HUK: Führerschein muss viel günstiger werden
Diese hohen Kosten führen dazu, dass nur noch eine Minderheit den Autoführerschein erwirbt. „1990 lag die Quote in der Altersklasse der 17- bis 20-Jährigen, die den Führerschein der Klasse B erworben haben, bei rund 90 Prozent, 2025 waren es nur noch 41 Prozent“, so Rheinländer. Ob die Führerscheinreform, die 2027 in Kraft tritt, die Kosten wirklich signifikant senkt, wagt Rheinländer nicht zu sagen. „Ich würde es begrüßen, wenn die Reform die Führerscheinausbildung günstiger machen würde. Ob das tatsächlich eintritt, werden wir sehen.“ In jedem Fall sollten deutlich mehr Fahrsimulatoren in der Ausbildung eingesetzt werden, um die Kosten zu senken. Auch Flugzeugpiloten würden mit gutem Erfolg an Simulatoren ausgebildet. „Warum sollte man es nicht auch im Straßenverkehr einsetzen? Und wir reden ja auch über eine Generation, bei der viel mehr simuliert wird – zum Beispiel auf der Playstation.“
Das begleitete Fahren ab 17 würde Rheinländer schon auf 16 Jahre vorziehen. „Wir beobachten, dass eine längere Begleitung beim Fahren hilfreich ist. Das hilft bei der Unfallvermeidung mehr, als wenn die Menschen erst mit dem 19. Lebensjahr ihren Führerschein machen würden.“
Redakteur: Sandro Vitale
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