-
Neue private Altersvorsorge: Wer ist förderberechtigt?
Die Koalition hat die Kritik von Verbraucherschützern sowie des Finanzausschusses des Bundesrats aufgegriffen und den Kreis der Förderberechtigten erweitert. Ab 2027 profitieren auch Selbstständige von der Förderung, nicht nur abhängig Beschäftigte. Die Riester-Zulagen bekommen in erster Linie Angestellte, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, sowie Beamte, Berufssoldaten, Richter und Pfarrer. Die neue geförderte Altersvorsorge steht nun auch Selbstständigen sowie Freiberuflern offen, die verpflichtend in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlen. Biallo-Tipp: Wie Selbstständige für ihre Rente vorsorgen und welche weiteren Förderungen es gibt, lesen Sie im Ratgeber zum Thema Altersvorsorge für Selbstständige von biallo.de. Niedrigere Zulage für mittelbar Förderberechtigte Wer nicht erwerbstätig ist, erhält allerdings nur eine Förderung, wenn der jeweilige…
-
Wie sieht die steuerliche Förderung aus?
Sonderausgabenabzug Auch die Fördersystematik bleibt gleich: In der Ansparphase dürfen Sparer eingezahlte Beiträge und Zulagen als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer ansetzen – jährlich bis zu 2.340 Euro (1.800 Euro Eigenbeitrag plus 540 Euro Grundzulage). Wer Kinder hat, kann entsprechend mehr absetzen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Sie über den Zulagenanspruch hinaus steuerlich profitieren. Steuerfrei ansparen Damit sich das geförderte Alterssparen lohnt, bleiben Erträge und Wertzuwächse in der Ansparphase steuerfrei. Dieses Förderprinzip gilt schon heute bei Versicherungslösungen – bei Riester, der Basisrente für Selbstständige, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Rentenversicherung. Auch das geförderte Altersvorsorgedepot profitiert ab 2027 von diesem Steuervorteil. Dies kurbelt den Vermögensaufbau kräftig an: Wer sein Portfolio…
-
Wie viel gibt der Staat zur Altersvorsorge dazu?
Die Förderung der Riester-Rente ist an das Einkommen geknüpft. Nur wer mindestens vier Prozent seines Vorjahreseinkommens in den Vertrag einzahlt, bekommt die vollen Zulagen. Vergessen Sie eine Gehaltserhöhung zu melden und überweisen Sie einen zu geringen Eigenbeitrag, werden die Zulagen gekürzt. Der Gesetzgeber vereinfacht nun das Fördersystem. Auch bei den Zulagen besserte er nach – vor allem für Geringverdiener, die wenig einzahlen können, und Familien. Grundzulage Künftig kann sich jeder selbst ausrechnen, wieviel der Staat beisteuert, denn die Höhe der Zulagen hängt davon ab, wieviel Sie einzahlen. Die Förderung erfolgt in zwei Stufen: Für Eigenbeiträge bis 360 Euro jährlich gibt es pro eingezahlten Euro 50 Cent, ab 361 bis 1.800…
-
Wie sieht die private Altersvorsorge ab 2027 aus?
Die Bilanz der geförderten privaten Altersvorsorge (AV) ist ernüchternd: Magere Monatsrenten, niedrige Renditen, hohe Kosten sowie rechtswidrige Rentenkürzungen durch Versicherer sorgen für Frust bei den Sparern. In nicht einmal zwei Drittel der 15 Millionen Riester-Bestandsverträge fließt noch Geld. Über fünf Millionen Sparer haben ihren Vertrag stillgelegt. Eine Reform der Riester-Rente war überfällig. Die nun vom Bundestag beschlossenen Änderungen könnten zum „Game Changer“ werden, wie Finanzminister Lars Klingbeil verspricht. Zwar muss das Gesetz noch durch den Bundesrat, der am 17. April das nächste Mal tagt. Doch die Länderkammer dürfte der Reform zustimmen, da die Regierung die vom Finanzausschuss vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt hat. Was sich ab 2027 ändert: Mehr Kapitalmarkt wagen Damit…
-
Was die Reform der privaten Altersvorsorge für Sparer bedeutet
Ende März verabschiedete der Bundestag das Altersvorsorgereformgesetz. Erst wenige Tage zuvor hatten sich die Koalitionäre im Finanzausschuss auf entscheidende Änderungen verständigt. Der Nachfolger der vielkritisierten Riester-Rente könnte nun doch „renditestärker, kostengünstiger und unbürokratischer“ werden. Kleinsparer erhalten höhere Zulagen, der Kostendeckel für das geplante Standarddepot wurde auf ein Prozent gesenkt und auch der Staat bietet künftig eine Fondslösung zur Altersvorsorge an. Neu ist auch, dass ab 2027 Selbstständige von der geförderten Altersvorsorge profitieren können. Kern der Reform ist ein Altersvorsorgedepot sowie mehr Flexibilität in der Auszahlungsphase: Sparer sollen Gelder künftig in renditestarke Aktien- und Indexfonds (ETFs) investieren. Kostspielige Garantien entfallen. Zudem hängt die Förderhöhe künftig von den eingezahlten Sparbeiträgen ab. Wer…
