Produktionstechnik

Bandröster in der Lebensmittelveredelung: Automatisierte CIP-Reinigung verbessert die Effizienz und Hygiene.

Wenn es um Effizienz geht, ist meist von Anlagen die Rede, die weniger Energie verbrauchen, sparsamer mit Ressourcen umgehen oder mit weniger Personal auskommen. Der Fokus liegt dabei stark auf der Effizienz in der laufenden Produktion Das gilt auch für die Lebensmittelveredelung. Doch keine Anlage produziert ohne Unterbrechungen: Gerade in der Lebensmittelproduktion sind die regelmäßigen Reinigungen auf Grund der hohen Hygieneanforderungen oder im Rahmen von Produktwechseln der Hauptgrund für Stillstandzeiten.

Zeitfresser und Kostentreiber manuelle Reinigung

In diesen Zeiten steht nicht nur die Produktion, die Reinigung ist auch meist langwierig. Denn oft müssen Bauteile demontiert werden, um schwer zugängliche Bereiche erreichen und mühsam manuell reinigen zu können. Die notwendige Reinigung beschäftigt damit viel Personal und ist mit einem hohen Wasser- und gegebenenfalls Chemieverbrauch verbunden.

Hier Zeit und Ressourcen zu sparen, wird damit zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor.

Automatische Reinigungssysteme sparen Zeit und Ressourcen

Die möglichst einfache Reinigung und damit das einfache und zuverlässige Einhalten hygienischer Standards, sind etwas, das bereits bei der Konzeption einer Röst- oder Trockenanlage mitgedacht werden müssen. Die Firma Alfred Nolte GmbH aus Reinbek bei Hamburg zeigt, wie praxistaugliche Lösungen aussehen und funktionieren. Das Unternehmen entwickelt und fertigt seit über 40 Jahren Lösungen für das Rösten, Trocknen, Salzen und Coaten, das Heizen und Belüften in der Veredelung von Nüssen, Mandeln, Kaffee und anderen Lebensmitteln, die von zahlreichen Unternehmen aller Größe eingesetzt werden. Weil die manuelle Reinigung viele personelle Ressourcen bindet und gleichzeitig die Produktion stillsteht, bietet Nolte für seine Anlagen individuell angepasste automatisierte Clean-in-Place-Reinigungssystem (CIP) an.

Clean-in-Place: 80 % der manuellen Reinigung lassen sich automatisieren

Die Firma Alfred Nolte hat für ihre Anlagen ein automatisches CIP-System für bestehende und neue Anlagen entwickelt: Vor der automatischen Reinigung müssen lediglich einige Teile aus der Maschine entnommen werden. Dann sprüht ein Düsensystem Seifenschaum auf alle Flächen. Nach einer Einwirkzeit sprühen die Düsen Klarwasser und der gelöste Schmutz und das Wasser fließen durch die Abläufe restlos ab. Das System kann auf diese Weise rund 80 % der Reinigungsarbeiten übernehmen und nur noch wenige Stellen müssen von Hand gereinigt werden. Und an diesen Stellen ist die Handarbeit nicht erforderlich, weil dort eine Vollautomatisierung nicht möglich wäre. Sondern weil an diesen Stellen die manuelle Reinigung einfach das wirtschaftlichere Verfahren bleibt.  

Automatisierte Reinigung alleine schafft noch keine Effizienz

Die Automatisierung ist das eine. Das andere ist ein auf automatisiertes CIP ausgelegtes Anlagendesign. In den Anlagen von Nolte ermöglicht das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren eine effiziente Reinigung und einwandfreie Hygiene:

Die Maschinen sind möglichst glattflächig, damit sich keine Ablagerungen ansammeln können und diese leicht und mit möglichst geringem Einsatz chemischer Reinigungsmittel zu reinigen sind. Das minimiert das Risiko, dass die Rückstände solcher Mittel in das Produkt gelangen.

Als das optimale Reinigungsmittel haben sich Seifenschaum und klares Wasser bewährt. Und dafür sind die Anlagen optimiert: Alle Böden sind geneigt und führen zu Abläufen, damit Verunreinigungen einfach ausgespült werden können. Auch sind alle Anlagenbereiche gut zugänglich. Falls Teile demontiert werden müssen, ist das einfach und zeitsparend möglich.

Weil jede Anlage anders genutzt wird, lässt sich die automatisierte Reinigung von Nolte individuell nach Kundenanforderungen konfigurieren. Beispielsweise lassen sich Durchlaufröster mit einer separaten Waschbox ausstatten, in der das Band mit Hochdruck und Klarwasser von anhaftenden Verkrustungen befreit wird.

Deutliche Zeitersparnis und auditierbar: die praktischen Vorteile von CIP-Systemen

Wie lange eine manuelle Reinigung dauert, hängt immer davon ab, wie viel Personal dafür eingesetzt werden kann, was die Planung der Produktion erschwert. Automatische Reinigungssysteme, wie die von Alfred Nolte, beschleunigen diesen Prozess und machen ihn plan- und dokumentierbar. Besonders letzteres ist für Audits und Zertifizierungen ein großer Vorteil.

Zwischenreinigung in nur 2 Stunden – inklusive Ab- und Wiederanfahren

Die Nutzungserfahrung bei Anlagen von Alfred Nolte zeigt, dass sich die Zwischenreinigung einer Anlage mit einer Kapazität von drei Tonnen Pistazien pro Stunde in nur zwei Stunden bewerkstelligen lässt, inklusive ab- und anfahren. Eine Komplettreinigung dauert rund sechs bis acht Stunden. Die automatisierte Reinigung bietet so bei geringerem Ressourceneinsatz ein schnelleres, reproduzierbares Ergebnis und bessere Hygiene und Prozesssicherheit.

Wann lohnt sich die automatisierte Reinigung? Praktische Tipps für Produktionsleiter

Die automatisierte Reinigung spart Zeit und Personal. Sie lohnt sich deshalb bei großen Produktionsmengen, weil dann öfter gereinigt werden muss und bei häufigen Produktwechseln. Hier minimiert die Reinigung das Risiko einer Sorten- und Allergenverschleppung, was gerade bei Nüssen essentiell ist.

Die höhere mögliche Reinigungsfrequenz beugt auch effektiv Verkohlungen oder der Schimmelbildung durch die Ansammlung von Resten innerhalb der Anlage vor.

Die automatisierte Reinigung erlaubt auch, die Aufwände für die Reinigung und die Effizienz einer Anlage und die Qualität der Produkte in Relation zu setzen. Damit ist CIP ein wesentlicher Faktor für eine kontinuierliche Prozessoptimierung.

Fazit

Eine automatisierte Reinigung spart Personal, Ressourcen und vor allem Zeit. Das erlaubt, sie nicht nur bei Bedarf, sondern abgestimmt mit der Produktion und in kürzeren Abständen durchführen. Damit ermöglicht die automatisierte Reinigung mehr Effizienz und eine bessere Hygiene in der Produktion. Und das macht sie zu einer Investition, die sich wirtschaftlich und im Hinblick auf die Produktqualität auszahlt.

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