Mobile & Verkehr

Bovenschulte: Kürzungen beim Personal sind keine Zukunftsstrategie

Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) rechnet damit, dass das Mercedes-Werk in seinem Bundesland eine Zukunft hat, kritisiert aber, dass die von Mercedes geforderten Einschnitte bei der Belegschaft keine Zukunftsstrategie sind. „Ich bestreite nicht, dass Mercedes seine Kosten senken und seine Produktivität steigern muss. Aber gleiches Geld für mehr Arbeit ist noch keine Zukunftsstrategie“, sagte Bovenschulte im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport. „Die Beschäftigten dürfen nicht die bequemste Antwort auf jedes Problem sein.“ Wichtiger sei, dass Mercedes erfolgreiche Autos baue. „Marktanteile in China oder den USA gewinnt man mit starken Autos, schneller Software, Innovationen und effizienter Produktion.“

Bovenschulte geht vom Fortbestand des Bremer Werks aus, in dem das Elektromodell GLC gebaut wird. „Ich nehme die Ansage des Vorstands sehr ernst, aber ich sehe Bremen nicht als Wackelkandidaten. Die Auftragsbücher sind voll, wir fahren drei Schichten“, unterstreicht der Bürgermeister. „Hier wird seit diesem Jahr der elektrische GLC gebaut – eines der wichtigsten Modelle im Konzern und ein Schlüsselfahrzeug für die Zukunft von Mercedes. Bremen hat bewiesen, dass es E-Mobilität in Serie kann. Wer einen solchen Standort infrage stellt, spart am falschen Ende.“

Kritisch sieht der SPD-Politiker, dass die Bundesregierung chinesische Plug-in-Hybride nicht mit gleich hohen Zöllen belegt hat wie chinesische Elektroautos. „Es ist schwer nachvollziehbar, dass auf chinesische E-Autos bis zu 45 Prozent Zoll fällig werden, auf Plug-in-Hybride aber nur zehn. Genau diese Lücke nutzen chinesische Hersteller inzwischen gezielt“, kritisiert Bovenschulte. „Wir haben nichts gegen Wettbewerb, auch nicht aus China. Aber er muss fair sein. Wenn staatliche Subventionen den Markt verzerren, muss Europa seine Industrie wirksam schützen.“

Redakteur: Claudius Maintz

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Motor Presse Stuttgart
Leuschnerstr. 1
70174 Stuttgart
Telefon: +49 (711) 182-0
Telefax: +49 (711) 182-1779
http://www.motorpresse.de

Ansprechpartner:
Axel Mörer
Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG
Telefon: +49 (170) 4037-880
E-Mail: axe@s-press-medien.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel