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Zwischen KI-Hype und Mittelstandsrealität: SYNAXON-Partner-Geschäftsführertagung setzt auf Resilienz und klare Strategien

Die IT-Branche befindet sich in einem historischen technologischen Umbruch. Den roten Faden der diesjährigen SYNAXON-Partner-Geschäftsführertagung 2026 bildete die Frage, wie Unternehmer im IT-Mittelstand auch unter dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz chancenreich navigieren. In einer extrem schnelllebigen Zeit standen dabei Lösungsansätze für Anpassungsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz im Mittelpunkt. Mit mehr als 270 Konferenzteilnehmern verzeichnete die Veranstaltung in der neuen Location, dem RHEIN SIEG FORUM in Siegburg, eine deutlich gestiegene Besucherzahl im Vergleich zu 2025.

Markteinschätzung zeichnet weiterhin ein großes Potenzial für IT-Dienstleister

Den Auftakt der Tagung bildete die Keynote von Mark Schröder (Vorstandsvorsitzender SYNAXON AG). Er ordnete die Dynamiken des IT-Marktes ein: Marktforscher prognostizieren bis 2030 weiterhin ein hohes Preisniveau sowie Engpässe. Strukturell sind die Bedingungen für IT-Dienstleister dennoch hervorragend, da über 80 % der Unternehmen unter 50 Mitarbeitern keine eigenen IT-Fachkräfte beschäftigen – bei Betrieben bis 250 Mitarbeitern ist es noch die Hälfte. Gleichzeitig agiert der Mittelstand aktuell vorsichtig, was das Investitionsverhalten dämpft. Um das eigene Systemhaus in diesem Spannungsfeld sicher aufzustellen, betonte Schröder die Fokussierung auf zwingende Leistungen wie die laufende IT-Betreuung mit Managed Services:

„Was bisher überstanden hat, sind Unternehmen mit Substanz, sauberen Margen und verlässlichen Kundenbeziehungen. Das wird auch in der aktuellen Welle wieder so sein. Und das Gute ist: Egal ob die KI-Welle weiterrollt oder sich abkühlt – der deutsche Mittelstand braucht eine funktionierende, sichere IT. Das ist ein starkes Fundament für unser Geschäft als IT-Dienstleister“, so Schröder.

Transformation als Dauerauftrag: Strategie und KI in der Systemhaus-Praxis

Eine solche Markteinschätzung wirft natürlich die Frage auf, wie sich Systemhäuser heute aufstellen müssen, um im KI-Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben. Christoph Twiehaus (CT365 UG) lieferte dazu einen wachrüttelnden Impuls: Jeder technologische Umbruch erfordert eine kontinuierliche Neujustierung. Sich auf dem Status quo auszuruhen oder in der Weiterentwicklung innezuhalten, sei in der aktuellen Entwicklung fatal. Dennoch sei der wunde Punkt vieler IT-Dienstleister die noch fehlende Strategie für das eigene Geschäftsmodell. 

Wie solche neuen Strategien in der Praxis aussehen können, zeigten andere Partner aus dem Verbund: Christian Goebel (Q-Data Service GmbH) demonstrierte, wie KI als erfolgreiches Geschäftsfeld etabliert und monetarisiert wird. Seinen praxiserprobten KI-Workshop zur Befähigung von Kundenunternehmen hinsichtlich Microsoft 365 und Copilot gibt er künftig auch über die SYNAXON Akademie an SYNAXON-Partner weiter. Frank Neumann (EDV Neumann GmbH) zeigte wiederum auf, wie er KI im eigenen Vertrieb nutzt: Durch KI-gestützte, personalisierte Neukundenangebote bereitet er komplexe, erklärungsbedürftige IT-Lösungen für Kunden deutlich schneller und leicht verständlich auf. Dieser vereinfachte Prozess führte direkt zu einer spürbar höheren Erfolgsquote bei der Gewinnung neuer Kundenprojekte. 

Hochkarätige Keynotes setzen Impulse zu Vertrauen und Cyber-Resilienz

Dass technologische Exzellenz und der menschliche Faktor Hand in Hand gehen müssen, machten auch die beiden Keynotes des Tages deutlich. Leo Martin, ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter und Coach für Kommunikationsstrategien und Körpersprache, zeigte auf, dass Vertrauen die Kunst ist, Menschen zu gewinnen – ein Erfolgsfaktor, der sich auf den gesamten Systemhaus-Alltag überträgt. Den inhaltlichen Schlusspunkt setzte der renommierte IT-Sicherheitsexperte Linus Neumann. Er sensibilisierte dafür, KI-Tools und deren Nutzung durchaus auch kritisch zu hinterfragen und betonte die Verantwortung von IT-Dienstleistern, Menschen als verlässliche Partner bei der Errichtung sicherer, stabiler IT-Prozesse zu unterstützen.

Stärke des Verbundnetzwerks und Ausblick auf 2027

In allen Vorträgen sowie in den regen Pausen zeigte sich deutlich, wofür Veranstaltungen wie die SYNAXON-Partner-Geschäftsführertagung stehen: den vertrauensvollen Austausch auf Augenhöhe, gegenseitige Inspiration und die Möglichkeit, ein Netzwerk unter Kollegen aufzubauen. Diese Stimmung zog sich durch die gesamte Veranstaltung im RHEIN SIEG FORUM in Siegburg, das als neue Location hervorragenden Raum für Vernetzung und Zuwachs an Teilnehmern bot.

„Egal wie schnell sich Märkte und Technologien wie KI verändern: Am Ende entscheiden auch verlässliche Partnerschaften und der offene Austausch unter Kollegen über den Unternehmenserfolg. Genau diesen Netzwerkrahmen wollen wir bieten, und der großartige Vibe sowie die breite Unterstützung der Partner in der neuen Location haben gezeigt, wie wertvoll diese Plattform für alle Teilnehmer ist. Mein Dank gilt allen Dozenten, Sponsoren und Partnern; wir freuen uns schon jetzt darauf, diesen erfolgreichen Weg 2027 gemeinsam fortzusetzen“, so Jan Schwarzenberger, Mitglied der Geschäftsleitung und Verantwortlicher für die SYNAXON-Partnerschaft.

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