Studie gibt Warnung an CFOs: Fast ein Arbeitstag geht jede Woche verloren
Für CFOs in Deutschland liegt dabei der Mehrwert von KI nicht bloß in der Automatisierung, sondern vor allem darin, vernetzte Daten für frühere und fundiertere Entscheidungen zu nutzen. Unternehmen sehen das größte Potenzial für KI darin, die Transparenz über die Projekt- und Finanzleistung zu verbessern (61%), Risiken für die Kundenzufriedenheit im Projektverlauf zu erkennen (58%) sowie die Ressourcenplanung und -zuteilung zu unterstützen (53%). Dies verdeutlicht, dass Dienstleistungsunternehmen in Deutschland KI als Hebel für ein proaktiveres Projektmanagement betrachten, mit dem Teams aufkommende Probleme früher erkennen und gegensteuern können, bevor sie sich auf die Projektleistung auswirken.
Technologie gilt zudem als zentral für die Unterstützung von Finanzverantwortlichen in Deutschland, wobei Unternehmen einer stärkeren Integration und Automatisierung zentraler Projekt- und Finanzmanagementprozesse Priorität einräumen. Die am meisten geschätzten Optimierungen bei Systemen und Tools zur Projektabwicklung sind integrierte Systeme für das Projekt-, Finanz- und Ressourcenmanagement (59%), intelligentere und einfachere Tools für Zeiterfassung und Stundenzettel (57%) sowie ein automatisiertes oder KI-gestütztes Spesenmanagement und dessen Verarbeitung (55%).
„Für CFOs geht es längst nicht mehr nur darum, wie viel Zeit verloren geht, sondern was diese verlorene Zeit für Umsatz, Margen und künftiges Wachstum bedeutet“, so Laura Gidley, Deputy CFO bei Unit4. „Unternehmen, die den Wert ihrer Projekte optimal schützen möchten, führen Finanz-, Projekt- und Ressourcendaten zusammen und nutzen intelligente Automatisierung, um Risiken früher zu erkennen und fundiertere Entscheidungen zu treffen. KI entfaltet ihr volles Potenzial, wenn sie auf vernetzten Daten aufbaut. So erhalten Verantwortliche in den Bereichen Finanzen und Projektumsetzung die nötige Transparenz, um zu handeln, bevor aus Ineffizienz Umsatzverluste entstehen.“
Das Ausmaß der Ineffizienz in Deutschland ist unübersehbar: 68% der Befragten geben an, dass ein beträchtlicher Teil ihrer Arbeitszeit durch Tätigkeiten mit geringer Wertschöpfung verloren geht. Gleichzeitig stimmen 80% zu, dass sich betriebliche Ineffizienzen negativ auf das finanzielle Ergebnis ihrer Organisation auswirken. Die Folgewirkungen zeigen sich bei Projektabwicklung und Wachstum: 66% berichten von spürbaren oder erheblichen Beeinträchtigungen bei der Übernahme neuer Aufträge. Ebenso viele (66%) sehen negative Folgen für die Projektrentabilität und Margen, während 63% Einbußen bei der Produktivität der Mitarbeitenden verzeichnen. Zusammengenommen machen die Ergebnisse deutlich: Ineffizienz ist nicht nur eine Herausforderung für die Produktivität, sondern bremst Unternehmen direkt bei ihrer finanziellen Performance, ihrer Lieferkapazität und ihrem Wachstum.
Die Studie von Vanson Bourne kann hier heruntergeladen werden.
Methodik von Vanson BourneIm Juni 2026 befragte Vanson Bourne 76 Entscheidungsträger in Deutschland, die in mittelständischen Unternehmen und Großunternehmen tätig sind: im mittleren Management für Operations und Delivery (49), in leitenden Funktionen (12) oder in Führungspositionen im Finanzwesen (15). Die Befragten arbeiten in Unternehmen mit 250 bis 10.000 Mitarbeitenden über eine Vielzahl von Branchen im Unternehmens- und Dienstleistungsbereich hinweg, darunter Unternehmensberatung, IT und Technologie, Architektur und Ingenieurwesen sowie Medien und Verlagswesen.
Die Schätzung von 7,9 Millionen Euro kombiniert die von den Befragten angegebene Anzahl und den Wert laufender Projekte mit dem durchschnittlichen Anteil des Projektumsatzes, der in der gesamten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) schätzungsweise durch Ineffizienzen oder ungeplante Arbeiten verloren geht. Der daraus resultierende Wert wurde von USD in EUR umgerechnet. Da die DACH-Stichprobe einen Schwerpunkt auf Deutschland legt und der Wert von der Unternehmensgröße beeinflusst wird, ist diese Zahl als Richtwert für das geschäftliche Risiko der befragten Unternehmen in der DACH-Region zu verstehen und nicht als deutschlandspezifischer oder marktweiter Durchschnittswert.
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