Finanzen / Bilanzen

Wer heute teuer ist, ist es auch morgen

Offen gesagt: Wer nur ab und zu sein Konto überzieht, dem kann es im Grunde fast egal sein, ob der Dispo seiner Bank oder Sparkasse 8,00 oder 14,00 Prozent beträgt. Der Unterschied in Euro dürfte für die meisten Menschen zu gering sein, um aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Dafür hier ein Rechenbeispiel: Ein Bankkunde, der sein Konto einen Monat lang um 5.000 Euro für 8,00 Prozent überzieht, zahlt dafür 33,33 Euro an Dispozinsen. Bei 14,00 Prozent sind es 58,00 Euro.

Soll man für die rund 25 Euro aktiv werden? Das muss jeder für sich entscheiden. Anders sieht es aus, wenn das Konto das ganze Jahr über mit durchschnittlich 5.000 Euro im Minus ist. Dann hat man die Entscheidung zwischen rund 400,00 oder 700,00 Euro, die man zu zahlen hat. 300,00 Euro Ersparnis bei günstiger oder teurer Bank motivieren sicher eher, etwas zu ändern.

Und wer fragt: „Wenn ich die Bank deswegen wechsle, woher weiß ich, dass die neue Bank morgen nicht genauso teuer ist wie meine alte?“ Die Erfahrung zeigt: Fast alle Banken, die hohe Zinsen nehmen, tun das grundsätzlich jahrelang und ändern ihre Geschäftspolitik nicht. Klassisches Beispiel ist die bayerische Landsberg-Ammersee Bank, die seit Jahren eine der teuersten bei den Dispozinsen ist.

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