-
Smart Farming mit Hightech-Drohnen
Der Begriff „Smart Farming“ elektrisiert viele Landwirte. Auch wenn sie wissen, dass ihr zeitaufwendiger und anstrengender Beruf zukünftig nicht allein per Knopfdruck zu erledigen sein wird, können insbesondere fleißige „Kollegen“ aus der Luft die Arbeit effizienter und nachhaltiger gestalten. Moderne Agrar-Drohnen ermöglichen es, Saatgut, Dünger und biologische Pflanzenschutzmittel – bei fast jedem Wetter – punktgenau und ressourcenschonend auszubringen, was sowohl das Ökosystem als auch den Geldbeutel schont. Darüber hinaus sind hochauflösende Kameras in der Lage, detaillierte Bilder der Pflanzenkulturen aufzunehmen und so frühzeitig Schäden bzw. Krankheiten zu erkennen. Mit ihrer Reichweite und Traglast eignen sich die fliegenden Helfer auch für größere Flächen – und das im Gegensatz zu schweren Landmaschinen…
-
„Grüner Stahl braucht zirkuläre Rohstoffkreisläufe – und verlässliche Partnerschaften“
Feuerfestmaterialien gelten oft als technisches Randthema – tatsächlich sind sie ein zentraler Hebel für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien. Ihr gezieltes Recycling kann nicht nur Millionen Tonnen CO2 einsparen, sondern auch die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern. Karl-Michael Zettl, Head of Marketing & Solutions bei RHI Magnesita, dem Weltmarktführer für Feuerfestprodukte, und Nenad Tanasic, CEO von MIRECO, Europas größter Recyclingplattform, erläutern, warum Kreislaufkonzepte für die Industrie strategisch unverzichtbar werden – und wieso sie nur im Verbund funktionieren. Herr Zettl, Herr Tanasic – Feuerfestmaterialien sind für viele ein Nischenthema. Warum spielen sie dennoch eine zentrale Rolle in der grünen Transformation? Zettl: Ohne Feuerfestprodukte läuft in der Industrie nichts. Sie ermöglichen Hochtemperaturprozesse – ob…
-
Verkaufen statt entsorgen
Viele Unternehmen haben nur begrenzte Lagerkapazitäten und müssen daher alte Bestände, Fehlbestellungen oder auch ausgediente Maschinen oder Schreibtische loswerden, um Platz für neue Ware oder eine neue technische Ausrüstung und Möbel zu schaffen. Dann fallen für die Entsorgung oft hohe Kosten an, die das Firmenbudget belasten. Das muss aber gar nicht sein, denn statt einer Entsorgung können sie alle diese Gegenstände ebenso gut auch weiterverkaufen. Und zwar mit doppeltem Gewinn, denn anstatt die Entsorgungskosten zu tragen, verdienen sie auf diese Weise sogar Geld. „Und weil verwertbare Gebrauchsgegenstände aller Art so im Kreislauf bleiben, anstatt zu Müll zu werden, profitieren auch Klima und Umwelt von dem Weiterkauf“, sagt Katharina Dombrowski von…
-
Karton als Motor einer resilienten europäischen Kreislaufwirtschaft
Ein entscheidender Baustein dieser Strategie ist die faserbasierte Kreislaufwirtschaft, in der Karton eine führende Rolle spielt. Kartonverpackungen verbinden ökologische Vorteile mit industrieller Innovationskraft – und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Resilienz. Nachwachsender Rohstoff und CO₂-Speicher Die Grundlage von Karton sind nachhaltig bewirtschaftete europäische Wälder. Europäische Forstwirtschaft arbeitet nach strengen Zertifizierungsstandards (z. B. FSC®, PEFC™) und stellt sicher, dass mehr Holz nachwächst, als entnommen wird. Diese Wälder binden enorme Mengen an CO₂, tragen aktiv zum Klimaschutz bei und sichern langfristig den Rohstoffbedarf. Aus dem Holz wird Zellstoff gewonnen, der als erneuerbarer Rohstoff für die Produktion von Karton dient. Damit stützt sich die Verpackungsindustrie auf heimische, sichere Ressourcen und reduziert…
-
Wege zu einer ressourceneffzienten Bauwirtschaft
Das Verhältnis von Abbruch/Sanierung zu Neubau beträgt 1:8. In den öffentlichen Diskussionen um ein nachhaltigeres Handeln muss bedacht werden, dass die Abbruchmaterialien nicht ausreichend sind, um primäre Rohstoffe zu ersetzen. Auch geht der Trend in Richtung Bauwerkserhalt, das wird begrüßt, begrenzt jedoch weiter die Verfügbarkeit von Baustoffen aus dem Rückbau. Der Einsatz an Primärrohstoffen kann durch Circular Economy, Innovationen und Materialeffzienz reduziert werden, ist jedoch nicht vermeidbar. Jährlich fallen ca. 220 Mio. Tonnen mineralische Abfälle aus Bauaktivitäten an. Bodenaushub dominiert mit über 129 Mio. t/a. Aus ca. 90 Mio. t Mineralik aus dem Hoch- und Tiefbau gehen ca. 75 Mio. t ins Recycling und die Verwertung. Kritisch ist, das Ausschreibungen…
-
Nachhaltige Chemie als Treiber der Transformation
