Kunst & Kultur

Mehr als 300 Bewerbungen für Opernstudio des Gärtnerplatztheaters

Das neu gegründete Opernstudio mit Schwerpunkt Spieloper und klassische Operette des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München hat aus über 300 Bewerbungen vier junge Sängerinnen und Sänger sowie einen Pianisten gewählt.

Die aus Südkorea stammende Mina Yu (Lyrischer Sopran), die aus Israel stammende Anna Tetruashvili (Mezzosopran), der aus den USA stammende Jacob Romero Kressin (Lyrischer Spieltenor) und der aus Australien stammende Jeremy Boulton (Bariton) haben das Rennen gemacht. Als Pianist für das Studio wurde Mauro Filippo Zappalà aus Italien ausgewählt.

»Wir gratulieren den Neuzugängen des ersten 2-jährigen Opernstudio-Jahrganges und freuen uns auf die neuen Ensemblemitglieder«, äußert sich Staatsintendant Josef E. Köpplinger.

In einem mehrtägigen Castingprozess wurden 44 Bewerberinnen und Bewerber im Alter von 24 bis 28 Jahren aus 49 Nationen gesichtet.

Schirmherr des Opernstudios des Staatstheaters am Gärtnerplatz ist S.K.H. Herzog Franz von Bayern, die künstlerische Leitung hat Stephen Delany inne, die Gesamtleitung liegt bei Herbert Hillig.

Informationen zu den Opernstudio-Mitgliedern:

Mina Yu
Die lyrische Sopranistin Mina Yu wurde in Seoul, Südkorea geboren. Ab 2010 besuchte sie die Sunhwa Arts School und fing nach ihrem Schulabschluss an, klassischen Gesang an der Ewha Womens University zu studieren. Schon während ihres Studiums trat sie in zahlreichen Konzerten auf, darunter verschiedene Young Artist Concerts, französische, deutsche und englische Liederabende und diversen Boutique-Konzerte. 2019 belegte sie den 1. Platz beim »Ewha«-Gesangswettbewerb in Seoul und wurde eingeladen, beim dortigen Opern-Galakonzert zu singen. Nach Abschluss ihres Bachelorstudiums ging sie nach Deutschland, um ihre Ausbildung dort im Rahmen eines Opern-Masterstudiums bei Carolyn Grace James sowie einem anschließenden Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fortzusetzen. Hier nahm sie an zahlreichen Meisterkursen teil, u. a. von Edita Gruberova, Brigitte Fassbaender, Tanja Ariane Baumgartner und Angela Denoke.

2021 trat sie im Rahmen des Lecture-Recitals »Krieg« bei ihrem ersten Liederabend in Deutschland auf. Seitdem gibt sie auch hier regelmäßig Konzerte. Darüber hinaus ist sie seit März 2022 Stipendiatin bei der Stiftung »Yehudi Menuhin Live Music Now« und wurde mit einem 3. Platz beim »Mozart-Preis 2022« der Absalom-Stiftung, einem 2. Platz beim »Elise-Meyer-Wettbewerb 2022« in Hamburg und einem Publikumspreis beim »Hamel-Wettbewerb« in Hannover ausgezeichnet. 2021 wirkte Mina Yu im Rahmen ihres Studiums in Hamburg an den Opernproduktionen »Das Rheingold«, »Rinaldo« und »Opera Concisa« mit und debütierte 2022 als Gräfin Almaviva in »Le nozze di Figaro«.

Anna Tetruashvili
Die israelische Mezzosopranistin Anna Tetruashvili erhielt ihre Ausbildung am staatlichen Konservatorium in Tiflis und im Masterstudiengang »Musikdramatische Darstellung« an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Margit Klaushofer und Christoph U. Meier. Als Mitglied des Opernstudios des Tifliser Konservatoriums sang sie u. a. Cherubino (»Le nozze di Figaro«), Zweite Dame (»Die Zauberflöte«) und Giannetta (»L’elisir d’amore«). Im Schlosstheater Schönbrunn in Wien stand sie als Eduige in Händels »Rodelinda« und als Idamante in Mozarts »Idomeneo« auf der Bühne.

Sie war Finalistin des Internationalen Mozart-Wettbewerbs (Salzburg 2023), Gewinnerin eines 1. Preises beim internationalen Wettbewerb »Premio Scarlatti« (Vilnius 2022), des 2. Preises beim Internationalen Antonín Dvořák Gesangswettbewerb (Karlovy Vary 2018) sowie 3. Preisträgerin der Jerusalem International Opera Competition (2018). 2022 nahm sie an einem Meisterkurs mit Silvana Bazzoni Bartoli im Rahmen des Gstaad Menuhin Music Festival teil.

Jacob Romero Kressin
Der kalifornische Tenor Jacob Romero Kressin erhielt seine Ausbildung zunächst bei Francisco Crespo und studierte später bei Berthold Schmid an der Musikhochschule in Leipzig sowie bei Christiane Libor und Stephan Klemm an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Früh gefördert wurde er von seinem Großvater, dem spanischen Gitarristen Pepe Romero, und ausgezeichnet mit dem 1. Preis beim NATSAA-Wettbewerb (National Association of Teachers of Singing Artist Awards) in San Diego.

