Mercedes-Design: Außen jung, innen mehr Holz
Fortsetzen will Baudy, der zuletzt Designchef der sportlichen Mercedes-Tochter AMG war, das sportliche Außendesign seines Vorgängers. „Ich habe viel mit Gorden [Wagener] zusammengearbeitet und schätze enorm, wohin er uns und die Marke geführt hat. Mercedes ist deutlich jünger geworden. Jetzt geht es darum, das weiterzuentwickeln“, unterstreicht Baudy. In seiner persönlichen Entwicklung spielt neben Gorden Wagener der frühere Designchef Bruno Sacco eine zentrale Bedeutung, der von 1987 bis 1999 das Mercedes-Design prägte. „Ich bin 1985 geboren und mit den Autos von Bruno Sacco groß geworden: W 126, R 129 und W 201. Für mich war ein Mercedes immer ein Auto, dem man die Herkunft schon aus 200 Metern Entfernung ansehen konnte. Und genau darum geht es: diese Essenz zu schärfen.“
Diese klare Erkennbarkeit soll jeder Mercedes unabhängig von der Antriebstechnik ausstrahlen. „Elektromobilität ändert am Fahrzeug nicht alles. Die Physik bleibt gleich: Aerodynamik, vier Räder, gleiche Passagieranzahl“, so Baudy. Seine zentrale Forderung an das Design: „Es muss immer unverkennbar Mercedes sein – der Antrieb ist zweitrangig, weil wir Elemente haben, die für beides funktionieren.“
Redakteurin: Birgit Priemer
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