Spitzen-Know-How für die Kunststoffindustrie: FSK bündelt Branchenexpertise beim Intensivseminar „Polyurethantechnik“ am Institut für Kunststofftechnik in Stuttgart
Die erste Ausgabe der neu aufgelegten Polyurethantechnik-Schulung im April stieß auf eine sehr positive Resonanz. Das Konzept, fundierte theoretische Grundlagen mit Maschinen- und Laborpraxis sowie dem direkten Austausch mit erfahrenen Branchenexperten zu verbinden, soll auch beim zweiten Termin im Mittelpunkt stehen.
„Das Feedback auf unser erstes Seminar war durchweg sehr positiv. Gleichzeitig haben wir gemerkt, wie groß der Bedarf an einer kompakten und fachlich fundierten Weiterbildung zur Polyurethantechnik ist. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir die Schulungsreihe fortsetzen werden“, erklärt Klaus Junginger, Geschäftsführer des FSK.
Vier Tage Intensivseminar – Theorie und Praxis im „Perfect Match“
Der erste Seminartag widmet sich den Grundlagen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Einteilung der Polyurethane und deren Anwendungsbereiche. Darauf aufbauend folgen die Chemie der Polyurethane, die Eigenschaften der PU-Rohstoffe sowie Zusatzstoffe. Dr. Eva Emmrich-Smolczyk von der Evonik Operations GmbH übernimmt dabei die Themen Chemie und Rohstoffe. Dr. Axel Böhme, langjähriger PU-Experte und inhaltlicher Leiter der Schulungsreihe, ergänzt das Programm um die Einteilung der Polyurethane und Anwendungsbeispiele.
Am zweiten Seminartag stehen Sicherheit, Rohstoffe und Prozessintegration im Mittelpunkt. Neben sicherheitstechnischen Aspekten beim Umgang mit Roh- und Hilfsstoffen werden Niederdruck- und Hochdruckmischköpfe sowie deren unterschiedliche Einsatzbereiche und Technologien betrachtet.
Für die Maschinenpraxis konnte der FSK diesmal die Cannon Deutschland GmbH als Partner gewinnen, die auch die neue Hochdruck-Anlage für das IKT stellt. Geschäftsführer Roland Apenburg gibt Einblicke in die Hochdruckgießtechnik und begleitet das Maschinenpraktikum. Damit kommt beim zweiten Seminar eine andere Maschine als beim ersten Termin zum Einsatz und ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen weiteren Blick auf die industrielle PU-Verarbeitung.
Theorie wird im Technikum und Labor unmittelbar angewendet
Ein wesentlicher Bestandteil des Schulungskonzepts sind die beiden Praxiseinheiten. Am zweiten und dritten Seminartag werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Maschinenpraktikum und im chemischen Labor arbeiten. Dabei werden die theoretischen Inhalte aus den vorangegangenen Seminartagen unmittelbar aufgegriffen und anhand konkreter Versuche vertieft.
Im chemischen Labor übernimmt Ulrich Herkommer von der ZELU CHEMIE GmbH die Unterweisung. Auf der Maschinenseite führt Roland Apenburg von Cannon Deutschland durch die praktischen Einheiten. Ergänzend ist ein Rundgang durch die Technika des Instituts für Kunststofftechnik vorgesehen.
Auch die Verarbeitung selbst kommt nicht zu kurz: Christian Lorenz von der ACMOS CHEMIE KG vermittelt Wissen rund um Trennmittel für die Herstellung von PU-Formteilen und zeigt deren Aufbau, Applikation, mögliche Fehler sowie die Reinigung im Rahmen einer Demonstration.
Anwendungen, Fehleranalyse, Recycling und Innovationen
Am letzten Seminartag wird der Bogen von der Verarbeitung zu aktuellen Themen der PU-Branche gespannt. Auf dem Programm stehen Fehlerursachen und Einflussfaktoren in der PU-Verarbeitung, Werkzeuge für PU-Formteile sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich PU-Recycling und Innovationen.
Dr. Gerald Forsthuber von der Alba Industries GmbH bringt seine Expertise zur Werkzeugtechnik ein. Dr. Axel Böhme übernimmt die Themen Fehleranalyse, PU-Recycling sowie Innovationen und Highlights der Polyurethan-Technologie.
„Wir wollen mit der Schulung bewusst unterschiedliche Perspektiven auf die Polyurethantechnik zusammenbringen. Von der Chemie und den Rohstoffen über Maschinen- und Verfahrenstechnik bis hin zu Labor, Werkzeugen, Recycling und Innovationen erhalten die Teilnehmer einen breiten Einblick in die PU-Wertschöpfungskette“, so Junginger.
Fachlicher Austausch als Teil des Konzepts
Neben den fachlichen Inhalten legt der FSK Wert auf den persönlichen Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten. Die begrenzte Teilnehmerzahl schafft Raum für Diskussionen, individuelle Fragen und den Erfahrungsaustausch untereinander. Ergänzt wird das Fachprogramm durch gemeinsame Veranstaltungen und Mahlzeiten.
„Gerade der Austausch untereinander ist für uns ein wichtiger Bestandteil des Seminars. Die Teilnehmer kommen aus unterschiedlichen Bereichen der PU-Wertschöpfungskette und bringen entsprechend unterschiedliche Erfahrungen und Fragestellungen mit. Genau daraus entstehen häufig die interessantesten Gespräche und Impulse für die eigene Arbeit“, erklärt Roni Belet von der FSK Services GmbH.
Die FSK-Polyurethantechnik-Schulung findet vom 21. bis 24. September 2026 am Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart statt. Die Teilnahme umfasst das Seminar, Seminarunterlagen, Maschinen- und Laborpraktikum, das Rahmenprogramm sowie ein Teilnahmezertifikat.
Eine Anmeldung ist über das Anmeldeformular auf der FSK-Website möglich: Polyurethantechnik-Schulungen – FSK – Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V.
Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V.
Marienstr. 1
73262 Reichenbach/Fils
Telefon: +49 7153 61081 – 0
http://www.fsk-vsv.de
![]()


