es vollständig veräußert. 

Anna Borg, Präsidentin und CEO von Vattenfall, sagt: 

"Vattenfall hat sich voll und ganz der Energiewende verschrieben, und wir haben umfangreiche Pläne, um in unseren operativen Bereichen die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden. Damit handeln wir im Einklang mit dem 1,5-Grad-Celsius-Szenario des Pariser Abkommens. Es gibt im Rahmen dieser strategischen Neubewertung für beide Szenarien gute Argumente.

  • Sollten wir zum Schluss kommen, das Berliner Wärmegeschäft zu behalten, werden wir unsere CO2-Emissionen erheblich reduzieren und damit sowohl zu den Klimazielen des Landes Berlin als auch zu unserem eigenen Ziel eines fossilfreien Lebens innerhalb einer Generation beitragen. Unser Plan zur Dekarbonisierung der Berliner Wärme ist solide, schafft Werte und Sicherheit für die Zukunft. 
  • Im Falle eines Verkaufs würden wir nur an einen Eigentümer veräußern, der die Transformation des Unternehmens zuverlässig fortsetzt. Durch einen Verkauf könnten wir finanzielle und personelle Kapazitäten und Ressourcen freisetzen, um uns auf unser weiteres Portfolio und unser Ziel – ein fossilfreies Leben innerhalb einer Generation – zu konzentrieren.“ 

 Anna Borg fährt fort:   

"In beiden Szenarien bleibt Deutschland mit fast 4,5 Millionen Kundinnen und Kunden, einem bedeutenden Geschäft mit erneuerbaren Energien in den Bereichen Solar-, Wind- und Wasserkraft und seinen Großhandelsaktivitäten ein Schlüsselmarkt für Vattenfall. Wir sind fest entschlossen, weiterhin eine wichtige Rolle bei der deutschen Energiewende zu spielen." 

Im Rahmen der strategischen Neubewertung kommt es auch zu Veränderungen in der Konzernleitung. So wird Ulrika Jardfelt, die Leiterin des länderübergreifenden Geschäftsbereichs Wärme (Business Area Heat), Vattenfall verlassen.

„Ulrika Jardfelt war maßgeblich an der Entwicklung unserer Wärmeaktivitäten und Pläne zur Dekarbonisierung beteiligt. Wir haben uns darauf geeinigt, dass Ulrika mit Beginn der strategischen Neubewertung Vattenfall verlassen wird, da es zu den nächsten Schritten unterschiedliche Vorstellungen gibt. Ich danke Ulrika für ihren Einsatz und ihr Engagement für das Unternehmen und wünsche ihr alles Gute", so Anna Borg.

Martijn Hagens, derzeit Senior Vice President und Head of Business Area Customers & Solutions bei Vattenfall, wird ab heute als Interim Head of Business Area Heat tätig sein. 

Hintergrund:

Vattenfalls Wärmegeschäft in Berlin beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versorgt rund 1,3 Millionen Wohneinheiten mit Warmwasser und Wärme. Vattenfall besitzt und betreibt in Berlin 10 Heiz- und Heizkraftwerke sowie 80 Klein-BHKW und verschiedene andere Anlagen. Das Wärmenetz hat eine Gesamtlänge von ca. 2.000 km.

Über die Vattenfall GmbH

Vattenfall ist ein Energieunternehmen im schwedischen Staatsbesitz und mit rund 19.500 Mitarbeitern in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien und Finnland aktiv. Das Unternehmen konzentriert sich beim Wachstum auf Geschäftsfelder, die die Umstellung auf erneuerbare Energien vorantreiben. Vattenfall strebt eine führende Rolle bei der Erzeugung erneuerbarer Energie an, um eine zuverlässige und günstige Energieversorgung zu sichern.

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