Zinskonten: Hohe Kapitalsicherheit als Inflationsschutz
Tagesgeld
Als flexible Finanzreserve eignen sich Tagesgeldkonten mit überdurchschnittlichen Zinsen. So bietet etwa die Consorsbank Neukunden 3,40 Prozent für die ersten drei Monate garantiert. Die Bank of Scotland offeriert 3,25 Prozent in den ersten drei Monaten garantiert. ING, Hamburg Direct, Umweltbank und Suresse Direkt Bank zahlen jeweils 3,00 Prozent. Außerdem lohnt aktuell ein Blick auf das Angebot von Meine Bank, die mit 2,85 Prozent in den ersten vier Monaten für eine Genossenschaftsbank vergleichsweise hohe Zinsen aufruft (Stand: 26. März 2026).
Vorteile: Tagesgeldkonten sind gebührenfrei und das Kapital ist täglich verfügbar. Durch die variable Verzinsung können die Konditionen bei steigendem Marktzins nach oben angepasst werden.
Nachteil: Wollen Sie kein Geld verschenken, müssen Sie Ihre Tagesgeldanlage laufend überprüfen. Sinken die Zinsen oder verbessern sich die Vergütungen trotz weiter steigender Marktzinsen nicht, sollten Sie überlegen, ihr Geld zu einer anderen Bank mit besseren Konditionen umzuschichten. Achten Sie dabei darauf, wie lange der Neukundenzins festgeschrieben ist und wie hoch der Bestandskundenzins nach der Topzinsphase ausfällt.
Biallo-Tipp: Mit dem Tagesgeld-Vergleich von biallo.de können Sie sich einen Überblick über die aktuellen Konditionen zahlreicher Banken verschaffen.
Festgeld
Sie benötigen Ihre Ersparnisse länger nicht? Dann können Sie unter anderem in Festgeld mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren anlegen, wie es beispielsweise die Umweltbank und willbe anbieten. Bei zehn Jahren Laufzeit bieten sie jeweils 3,00 (Umweltbank) beziehungsweise 3,35 (willbe) Prozent. Üblicherweise erhalten Sie eine umso höhere Verzinsung, je länger die Laufzeit ist. Selten kann es in bestimmten Marktphasen jedoch auch vorkommen, dass Sie für längere Laufzeiten eine eher geringere Verzinsung erhalten. Die Mindestanlagesumme fällt je nach Bank unterschiedlich hoch aus und kann bei 500 oder auch 5.000 Euro liegen. Letzteres ist beispielsweise bei Rediem Capital und der Grenke Bank der Fall, während bei der Fürstlich Castell’schen Bank bereits 1.000 Euro reichen und andere Banken deutlich fünfstellige Beträge verlangen. Gut zu wissen: Für alle, die kein Tagesgeld wünschen, aber trotzdem eine höhere Verzinsung bei Flexibilität suchen, bieten einige Banken wie etwa die BBVA Festgeld mit einer Kündigungsoption an. Solche Angebote umfassen eine Kündigungsfrist für den Abruf der Ersparnisse, teils ist der abrufbare Betrag auch auf eine bestimmte Summe beschränkt. Meist fallen die Zinsen bei vorzeitiger Kündigung niedriger aus.
Biallo-Tipp: Einen aktuellen Zinsvergleich verschiedener Festgeldlaufzeiten und weiterer Konditionen finden Sie im Festgeld-Vergleich von biallo.de.
Achtung: Festgeld ist erst am Ende der Laufzeit verfügbar, deshalb sollten Sie genau überlegen, wie lange Sie das Anlagekapital nicht benötigen. Wollen oder können Sie sich nicht festlegen, können Sie über eine sogenannte Zinstreppe auch verschiedene Laufzeiten kombinieren – etwa ein-, zwei- und dreijähriges Festgeld. Oder Sie wählen eine Kombination von Tagesgeld und Festgeld. So wird immer wieder Geld frei, das Sie je nach Zinsentwicklung bestmöglich wieder anlegen oder anderweitig verwenden können.
Gut zu wissen: Können Sie länger auf Ihre Ersparnisse verzichten, könnte auch das Zeichnen von Genossenschaftsanteilen bei Instituten wie etwa der Münchener Hypothekenbank eine Alternative zum Festgeld darstellen. Sie erhalten anstelle einer Verzinsung eine Dividende, die von Jahr zu Jahr neu von der Vertreterversammlung festgelegt wird. Für 2023 und 2024 lag diese Dividende bei der Münchener Hypothekenbank beispielsweise bei vier Prozent, sie kann aber auch höher oder niedriger ausfallen. Die Anteile sind jährlich kündbar, mitunter sind Bedingungen an die Mitgliedschaft geknüpft. Mehr zum Thema erfahren Sie im detaillierten Ratgeber „Genossenschaftsanteile“.
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