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Kooperation besiegelt: Rwanda Polytechnic und Hochschule Kaiserslautern

Nun haben mit ihrer Unterschrift unter ein Memorandum of Understanding Vice-Chancellor Dr. Sylvie Mucyo von Rwanda Polytechnic und Hochschulpräsident Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen auch formal dokumentiert. Schmidt gab seiner Freude Ausdruck: „Wir brauchen diese internationale Zusammenarbeit zwischen hervorragenden Bildungseinrichtungen. Ich bin fest davon überzeigt, dass gerade junge Menschen sehr vom wissenschaftlichen und interkulturellen Austausch profitieren.

Dass Vice-Chancellor Mucyo internationale Netzwerke wichtig sind, zeigt sich auch in ihrer Vita. Die ausgebildete Umweltwissenschaftlerin erwarb ihren Doktortitel an der Abertay University im schottischen Dundee. Als Mitgliede der Hochschulleitung kümmert sie sich um Kooperationen. Diese Koordinationsaufgabe wird sie auf die Zusammenarbeit mit der Hochschule Kaiserslautern ausweiten.

Ihre deutschen Kolleg*innen haben ihr hilfreich beim Bemühen um Akkreditierung von Studiengängen der Rwanda Polytechnic zur Seite gestanden. So haben Lehrende aus Deutschland zusammen mit ihren afrikanischen Kolleg*innen entsprechende Curricula implementiert und setzen diese beginnend in 2023 gemeinsam um.

Nun war Mucyo erstmals in Kaiserslautern. Die Vizekanzlerin führte intensive und vertrauensvolle Gespräche mit der Hochschulleitung sowie Kolleg*innen aus dem International Office der pfälzischen Hochschule. Gehen doch auch die Kontakte zum Bildungsministerium in Kigali auf die intensive Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz mit Ruanda zurück. Bereits im Jahr 1982 begann diese Partnerschaft als ungewöhnlicher Versuch zweier Länder zur Neugestaltung der Entwicklungspolitik. Heute ist dies ein international anerkanntes Modell einer bürgernahen, dezentralen und effizienten Entwicklungszusammenarbeit auf lokaler Ebene.

Im Zuge dessen kamen jährlich ca. zehn ruandische Studierende nach Rheinland-Pfalz, um hier über ein Stipendium ihr Studium zu absolvieren. Als ausgebildete Fachkräfte kehrten sie dann nach Ruanda zurück oder fanden eine neue Heimat in der Westpfalz. „Leider stimmt das derzeit nicht so ganz.“, schränkt Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Michael Magin ein. „Mit Beginn der Pandemie ist der Austausch von Studierenden aus Ruanda fast komplett zum Erliegen gekommen. Wir erwarten allerdings, dass sich das in den kommenden Semestern wieder ändert.“

Im kollegialen Austausch zwischen Vizekanzlerin Mucyo und ihre deutschen Gastgeber*innen haben die Partner eine Reihe von Themen und Aktivitäten identifiziert, die nun gemeinsam durchgeführt werden sollen. Besonders interessiert zeigte sich Mucyo bei einem Laborbesuch bei Prof. Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Peter Starke. „Drittmittelfinanzierung wie in Deutschland durch Organisationen kennen wir nicht in Ruanda. Und wenn wir Projekte mit der Industrie machen, sind die Firmen vor allem daran interessiert kostengünstige Lösungen für Probleme zu finden", sagt Mucyo. „Der Beitrag des Privatsektors für die Lehre ist leider eher gering. Hier können wir noch viel von der HSKL lernen.“

Es war ein guter Start im Dezember in Kaiserslautern. Beide Partner freuen sich auf engen fachlichen Austausch in Lehre und Forschung. Vor allem aber eröffnen derartige Grenzen überschreitende Kooperationen vielfältige, interessante Erfahrungen sowohl für Studierende als auch für Mitarbeitende und Lehrende der Hochschule.

 

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