Rund 90 Prozent der weltweiten Produktion hängt heute direkt oder indirekt von chemischen Produkten ab. Ob in Landwirtschaft, Bau, Energie, Elektronik oder Medizin – ohne Chemikalien, kein modernes Leben. Doch die Kehrseite ist gravierend: Der Chemiesektor verschlingt etwa zehn Prozent des globalen Energiebedarfs und verursacht rund acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Die Branche steht im Zentrum einer tiefgreifenden Transformation. Will die Weltgemeinschaft die großen globalen Herausforderungen, wie Klimakrise, soziale Ungleichheiten und Ressourcenknappheit bewältigen, führt an einem Umdenken kein Weg vorbei. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen gibt den Rahmen vor – und erfordert ein gesamtgesellschaftliches Umsteuern. Kreislaufwirtschaft ein Teil der Lösung Produkte müssen von Beginn an…
-
Ein zweites Leben für Dinge aller Art
Wenn Unternehmen umstrukturieren, Standorte aufgeben oder Geschäftsbereiche verschlanken, betrifft das nicht nur Personal und Prozesse, sondern auch Räume, Geräte, Möbel, Technik und Maschinen. Tonnenweise Inventar wird jährlich aussortiert, oft in bestem Zustand. Was nicht mehr gebraucht wird, landet häufig auf dem Müll. Dabei ist es nicht nur die schiere Masse an Dingen, die nach Lösungen verlangt, auch der gesellschaftliche Wandel trägt dazu bei: Nachhaltigkeit, CO₂-Bilanzen und Ressourcenschonung sind längst keine Randthemen mehr, sondern entwickeln sich zu zentralen strategischen Entscheidungsfaktoren für Investoren, Kunden und Mitarbeitende. Die primäre Hürde: Es fehlt in vielen Fällen an klaren Prozessen, an digitalen Schnittstellen – und an Zeit. Entsorgung ist einfach. Weitergabe scheint komplex. Und doch…
-
Aufwind: Zirkuläre Wertschöpfungsketten
Am europäischen Kunststoffmarkt zu bestehen, gestaltet sich aktuell als herausfordernd. Gestiegene Rohstoffpreise, Lieferschwierigkeiten und Auftragsrückgänge bestimmen die Entwicklung einzelner Unternehmen. Mehr noch: Aufgrund von hohen Energiekosten, Investitionsvorbehalten und politischen Rahmenbedingungen, die weit hinter den Erwartungen zurück-bleiben, steigt der Transformationsdruck der gesamten Branche. Doch wie gelingt die Wende? Technologische Innovationen, ressourcenschonende Prozesse und internationale Vernetzung gelten als Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit im aktuellen Marktumfeld. Auch Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz treiben die Entwicklung effizienter und flexibler Lösungen für die Kunststoffindustrie an. Das Ziel ist eine nachhaltige, klimaneutrale Kreis-laufwirtschaft. Modernes Recycling sichert den Zugriff auf Materialien, erlaubt seine energie- und kosteneffiziente Aufbereitung und bereitet den Weg zu einer Stabilisierung des Marktes. „Kreislaufwirtschaft…
-
PPWR-Konformität leicht gemacht Klarheit, Kosten- und Zeitersparnis
Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bringt ab 2030 weitreichende Änderungen: Je nach Verpackungstyp und Branche gelten verbindliche „Design-for-Recycling“-Kriterien, Mindestquoten für Recyclingfähigkeit (≥ 70 %), den Einsatz recycelter Materialien sowie Vorgaben zu Wiederverwendung und Refill. Die Vielzahl unterschiedlicher Pflichten macht es für Hersteller und Inverkehrbringer schwierig, den Überblick zu behalten. Digitale Lösungen und KI unterstützen dabei, Vorschriften gezielt zu analysieren und fristgerecht umzusetzen. Packintelx, die All-in-One-Plattform von CEO Siddarth Bagri, schafft Transparenz, erkennt Konformitätslücken und liefert praxisnahe Lösungen. Herr Bagri, was bedeutet die PPWR für Hersteller und Produzenten und wie unterstützt PackIntelx dabei? Gerade sind viele Unternehmen dabei, die PPWR überhaupt zu verstehen und zu prüfen, ob oder inwieweit ihre Verpackungen betroffen…
-
Wie gelingt die Bauwende in Deutschland?
Rund 360.000 Unternehmen des Baugewerbes mit 2,6 Millionen Beschäftigten erwirtschaften jährlich 430 Milliarden Euro Umsatz. Gleichzeitig steht die Branche jedoch massiv unter Druck: 2024 wurden lediglich 252.000 Wohnungen fertiggestellt – 14 % weniger als im Vorjahr und weit entfernt vom Ziel der Bundesregierung. Gestiegene Baukosten und eine zunehmende Bürokratie belasten die Unternehmen zusätzlich, wie Tim-Oliver Müller vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie betont. Doch es gibt auch Lichtblicke. Moderne Technologien eröffnen neue Perspektiven: Modulares Bauen und vorgefertigte Bauteile verkürzen Bauzeiten und reduzieren Materialabfälle. 3D-Druck ermöglicht komplexe Strukturen direkt auf der Baustelle. Autonome Maschinen und Roboter übernehmen Tätigkeiten wie Mauern, Betonieren oder Schweißen und steigern Präzision sowie Arbeitssicherheit. Ergänzt werden diese Entwicklungen…