CAR-Chefin: Wirtschaftskrise in China trifft Autobauer
Schaffen die deutschen Autohersteller in China die Wende? Aus Sicht der Autoexpertin Beatrix Keim, Direktorin des Center of Automotive Research (CAR) in Duisburg, sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen in China aktuell schwierig. „Wirtschaftskrise, Deckelung staatlicher Förderungen, vorgezogene Käufe und Steuern für PHEV/EREV (Extended Range) haben den Absatz um 24 Prozent einbrechen lassen – für alle Hersteller“, erklärt Keim die Probleme des chinesischen Automarktes im Gespräch mit auto motor und sport. „Umfangreiche Wirtschaftsstimuli der Regierung sind teuer, helfen aber nicht. Die Arbeitslosenrate erreicht bei Hochschulabsolventen 16 bis 20 Prozent.“ Die Nachfrage nach Mobilität sei in China zwar weiterhin groß, aber die Verbraucher seien sehr preissensibel.
Ob die deutschen Hersteller in diesem schwierigen Markt punkten können, entscheide sich jetzt. „Man muss das zweite Halbjahr abwarten. Jetzt kommen Modelle, die an den chinesischen Markt angepasst oder gezielt für ihn entwickelt sind“, so China-Expertin Keim. Die größten Chancen, ihren Absatz zu steigern, haben nach ihrer Einschätzung BMW und VW: „BMW, dank des lokal produzierten Mini mit höherem E-Anteil, und VW mit den neuen, in China entwickelten Modellen.“
Redakteur: Gerd Stegmaier
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