Bereits im Alter von 19 Jahren sang Jacob Romero Kressin an der Opera de Granada, in Hochschulproduktionen in Deutschland war er u. a. als Florian Ducroquet in Jacques Offenbachs »Ein Ehemann vor der Tür« unter der Regie von Ansgar Weigner zu erleben. Zudem eröffnete er 2020 das Beethoven-Jahr in der Leipziger Musikhochschule unter der Musikalischen Leitung von Matthias Foremny. 2019/2020 gab er sein Debüt als Jäger in »Rusalka« an der Oper Leipzig. 2020/2021 stand er dort als Diener in »Capriccio« und Hirte in der Uraufführung »Paradiese« von Gerd Kühr unter der Musikalischen Leitung von Ulf Schirmer auf der Bühne. 2021/2022 gastierte er als Arturo und Normanno in »Lucia di Lammermoor« am Allee-Theater Hamburg.

Jeremy Boulton
Der australische Bariton Jeremy Boulton stammt aus Wollongong und erhielt seine Ausbildung in der Opernschule des Sydney Conservatorium of Music bei Maree Ryan. Meisterklassen besuchte er bei Jessica Pratt, Gerald Finley, Barbara Frittoli, Fabio Armiliato, Graham Pushee und Graham Johnson.

2022 wurde Jeremy Boulton mit dem Marianne-Mathy-Stipendium und dem Nicole-Car-Preis bei der IFAC Handa Australian Singing Competition, mit dem 1. Preis beim Sydney International Song Prize, mit dem 2. Preis beim Bel Canto Award der Joan Sutherland and Richard Bonynge Foundation und dem 2. Preis beim Sydney Eisteddfod Opera Scholarship ausgezeichnet. 2020 gewann er den 1. Preis beim 4th Fresno State Art Song Festival in Kalifornien, USA. Weitere Auszeichnungen waren die Stipendien Opera Australia Regional Student und Demant Dreikurs Lieder.

Zu seinem Bühnenrepertoire zählen Partien wie Marcello (»La bohème«), Demetrius (»A Midsummer Night’s Dream«), Papageno (»Die Zauberflöte«), Conte (»Le nozze di Figaro«), Aeneas (»Dido and Aeneas«), Baron Reintal (»Die Opernprobe«), Agent der Geheimpolizei (Menottis »Der Konsul«) und Tod (Holsts »Savitri«). Im Konzertbereich sang er u. a. die Solopartien in Mozarts »Requiem«, Händels »Messiah« und »Dixit Dominus«, Charpentiers »Messe de Minuit«, Michael Haydns »Regina Coeli«, Telemanns »Machet die Tore weit« und in den Bach-Kantaten BWV 38, 82 und 166.

Mauro Filippo Zappalà
Der in Catania gebürtige Sizilianer Mauro Filippo Zappalà spielt seit seinem 4. Lebensjahr Klavier. 2011 begann er seine Ausbildung zum Pianisten am Conservatorio »Vincenzo Bellini« in Catania bei Gabriella Cosentino und Cristina Zago und schloss diese 2016 mit dem Master of Arts bei Giulia Gangi ab. Darauf folgten ein Auslandsaufenthalt in Krakau an der Akademia Muzyczna im. Krzysztofa Pendereckiego w Krakowie bei Gajusz Kęska und Lech Napierała sowie ein Studium der Liedbegleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Charles Spencer und Markus Hadulla. Meisterklassen besuchte er u. a. bei Helmut Deutsch, Hartmut Höll, Maciej Pikuslki, Carlos Cebro, Homero Francesch (der ihm 2014 ein Stipendium für den Sommerkurs »Lenk im Simmenthal« in der Schweiz gab), Federico Gianello, Paul Badura-Skoda und Violetta Egorova.

Mauro Filippo Zappalà nahm als Solist an verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben mit Erfolg teil (u. a. Palermo, Siracusa, Comiso). 2017 erhielt er den »Giovani Eccellenze Sicliane«-Preis der Rotary Catania Etna Centenario und den »Premio Simona Savino«, 2018 im Meisterkurs »Liedkunst im Schloss vor Husum« in Deutschland den »Theodor Storm Klavierpreis« als bester Liedbegleiter, 2021 den »20. Nordfriesischen Liedpreis« mit dem Bariton Stefan Jovanović sowie den 1. Preis bei der »International Artsong Competition OPUS 2021« mit der Sopranistin Alicja Ciesielczuk und 2022 den 2. Preis beim 13. Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart der Internationalen Hugo Wolf Akademie zusammen mit dem Bassbariton Alexander Grassauer.

Als Solist, mit Orchestern, in Kammermusikensembles und vor allem als Liedbegleiter spielte Mauro Filippo Zappalà u. a. im Brahms-Saal, im Gläsernen-Saal und im Bösendorfer-Salon des Wiener Musikvereins, im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses, in der Londoner Wigmore Hall, im Arnold Schönberg Center in Wien, im Bösendorfer-Saal im Mozarthaus Wien, im Teatro Bellini in Adrano, im Castello Ursino in Catania, in der Villa Confalonieri in Merate, im Sala Florianka in Krakau, im Amphithéâtre Quinet der Sorbonne-Universität in Paris sowie bei Festivals wie Hidalgo in München, dem Trecastagni International Music Festival und beim ersten Wiener Neustadt Singfest.

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