-
Anlagealternative Robo-Advisor
Wollen Sie in Aktien investieren, sind aber unschlüssig, welche Titel am besten geeignet sind, können Sie entweder die bereits erwähnten Fonds und ETFs nutzen, müssen aber auch hier selbst eine Auswahl treffen und die Gewichtung einzelner Anlageklassen vornehmen. Wer all das Profis zu überschaubaren Kosten überlassen will, kann auf digitale Vermögensverwaltungen zurückgreifen. Diese sogenannten Robo-Advisor setzen Anlagestrategie und Titelauswahl je nach Anlegerpräferenzen entweder mithilfe von Algorithmen, mithilfe einer Kombination aus Expertenwissen und Algorithmen oder ausschließlich durch Börsenexperten um. Einige Beispiele verdeutlichen die unterschiedliche Herangehensweise: ING: In Zusammenarbeit mit Scalable Capital bietet die ING die digitale Vermögensverwaltung Smart Invest an. Die drei global ausgerichteten Portfolios setzen sich aus bis zu 15…
-
Sachwerte: Vermögensschutz mit realen Werten
Sachwerte sind besonders in Krisenzeiten gefragt. Substanzwerte wie Gold, Immobilien oder Aktien sind reale Werte, die man anfassen kann und die nicht beliebig vermehrbar sind. Sie dienen vor allem als Krisenschutz und zur Absicherung des Vermögens. Sachwert: Immobilien Als besonders wertstabil gelten Eigenheime und Mietimmobilien, denn sie gleichen Inflationsverluste regelmäßig durch Wertzuwächse oder höhere Mieten aus. In den zurückliegenden Jahren sind die Immobilienpreise sogar deutlich schneller gestiegen als die Inflation. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen zwischen 2010 und 2022 bundesweit um rund 64 Prozent verteuert. Die Inflationsrate stieg im gleichen Zeitraum aber nur um 25 Prozent. Nachdem die Kaufpreise ab dem vierten…
-
Fonds und ETFs: Renditepotenzial gegen Inflationsverluste
„Breit gestreute, weltweit anlegende Aktienfonds sind wegen ihrer hohen Renditechancen eines der besten Mittel gegen Inflation“, heißt es unter anderem von der Stiftung Warentest. Zwar bestehe ein relativ hohes Anlagerisiko, doch bei einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren sei das überschaubar. Der Verbraucherzentrale Bundesverband ergänzt: „Im Gegensatz zu Einzelaktien bieten Investmentfonds den Vorteil, dass schon mit kleineren Beträgen eine breite Streuung, also der Kauf vieler verschiedener Aktien, möglich ist. Fällt der Kurs eines einzelnen Unternehmens, können Kursgewinne anderer Aktien dies kompensieren.“ Wie Aktienfonds der Geldentwertung entgegenwirken können, zeigen die Statistiken des Fondsverbandes BVI: Sie weisen per 28. Februar 2026 für Fonds mit deutschen Aktien auf Zehnjahressicht jährliche Wertzuwächse von durchschnittlich…
-
Die Goldpreisentwicklung
Der Goldpreis ist besonders in den Jahren 2024 und 2025 rasant gestiegen. So kostete Anfang 2024 eine Feinunze (31,1 Gramm) rund 2.000 Dollar. Anfang 2026 notierte Gold bei 4.500 Dollar. Zeitweise (Ende Januar 2026) wurde sogar erstmals die 5.000-Dollar-Marke überschritten. Die Kursexplosion ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zinswende der Notenbanken 2024 und 2025 begannen die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB), die Leitzinsen zu senken. Damit sanken die Renditen für verzinsliche Geldanlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Anleihen. Im Gegenzug wurde Gold, das keine Zinsen erwirtschaftet, für Investoren attraktiver. Mit der steigenden Nachfrage stieg tendenziell auch der Preis für das Edelmetall. Massive Käufe der Zentralbanken Vor allem Notenbanken in Schwellenländern…
-
Zinskonten: Hohe Kapitalsicherheit als Inflationsschutz
Als Parkplatz für die Notfallreserve sowie für kurz- bis mittelfristige Sparziele empfehlen die Verbraucherschützer Tages- und je nach Laufzeit und finanziellen Bedürfnissen auch Festgeld. Zwar können die Zinsen vieler Anbieter aktuell nicht mit der Inflation mithalten, dafür bieten Zinsanlagen immerhin hohe Sicherheit. Bis zu 100.000 Euro Anlagekapital sind pro Bank und Sparer durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Darüber hinaus verfügen viele Banken über erweiterte Sicherheitssysteme wie den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe oder die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Tagesgeld Als flexible Finanzreserve eignen sich Tagesgeldkonten mit überdurchschnittlichen Zinsen. So bietet etwa die Consorsbank Neukunden 3,40 Prozent für die ersten drei…